Band 
Sechster Band. K bis L.
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Kongo

Beifall verdient er als Gesetzgeber. Die Grenzen der väterlichen Gewalt dehnte erunläugbar zu weit aus. indem er den Ältern sogar das Recht, ihreKindcrzu verkau-fe», zugestand, und es war ein seiner Weisheit unwürdiger Trugschluß, wenn er sagte,da die Kinder sich selbst verkaufen könnten, so dürfte man nicht Bedenken tragen,eben dieses Recht auch den Urhebern ihres Daseins zuzugestehen. Vornehmlich in leK. darin, daß er die Gesetzgebung nur als einen Zweig der Moral betrachtete und sichdaher begnügte, allgemeine Vorschriften zu geben. Auch hindert ihn die'Achtunggegen die frühern Gesetzgeber seines Volks, in eigne Untersuchungen einzugehen ; erließ eS lieber bei dcn'AuSsprüchcn dieser berühmten Männer bewenden, deren Schü-ler er sich nannte. Beifallswerrh war es, daß er zur Ehe nachdrücklichst ermunterteund den Ackerbau empfahl; den Handel aber, ohne ihn zu untersagen, begünstigte erweniger. Unter den Schriften, welche ihm zugeschrieben werden, ist dasSchukmg(s. d.) oterSchan-Schu die wichtigste; dock ist ungewiß, ob diese Schrift in allenTheilen von ihm herrührt. Die alte» Gesänge ordnete er im Schi-King; von derMusik handelte er im Io-King; von Lebensgebräuchen und Vorschriften im Li-ki.Commentare über die alten symbolischen Linien enthielt derP-King. So entstandendie 5 Kings, die ersten kanonischen Bücher des Reichs, welche wir jedoch nicht mehrin ihrer ursprünglichen Gestalt besitze». (S. China.) Vergleicht man K., Moham-med und Zoroaster mit einander, so hak Mobammed als Religionsstifter, Aorvastcrals Gesetzgebers, aber als Sitten lehrenden Vorzug. S.die „»oiMol (l»nlM',n>,"(Otiginalteri und engt. Ubers.) v. I. Marshman (Serampore 18t)9, 4.). Der 1.Bd. enthält das Leben des K. Auch hat I). Wilh. Schott die „Werke des tschmesi-scden Weisen Kon-fu-kse und s. Schüler" zum ersten Male aus der Ursprache undnach MarsKman's eng!. Version ins Deutsche übet s. mit Anm. (1. Th., Halle l 826).— Unter K.'S Nachfolgern ist Meng-Tse » (MenciuS) zu bemerken, der einigeJahrzehnte nach Sokrates lebte und 314 I. v.Chr., 84 I. alt, starb. Er hat dieBücher Schi-King und Schu-King m Ordnung gebracht und eine Sammlung mo-ralisch-philosoph. Gespräche geschrieben. Überhaupt ist er dem sokrates durch dieBegiüntung und Ausbildung einer reinen Moralphilosophie ähnlich geworden.Stanisl. Julien bat in Paris 1824 die Lehre des Meug-Tseu, mit einem aus demSiues. übers. Commentar, in laiein. Sprache herausgegeben. >.

K o u g o im weiter» Sinne, oder Niederguinea, der Küstenstrich Afrikas aufder Westseite vom Voi geb. Lopez Gonsalva bis zum Dorgeb. Negro, der sich 210Meilen weit, vom Äguaior bis zum 11° S. Br. erstreckt. Die Grenzen sind nördl.Oberguinea, östl. das innere'.Afrika , südl. das Kassernland und westl. das äthiopische ^Meer. Von den im Innern sich erhebenden Bergen kommen eine Menge Flüsse undBache herab, die auch i» der heißesten Jahreszeit nicht versiegen und von O. »ach W.sich in das Meer ergießen. '.Alle sind Küstenflusse, mit Ausnahme des Kongo oderZaire (st d.). Das heiße Klima wird durch die anhaltenden Regengüsse, die See-winde. den starken Thau und die Gleichheit der Tage und Nächte gemildert. Memkennt nur die trockene Jahreszeit oder den Sommer und die Regenzeit oder den Win-ter, durch welchen die Narur neues Leben empfängt, und die Gewächse zu grünen undzu blühen anfangen. Eis und Schnee sind >u bekannt. Der Boden ist längs derKüste hin meistens eben, weniger fruchtbar und sandig; im Inner» erheben sich Hü-gel und Berge; hier ist der Boden ungemein fruchtbar und ergiebig, sodaß manjährlich 2 Mal ärntet. E? gibt enrop. HauSthiere. viele wilde Thiei e, als Elefanten,Rhinocerosse,Flußpferde, wildeBuffel, wilde äthiopsscheSchweine. Löwen , Panther,Leoparden,Hväiien, Schakals, Affen von vielerlei Arten und in großer Menge, Zebras ,Autelopen, vieles zahme und wildeGeflügel, vielerlei Schlangen, darunter auchRte-senschlange», einen großen Reichthum von Fischen; aus dem Pflanzenreiche: Reis,Mais, europ. Gartengewächse, Maniok- und Pamswurzeln, Bataten, Zuckerrohr^Malaghettapfeffer, vielerlei Arten von Palmen, Tamarinden, Mangle-und Kala-