Band 
Sechster Band. K bis L.
Seite
313
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§13

Kröpf Krösus

Zeit da? Vorrecht hat, daß tn ihr diese erhabene Ceremonie veiwichtek wird. („kli.-i-tnire cku 3.->ere <lü Oliai le-; X.", von F. Ist. IKiel, Pari? 1323.) klber beideKrönungen, König (Georgs IV. von (Großbritannien und Kenig .ftarl? X. vonFrankreich , sind prächtige Kupferwerke erschienen. Karl? X. Xrenuiigseid laurereso: „Vor dem Angeflehte (Lottes gelobe ich meinein Volke, unsere heilige Religion-u vertheidigen und tu ehren (cke ininnlonir et >l'l>oi>e>,er), wie e? dem ,'kllercbrist-lichsten Könige und dem ältesten Sohne der Kircbe zukommt; allen meinen kln-er-thanen Gerechtigkeit zu verschaffen; endlich in Gemäkheit der Gesetze des König-reich? und der Dersaffungourkunde zu regieren, welche ich treulich zu beobachtenschwöre; so wahr mir Gott helfe und sein heilige? Evangelium". 37.

Kröpf, eine Geschwulst am vorder» Theile de? Halse?, i» der Gegend derSchilddrüse. Man nennt zwar selbst die Anschwellung und Vergrößerung derSchilddrüse Kröpf, allein genau genommen sind beide verschieden. Der wahreKröpf entsteht außerhalb, wiewol in der Gegend der -Schilddrüse, von Antreibungte? Zellgewebe?, der in ihm befindlichen Adern, Au?treten von Blut und lympha-tischen Feuchtigkeiten, und kann zu einer ungeheuern Größe wachsen, wie bei denKretinen. Die Geschwulst der Schilddrüse entsteht langsam, kann zwar auch sehranwachsen, ist jedoch seltener al? der Kröpf. Sie bildet eine genau umschriebene,von den benachbarten Theilen wohl zu unterscheidende Geschwulst; der wabreKropfentsteht schnell, meisten? au? mechanischen Ursachen, nach Anstrengung, heftigemHusten, Schreien, Tragen auf dem Kopfe, ist im Anfange eine mehr bewegliche,schwammige Geschwulst, die dem Drucke de? Finger? leicht nachgibt. In derFolge erst wird er härter und hier und da gleichsam knorpelig. Die häufige Veran-lassung zum Kröpfe ist da? schwere Tragen bergan, wenigsten? findet man ihn inbergigen Gegenden unter der Classe von Menschen, die von solchen Beschäftigungensich ernähren, am meiste». Mehr al? da? Trinken de? Scimeewasser? tragt wakr-scheinlich der häufige Genuß sehr kalkreicher Wasser zur Entstehung de? Kröpfe?und der Anschwellung der Schilddrüse bei. Der Kröpf ist leichter heilbar, wenngleich im Anfange die gehörigen Mittel angewandt werden; späterhin, wenn dievielen Blutgefäße sich in die Geschwulst fortgesetzt, verlängert und erweitert haben,wenn die Häute und kleinen Mu?keln verdickt, die au?getretenen Feuchtigkeitensich verhärtet haben, wird e? immer schwerer. II.

Krösu?, der letzte Kenig von Lyticn, lebte im 6. Jahrh, vor Cbr. Erwar tapfer und vergrößerte sein Reich durch viele Provinzen in Kleinasien . SeineReichthümer, die er vorzüglich au? Bergwerken und dem Goltsaude de? Flusse?Pakrolu? gezogen haben soll, betrugen mehr, al? irgend ei» König vorher besessenhatte, und der Au?druck „Reichthümer de? Krösu?" bezeichnete m der Folge un-ermeßliche Ldcbätze. Stolz auf den Besitz dieser Güter, ergab er sich einer aus-schweifenden Prachtliebe, hielt sich für den Beglücktesten aller Ldterblichen und em-pfand e?, der Sage nach, einst sehr übel, daß der attische Weise -Lolon, der an sei-ne» Hof kam, trotz dieser ungeheuern Schätze, gegen ihn behauptete, man könneden Menschen nicht vor dem Tote glücklich preisen. Bald aber erkannte er dieWahrheit tieft? Aue-spruch?, denn er verlor 2 geliebte Sohne durch gewaltsameTode?arken, wurde vom Cvru?, den er zum Besten der Babrlonier bekriegt hatte,geschlagen, in der eroberten Hauptstadt Sarde? gefangen genommen und zumScheiterhaufen verdammt. Jetzt rief er, sich jener Rede erinnernd, drei Mal au?:„O Solon!" Cvru?, der den Sinn diese? Ruf? erfuhr, wurde dadurch gerührt,schenkte ihm Leben und Freiheit, nahm ihn al? Begleiter aus seinen Feldzugen mirund behandelte ihn sehr gut. Sein Todeojahr ist nicht bekannt; noch unter Kam-büse?, Cyru?'? Nachfolger, lebte er unk entging seiner Hinrichtung, die schon an-befohlen war, durch die List einiger Hofbedienren. — Dbscbon Einige den Vorfallmir Solon läuznen, Andre aber d«e Verurtheilung zum Scheiterhaufen nicht er-