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Kreuzfahrer Krenzzüge
net m-d sichren den Namen Kreuzer, sowie die Gegend, wo sie sich umhertrei-ben, die Höhe des KreuzenS heißt.
Kreuzfahrer, s. Kreuzzüge.
Kreuzherren , K r e u z t r ä g e r,Hn ursprünglich zum Hospital-dienste gestifteter, später zum Klosteileden übergegangener Orden regulirter Chor-herren, welcder sich durch ein rothes Krem auf der schwarzen Kleidung auszeichnet.Noch jetzt sind die Krcuzherren Besttzer ansehnlicher Pfründen in Bohmen und be-kleiden meist Kirchenämter und Professuren an der Universität zu Prag . Sprüch-wörtlich Versteht man unter Kreuzträger einen Menschen, den schwere Leiden drü-cken, einen frommen Dulder, mit Anspielung auf das Leiden Christi, der unterAnderm gezwungen ward, das Kreuz, an welchem er sterben sollte, selbst nach derGerichrsstättc zu tragen. I'.
Kreu ; züge sind die von den christlichen Völkern des Abendlandes seitdem Ende des 11. Jahrh, bis gegen das Ende des 13. Jahrh, zur Eroberung Pa-lästinas unternommenen Kriege. Kreuzzüge wurden sie genannt, weil alle indiese heiligen Kämpfe ziehende Krieger (Kreuzfahrer genannt) das Zeichen desKreuzes trugen. Längst befanden sich die christlichen und mohammedanischenVolker im Kriegsstande, in Asien nicht nur, sondern auch in Europa , wo die demmohammedanischen Glauben ergebenen Mauren oder Mohren sich in der pvrenäi-schcn Halbinsel festgesetzt hakten, und das Christenthum durch den Islamismusbeeinträchtigt worden war. Tief schmerzte es die frommen Volker des Abendlan-des, daß sie das heilige Land, wo der Stifter ihres Glaubens gelebt und für dasHeil der Welt gelitten hatte, wo noch das Grab des Erlösers sich befand, nachwelchem fromme Pilgrime wallfahrteren, i» der Gewalt der Ungläubigen wissenmußten. Die aus dem Morgenlante zurückkehrenden Pilgrime konnten die Ge-fahren, denen ein frommer Wallfahrer ausgesetzt war, nicht genug schildern,besonders ward der fatimuischc Khakis Hakem als ein Nero beschrieben, welcher,der Sohn einer Christin, den Verdacht, daß er selbst geheimer Christ sei, in deinBlute der Christen abwaschen wolle. Dazu kam der kriegerische Unternehmungs-geist, welcher im Mittelalker die fränkisch-germanischen Volker beseelte, und derVortheil, welchen sich die Menschen jeden Standes und Verhältnisses von diesenUnternehmungen versprachen. Der Papst betrachtete sie als tag Mittel, dasChristenthum unter den Ungläubigen auszubreiten und ganze Nationen demSchoße der Kirche zuzuführen; die Fürsten hofften Sieg und Erweiterung ihrerHerrschaft; die Völker erwarteten rühmliche Abenteuer zu bestehen, und der inden meisten Gegenden Europas verarmte Landmann zog willig nach dem Lande,welches man sich als ein Paradies dachte. Auch wurden den Theilnehmern andem heiligen Kriege die kräftigsten Segnungen verheißen. Die Hoffnung, dieheiligsten Örter der Erde zu betreten, mußte auf jedes fromme Gemüth mächtigwirken, und in der gewissen Aussicht auf die Freuden des Himmels verlor der Todseine Schrecken. Aus diesen Ursachen muß man die KreuZZüge und den Eifer derVolker für kiese Unternehmungen erklären. Die Veranlassung zum ersten Kreuz-zuge gab Peter von Amiens, oder Peter der Einsiedler , welcher 10si5 mitandern Wallfabrenden nach Jerusalem gereist war. Nach seiner Rückkehr ging erzu dem Papste Urban II. , schilderte ihm den traurigen Zustand der Christen imMorgenlande und überbrachte ihm ein Schreiben des Patriarchen von Jerusa-lem , in welchem dieser die abendländischen Christen flehentlich bat, ihren bedrängtenBrudern beizustehen. Der Papst eröffnet« die 1095 zu Piacenza , wegen derzahlreichen Menschenmenge unter freiem Himmel gehaltene Kirchenversammlungmit Dem, was ihm Christus durch Peter den Eremiten habe sagen lassen, ließ dieGesandten des griechischen Kaisers AlerinS den traurigen Zustand der Christenheitim Morgenlande schildern, und bewog Viele zu dem Versprechen, den bedrängten