Band 
Sechster Band. K bis L.
Seite
318
JPEG-Download
 

348

Krug

gründung einer vollkommenen Staatserziehung"; „Nattirrechtlicbe Abhandlungenotee Beitrüge zur natürlichen Rechtswissenschaft"; „Über die Beförderung desWohllaute? der teutschen Sprache". — Die allgemeine Begeisterung des deutschen Volke? 1313 ergriff auch ihn. ?kls nun die Verbündeten alle deutsche Volksstämmezur Ergreifung der Waffen gegen Napoleon aufgefoderr harten, lief, auch er sichbeim fachst Banner unter teil reitenden Jägern einschreiben. Leider verzögerte sichder Ausmarsch diese? Corps, sodaß e? nur an der Einschließung der Festung MainzTheil nahm. Da nach dem Einzug in diese Festung nicht? mehr im Felde zu thunwar, so nahm K. seinen Abschied und erhielt denselben al? Rittmeister -> !-> <nnie.Zn Folge dieser kurzen militairischen Laufbahn gab er 1813 einen „Encyklopädi-schen Abriß der Kriegswissenschasten" Hera»? und hielt Vorlesungen darüber. Dannvollendete er seine ,Meschichte der Philosophie alter Zeit". Hierauf erschien sein„System der praktische» Philosophie" (in 8 Thin.), sowie sein „Handbuch der Phi-losophie und der Philosoph. Literatur" (2 Bde., 3.A., Leixz. 1829). Außerdem er-klärte er sich in Flugschriften über die wichtigsten Zeitgegenstände, zum Theil mit po-lemischer Tendenz gegen Schmalz, Ancillon, Ad. Müller, v. Haller, Hofr. v. Schütz,Harm?, Stourdza, Kotzebue u.A. S. „Denkmal de? heil. Bunde?" war die ersteSchrift dieser Art, worin der Vers. bereit? anzeigte, was man vom heil.Bunde inAnsehung der Türken und (Kriechen erwartete, ehe noch Jemand an den Kampfderselben dachte. S. „(besprach unter vier Augen mit Fr. v. K rüdene r" (st d.)wurde in 1t Tage» 3 Mal aufgelegt und erregte in Rußland eine solche Aufmerk-samkeit, daß Fr.v.Krutener ihr schwärmerische? Wesen wenigsten? öffentlich nichtmehr treiben durfte. S. „Entwurf zur deutschen und Darstellung der engl.sMff^.gebung über die Preßfreiheit" ist zum Theil Übersetz, einer franz. Schrift des Hrn. v.Monrveran. Für die griechische Sache schrieb und handelte er zuerst öffentlich in„(N'iechenland? Wiedergeburt"; „Letzte? Wort über die griech. Sache"; „Neue-ster Stand der griech. ^ache". Mü s. „Darstellung de? Unwesen? derProselvten-macherei durch eine mei-würdige Bekehrungsgeschichte" u. dgl. m. kann man seineFlugschrift: „Üb n- die geistlichen Umtriebe und Umgriffe im Königreich Sachsenund dessen Nachbarschaft" (1828) verbinden. Außerdem hat K. akademische Äele-genheirsschriften m lar. Sprache, viele Abhandlungen in Zeitschriften (z. Th. zu-sammengedruckt in der Schrift: „Kreuz- und O.uerzuge eine? Deutschen aus den«Lteppen der Staatokunsi und Wissenschaft"), Aufsätze in enevklopadischen Wör-terbüchern (besonder? in unserm Conversations-Lerikon) und eine große Anzahl Re-censionen in kritischen Blattern drucken lassen. An der „Leipziger Literaturzeitung"ist er seit 1812 Mirredacteur, unk vorn „Herme?" war er Redacteur während desersten ftahrgang?. Diese Redaction zog ihm aber eine lebhafte Fehde mitMullnerwegen der Recension de? „Piigurd" zu. -Lein anonume? „Distichon, ein neuesTaschenbuch für Freunde des Scherze? und der Satvre", hatte der ängstliche Ver-leger, weil e? Anspielungen auf Napoleon und de» Rheinbund enthielt, nach derSchlacht bei Jena in der Dder versenkt. Später gab dieser verdienstvolle (belehrte,der ebenso lichtvoll die Tiefen der ^peculation ergründet, al? er redlich und an-spruchlo? über die wichtigsten Angelegenheiten de? öffentlichen Leben? sich klar undbündig auSspricht, in seiner „Dikäopolink, oder neueste Restauration de? Staat?,mittelst des RechtSgesetze?" (Leip. 1824) eine Kritik der Staatowlssenschaft, dievielfach zum Denken auffodert und in der Synthese der Realität und Idealität denStreit der politischen Ansichten zu vermitteln sucht. Sei» Versuch: „(Keschichk-licheDarstellung des Liberalismus alter und neuer Zeit" (Leu'!. 1823), gibt einenÜberblick der größten Bewegungen im Viilkerleben, und weist historisch auf diePflicht der Mäßigung in politischen Ansichten hin, welche Mäßigung überhaupt derCharakter diese? freimüthigen Denker? und Schriftsteller? ist. 1828 beantworteteer, durch den Übertritt des Herzogs v. Anh.-Köchen veranlaßt, die Frage: „Welche