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Kreusa Kreuz
I. verlor er, außer seinem Vater, auch noch sein ganzes Vermögen durch das Bom-bardement von Zittau . 1764 wurde er Oberanitsadvocat und 1774 GericbtS-actuarius daselbst. 1797 setzte ihn der Magistrat als Emeritus in den Ruhestand,in dem er 1899 starb. Kretschmann hat sich in mehren Arte» der Dichtkunst nichtohne Glück »ersticht. Den größte» Ruf verdankt er jedoch seinen unter dem Namendes Barden Rhingulpb herausgegebenen „Bardenliedern", linker seinen lnri-scheu und epigrammatischen Gedichten zeichnen sich viele durch Neuheit. Wahrheit,Witz und Feinbeit, sowie durch geschmackvolle «Sorgfalt und strenge Politur aus.In seiner letzten Zeit machte er sich auch als leichter Erzähler bekannt. Sämmt-liche Werke, Leipzig 1784— 1895, in 7 Theilen.
K r <- usa, mehre berühmte Frauen des griechischen Alterthums: insbeson-dere: die Tochter des Krechteus, welche an Uhus, Hcllen's dritten Sohn, ver-mählt, zuvor aus der Umarmung Apollo's den Ion geboren hatte, mit ihrem drittenGemahl aber dcnAchäus Zeugte; sodann dieTochter desPiiamuS und der Hekuba,und Gemahlin des Äneas , welcher mit ihr den Askan zeugte. Als bei dem BrandeTrojas ÄneaS mit den Götterbildern, seinem Vater, ihr und seinem Sohne fluchtete,war sie plötzlich von seiner Seite verschwunden. Er suchte sie vergebens im Getüm-mel, bis sie ihm in verklärter Gestalt erschien und verkündigte, daß die Mutter derGötter, nicht wollend, daß sie Phrygie» verlasse, sie zu sich genommen habe.
K r e u tz e r (Konradin ), einer der beliebtesten deutschen GesangScomponisten,gewann durch gefällige, naive Melodien in seinen Eomposikionen der Frühlings-lieder und Wanderlieder von Uhland zuerst den Beifall der musikalischen Adelt, undhat ihn seitdem durch mehre Composiiionen, besonders für den Gesang, erhalten.Er war früher Capellmeister in Stuttgart , machte dann eine Kunstreise durchDeutschland als Clavierspieler, wobei er zugleich ei» neuerfii»deneS, der Harmonica ähnliches Instrument bekanntmachte. Darauf dirigiere er die Capelle des Fürstenvon Fürstenberg in Donaueschingen . In beiden Anstellungen hat er Mebres fürdie Buhne componirt, Z.B.: „Die Alpenhütte", „Der Taucher " (nach der Balladevon Schiller.). Um 1823 ging er nach Wien , wo er nun als Hofcapellmeisterangestellt ist. Hier brachte er seine romant. Oper „Libussa " mit vielem Beifall aufdie Bühne, sowie er auch den „Taucher" neu bearbeitete. Seitdem haben sich auch dieSammlungen seiner Lieder mitBegleiiung desPianofoite und seineEompositionenfür das letztere Instrument (Concerte, Sonaten und andre Solostucke) vermehrt.
Kreutzer (Rudolf), Tonsetzer und einer der ersten Violinspieler in Eu-ropa, geb. zu Versailles 1767. Seine Lehrer ausder Violine waren Anton Sta-mitz und Viotti . Kaum 13I. alt, spielte er ein von ihm gesetztes Concert öffentlichmit großem Beifall. Im 19. I. harte er zwei große Opern gesetzt, die dem Hosegefielen, sodaß ihn die Königin zu ihren Privakconcerten zog. In der Folge machtecrKiinstrciseu i» Italien, Deutschland und Holland ; daraus wurde er erster Violinistin Napoleons Capelle und bei der großen Oper, aueh Mitglied des Conservatoriums.Gegenwärtig ist er Professor deS DiolinspielS bei der königl. Schule für Musik undDeklamation. Sein Spiel ist durch Eleganz am meisten ausgezeichnet und mit lan-gem Bogenstrich. Er hat an der von Baillot für den Unterricht im Conservatoriumherausgegebenen „Diolinschule" Theil genommen und selbst mehre Concerte, Duos,Sonaten u. s. w. herauSgeg. Für die große Oper hat er den „Astvanax" (mit schönenChören), „Aristipp " und den „Tod Abels", auch einige Ballette gesetzt, und für die ko-mische Oper 9 Opern, darunter„Lodoiska", „Ieanne d'Arc"u. a.m. — Sein jüng.Bruder, beim Orchester der großenOper, ist ebenfalls ein auSgczeichiieterViolinspieler.
Kreuz. Der Umstand, daß Jesus am Kreuze gestorben ist, hat dies beiden Römern übliche Werkzeug der schimpflichsten Todesstrafe zu einem heiligen Zei-chen erhoben, dessen sich die Christen als UnterscheidungS- und Erinnern» gSmerk-mal bedienen. Der Gebrauch, sich zum Andenken Jesu zu bekreuzigen, geht bis