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z»m innern Dienste gebraucht unk kommen nie nach Europa , sobaß also nicht vielwehr als 100,000 M. der russischen Regierung für den Krieg von Europa zu Ge-bote stehen möchten. Während des siebenjähr. Kriegs hatte das russische Heer nichtmehr als 10,000 Kosacken. Nach der Einrichtung von 1801 sind gewöhnlich von3 Regimentern 2 Zu Hause, das dritte versieht den Dienst an der Grenze. Beieinem Aufgebote aber müssen sie alle ins Feld rücken und erhalten kann von derrussischen Krone Sold und Rasson. Jetzt bilden sie größtentheils (besonders derkonische Stamm, der überhaupt noch am unabhängigsten ist) die irregulaire flie-gende Reiterei des russischen Heeres, sn abgesonderte Hausen eingetheilt. DieVerfassung der kleinrussischen Kosacken ist beschränkter: sie können fast für regu-laire Truppen gelten. Die Kosaken haben keinen Adel unter sich: Alle sind gleichund können, phne sich herabzusehen, bald befehlen, bald gehorchen. Die Vorge-sehteg werden von ihnen aus ihrer Mitte gewählt; bloß die Oberbefehlshaber wer-den von der Regierung bestätigt und können auch nur mit Genehmigung derselbenwieder abgesetzt werden, Die Befehlshaber stehen sämmtlich i»i Solde der Krone,die gelsicinen Kosacken aber nur so lange, als sie im Dienste sind. ZhieRegnnen-ter (Pulks) sind nach Verhältniß der Größe des Kreises von 500—3000 M. starkund werden von einem Obersten (Hetmann, s. d., in ihrer Sprache Ataina»)befehligt. Auch der Oberbefehlshaber sämmtlicher Corps führt den Titel Het-mann. Die Ofsieiere bis zum Obersten (die Ofsieiere einiger Regimenter, die glei-chen Rang mit den Ofsieiere,I in der Armee haben, ausgenommen) sind ohneRang und können im Entstehungsfalle Unterofsieieren des regulaire» Heeres un-tergeordnet werden. Jeder Kosack ist von, 18. bis zum 50. Jahre kienstpstichtig,Misst sein eignes Dienstpferd haben und sich polnisch oder orientalisch Neiden, wo-bei die Farbe und Güte derKleidungsstücke seiner Willkür überlassen bleibt. IhreHauptmasse ist die 10 — 12 Fuß lange Pike; nebenbei sichren sie eine» Säbel,eine Flinte oder ein Paar Pistolen, auch wol nup Pfeil upd Bogen. Die Lanze,meistens mit einem bunten Fähnchen geschmückt, wird im Reiten, mittelst einesRiemens auf dem Fuße, am Anne oder Sattelknopfe hängend, aufgerichtet ge-tragen. Die Bogenschützen tragen einen Köcher über der Achsel. Auch der Kant-schu, ihre aus Leder dick geflochtene Kardätsche, dient ihnen zur Waffe gegen uu-bewaffnete Feinde, sowie zum Regiere» ihrer Pferde. Weniger geschickt zu re-gelmäßigen Bewegungen, thun sie Wunder bei Anfällen auf Gepäck, Magazineund hebn Verfolgen zerstreuter Corps. Ihre Pferde sind meistens klein und se-hest elend aus, sind aber dauerhaft, gut zugeritten und so schnell, daß sie, da sienicht in geschlossenen Haufen zu reiten brauchen und nur wenig oder kein Gepäckführen, ohne sonderliche Beschwerde und mekre Tage nach einander 12—16 Mei-len zurücklegen können. Zeder Pulk hat zwei oder mehre seidene Fahnen, welchegewöhnlich mit Heiligenbildern geziert sind. Alle übrige kriegerische Geräthschas-ten sind ihnen fremd. Die Taktik der Kosacken und ihre Art, im Felde zu fechten,besteht vorzüglich darin, daß sie sich in kleine» , getheilten Hauken aufstellen undmit solchen den Feind auf allen Seiten, vornehmlich auf den Flanken und iinRücken unter einem lauten, fürchterlichen Hurrahgeschrei, mit gefällten Pikenin dem stärksten Laufe angreifen. Zsi es ihnen gelungen, durch einen solche» wü-thenden Anprall den Feind zu theilen, so lassen sie hie Pike fallen, die an einem Rie-men nachschleppt, greifen zum Säbel oder' zur Pistole und richten dadurch großeVerwüstungen an. Finden sie Widerstand und ist die Möglichkeit zum Eindrin-gen nicht vorhanden, so stäuben sie gleich aus einander, fliehen eiligst zu einen»bestimmten Sammelplätze, bilden dort abermals kleine Haufen und erneuernihre Angriffe so lange, bis der abgemattete Feind zur Flucht gebrecht ist.Dies ist dann der entscheidende Augenblick, wo sie unter die Zerstreut?» oderFliehenden Tod und Verderben bringen. 1510 erbauten sie ihre Hauststanitze