Königsmarkt, der größte, aber unregelmäß'ge Platz derStadt, mit der Statue Chr,-,stians V., und der achteckige FnednchSplah, aus dem vierStraßen zusammenrief:fen, und in dessen Mitte die schöne Bildsäule des Königs Friedrich 1. zu Pferdesteht. K. enthält 22 Kirchen, 22 Hospitäler, 30 Armenhäuser, 4000 H. und108,000 E., darunter 2400 Juden. Die Stadt besteht aus 3 Haupttheilen, dievon den Festungswerken eingeschlossen wei den, nämlich der Altstadt, seit dem Brandeschöner wieder aufgebaut, der Neustadt, wovon der »stl. Theil die Friedrichsstadtheißt und der schönste, aber am wenigsten lebhafte Stadttheil ist, und Christians-Hafen, welcher Theil auf der Insel Amak liegt und durch einen Seearm von derInsel Seeland getrennt wird. Dieser Canal bildet den sichern Hafen, der 400Schiffe fassen kann, wo das Seearsenal, die Schiffswerft? und andre zur Mannegehörige Gebäude sich befinden, und in welchem auch die -Ltalion der Kriegsflotteist. Außerhalb der Festungswerke liegen 3 Vorstädte, welche zum Theil aus schö-ne» Landhäusern bestehe». Lonst befanden sich zu K. 4 königl. Schlösser, aber1794 wurde das prachtvolle königl. Residcnzschloß, die Christiansburg (eins der an-sehnlichsten in Europa , mit einem Kostenauswande von 6 Mill. Tblrn. erbaut) >,nRaub der Flammen, sodaß nur noch rie Trümmer und die prächtigen Psirdestallestehen geblieben sind. Die übrigen 3 Schlösser heißen: Chorlottenburg, jetzt dieKunstakademie mit einer Gemäldegalerie; die alte Rosenburg, worin viele Kost-barkeiten und Alterthümer aufbewahrt werden, und bei welchem der Kvmgsgarken,ein öffentlicher Llpazieigang, sich befindet, und die Amalienbuig, eigentlich 4 Pa-läste, welche nach dein Lchloßbrande zur königl. Wohnung «kauft worden sind.Merkwürdig sind noch: das Zeughaus mit der königl. Bibliothek von 130,0N0Bdn. und 3000 Handschriften, das Schauspielhaus, die Börse mir der Bank, dieTreifaltizkeitS- und die prächtige Friedrichskirche, das große, schöne, trefflich ein-gerichtete FriedrichSbospiial nebst dem Gebär - und Findlingshause, und das See-hospital. Unter den wissenschaftlichen und Unterrichtsanstalten nennen wir die 1475gestiftete Universität mit 4 Facultären, 20 ordentl. und IK außerordentl. Professo-ren, einer Bibliothek von 100,000 Bdn., einem botan. Garten, einer Sternwai reund einer 1829 errichteten polytechnischen Lehranstalt, die königl. chirurg. Akade-«nie, welche gegen 200 Zöglinge zählt, die Akademie der Land-und Seecatette»,die königl. und Universitätsbibliothek, die Classen'sche öffentliche Bibliothek von25,000 Bdn., mehre öffentliche und Privatkunstsammlungen, die k. Akademie derWissensey., die k. Akademie der schönen Künste, die Gesellschaft zur Verbesserungder nordischen Sprache und Geschichte, die isländische, die skandinavische G> kellschaft, die chirurg. Akademie. 114 Schulen, z. B. für Taubstumme, für Blindedie Veterinairschule, die gymnastische Anstalt-c. Außer allen Arten von Hand-werkern und Künstlern hat K. Fabriken, welche 14,000 Personen beschäftigen.Dahingehören: die k. Porzellanfabrik, die Tuch-, Cattun-, Leiden-, Baumwol-len-, Wachstuch-und Tapetenfabriken, die Eisengießereien und die 18 Zuckerras-fimnen mit 520 Arbeitern. K. ist der Mittelpunkt des gesamiuten dänischen See-und Landhandels, zu dessen Beförderung die k. Bank mit einem Capuale von2,400,000 Species, die Seeassecuranzgesellschaft, die ost- und westindischen pri-vilegirten k. Handelsgesellschaften und der treffliche Christianskmfen dunen, in wel-chem jährl. an 5000 Schiffe einlaufen. Es sind hier an 80 große Handelshäuser,die gegen 340 eigne schiffe besitzen; auch gehen Dampfschiffe nach Kiel, Lübeck undDobberan. — Seeschlacht, 2. April 1801. Von, 2. — 5. Sept. 1807 wurdedie Stadt von den Engländern bombardirt, wodurch 305 Häuser und Gebäude,darunter die schöne Frauenkirche, ganz verbrannten, an 2000 Häuser beschädigtund unbewohnbar gemacht wurden, auch gegen 2000 Menschen sowol von derBe-satzung als den Bewohnern ihr Lebe» verloren. Die Umgebungen von K. sind zumTheil sehr schön; in der Nähe befinden sich die k. Lustschlösser Friedrichsberg, die ge-
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