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Kotopaxi
Land,-schulden. Das Bundescontingent 324 M. In der Hptst.Kölhen (700H.und 5500 E.) is! der -Laal sehenSwerth, in welchem die Wappen und Denksprücheder von Ludwig 1617 gestift. fruchtbringenden Gesellschaft befindlich find. Durchdie Tession des Fürsten , 1819, stiftete sein Bruder, PrinzHeinrich, geb. 1778 (bis-her ohne Erben), die Secundogenitur Anhält-Pleß. Das schlesische Fürsten --thum Pleß hat 19 OM., 36,509 E. und 90,000 Gldn. Eink.
Kothurn, eine?(rt hochzeschnürter Schuhe, dergl. Diana und ihre Jagd-nymphen hatten, und die noch jetzt von Jägern in Italien getragen werden: alsoIagdschuhe. Sie waren besonders bei den Kretensern gebräuchlich. Gallenus undPollux beschreiben sie als hohe Schuhe, bis zur Mitte des Beins reichend und mitdurchgezogenen Riemen fest umschnürt, um in rauhen Siegenden bequem laufen undspringen zu können. Auch die tragischen Schauspieler trugen dergl., vielleicht zuerstals Erinnerung an die bacchische» Züge, dann — und dies bewirkte Äschylus —um den Schauspieler dadurch zur Heldengröße zu erheben. Er war von dem Jagd-kothurn dadurch unterschieden, daß er eine wenigstens 4 Querfinger hohe Korksohlehatte. Bisweilen bezeichnet der Ausdruck Kothurn die Tragödie selbst; auf dem er-habenen Kothurn einherschreiten, bedeutet: eine Tragödie darstellen. ,I>I.
Kotopaxi, einfeuerspeienderBergvonllsslLF.HöheüberdemMeere,in den Arides, 11 Meil. südöstl. von der Hauptst. Quito , zwischen dem Berge Ru-minavi, dessen Gipfel einer unermeßlich hohen Mauer gleicht, und dem mit ewigen«Schnee bedeckten Quelvndanna. Die beiden Gebirgsketten der AndeS find hier durchein langes Thal geschieden, dessen Grund 9800 F. über der Meeresfiäche erhabenist, weshalb von hier aus der Kotopaxi und Ehimborasso nicht höher als mancheBerghdrner der Schweizeralpen erscheinen. Der mit Schnee bis zum Gipfel be-deckte Kotopaxi erscheint vorzüglich, wenn die Abendsonne >hn beleuchtet, in einemwundervollen Glänze. Diese Schneedecke verhüllt dem Auge des Beobachters jedeUnebenheit; keine Felsenspitze dringt durch dies Kleid von Eis und unterbricht dieRegelmäßigkeit der konischen Figur. Der Form nach gleicht der Gipfel des Koto-paxi dem Zuckerhut, in welchem steh derPic von Tevde aufTeneriffa endigt; alleiner ist 6 Mal so hoch als dieser. Der Krater ist mit einem schmalen Kranz umgeben,der durch ein gutesFernrobr wie die Brustwehr einerSchanze erscheint; am äußer-sten Rande desselben zeigen sich einige Felsengeschiebe,die, aus ihrer obern Seite eben-falls mitSchnee bedeckt, in einiger Entfernung wie dunkle Streifen aussehen. Diegroße Steilheit diesesTheilS desKegels und die heißen Dünste, welche durch die tie-fen Spalten desselben ausströmen und den Schnee schmelzen, werden für die Ur-sache dieser Erscheinung gehalten. Durch diese Spalten wirft der Vulkan Schlacken,Bimsstein, Wasser und Eisblöcke aus, die mit zerstörender Geschwindigkeit zumRio Nvto und den andern Strömen herabstürzen, welche dem Berge entquellen.A. «.Humboldt besuchte 1802 den Koropaxi und fand die größte Schwierigkeit, nurbis zur Grenze des ewigen Schnee? zu gelangen. Der Kotopaxi ist der höchste Vulkander Anden, die in neuern Zeiten Ausbrüchen unterworfen gewesen find. Er ist derfurchtbarste Vulkan in Quito ; die Schlacken und die Felsenblöcke, welche er nachund nach ausgeworfen, bedecken mehre Quadrarmeilen Landes. Vor Kurzem spieer wieder Feuerfluten und Verderben über die herrlichen Thäler, die ihn umgeben.Die merkwürdigsten Ausbrüche sind die von 1698, 1738, 1742, 1744, 1766,1768und 1803. 1698 wurden eine Menge Dörfer und die Stadt Tacunga mit 3 Vier-th..len ihrer Bevölkerung das Opfer des Ausbruches. 1738 erhoben sich dieFlam-Men fast 3000 Fuß über den Gipfel des BedgeS. 1744 hörte man das Getöse desVulkans in einer Entfernung von niehr als 100 deutschen Meilen. Am 4. April1768 war die Menge der ausgeworfenen Asche so groß, daß der Tag in den nahenStädten Tacunaa und Hambato bis Nachmittags um 3 Uhr dergestalt verdunkeltward, daß die Bewohner mit Laternen auf der Straße gingen. Dem Ausbruche,