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Kugeldrcicck Äugelten (Gerhard und Karl p.)
Punkte innerhalb (dem Mittelpunkte) absieben. Ihr körperlicher Inhalt verhaltsich zu dem eines Cylinders (s. d.) von gleicher Basis und Höhe genau wie2 zu 3, hingegen zu einem mathematischen Kegel von gleicher Basis und Hohewie 2 zu 1. Dieses Verhältnis hat zuersi ArchmiedeS gesunden. Es zeigt, daßdie Kugel m Rücksicht ihres Inhalts Zwischen den beiden andern Körpern mittenrnne sieht; sie erhebt sich aber durch ihre Gestaltung als die vollkommenste überdiese empor. Merkwürdig isi es, wie die Natur, von dem Eie des kleinsien Wulin-chcns bis zu der osronne, in deren Errahlen es sich wiegt von dem kleinsien Tröpf-chen des Thaues bis zum größten der Körper, die im Weltall rollen, ungeachtet derniannigfalrigsten Verschiedenheit ihrer Bildungen, nach dem Ideale der Kugelge-staltnng (siebt. Hiernach isi es kein Wunder, wenn viele weise Männer in denZeiten des Alterthums, wo man sich das Übersinnliche mittelst der Gegenständeder Sümemvelt vorstellte, selbst die Gottheit als Kugel dachten. Künstliche Erdund Himmelskugel, s. Globus.
Kugeldreie ck, sphärischeSDreieck, isi ein von 3 Dogen größter Kreise ein-geschlossenes Stück einer Kugelfläche. Da unsere Erde auch eine Kugel isi, so müs-sen 3 Örter auf derselben, die nicht in einer Richtung liegen, wie Dresden, Wien und Skrasburg, die -Spitzen eines solchen Kugeldreiecks sein.
K ü zeigen (Gerhard v.), GeschichtS- und Portraitmaler, Mitglied derAkad. von Petersburg und Berlin und Pros. an der Akad. zu Dresden , und K a rlv. K ügelgen, k. russ. Hofmaler, Landschaftsmaler, Mitgl. der Akad. von Peters-burg und Berlin, Zwillmgsbrüder, geb. 1772 zu Bacharach am Rhein, erhieltenvon ihren Altern.(der Vater war kurkölnsscher Hofkammerrath) eine christlichfromme Erziehung. Beide zog schon in früher Jugend ein lebendiger Trieb zurMalerei hin; dies und ihre seltene Ähnlichkeit im Äußern erregte Aussehen. Aberdie Malerei war in jener Gegend verrufen; die Zwillinge mußten daher studiren.So wurden sie, 11 I. alr, in das Iesuikengymnasüim zu Bonn gebracht. ZweiJahre darauf starb ihr Vater. Jetzt gelang es den, ältern, Gerhard, von seinerMutter die Erlaubniß zu erhalten, daß er sich der Kunst ganz widmen konnte, undder Historienmaler Ianuarius Zick in Koblenz übernahm seinen Unterricht. Einhalbes Jahr darauf erklärte der Zwillingsbruder Karl, daß er unmöglich etwas An-dres als sei» Bruder trssben konnre. Da er schon in der frühesten Jugend Häu-ser und Bäume mit derselben Lust gezeichnet hatte, wie sei» Bruder Gesichrsbil-dungen, so ward er in ssranksurt a. M. dein Landschaftsmaler Schütz übergeben.Nach einer Übung von kaum 2 I. copirte Gerhard die kleinen Bilder seines Mei-sters so treu, daß man sie für Originale ansehen konnte. Um diese Zeit übernahmder Geschieht-- und Portraitmaler ssesel aus Würzburg den weiter» Unterricht derZwillinge unentgeltlich. Als ihnen die Mutter keine Unterstützung langer gebenkonnte, so wendeten, sie sich an den Kurfürsten von Koln , Maximilian, Erzherzogvon Östreich. Der Kammerpräsident ssreih. Spiegel zum Diesenberg bahnteihnen den Weg zum Kurfürsten, der ihnen eine Reisepension von 299 Dukatenjahrl. 3 I. lang in Rom 'zusicherte. 1791 traten die Bruder ihre Wanderungnach Rom an. Die reiche Schönheit Roms fesselte bald den Landschaftsmaler so,daß ihm das Copiren nach andern Meistern nicht zweckmäßig schien. Den Histo-rienmaler aber zogen die Idealgestalten der Antiken und dar wundersam Hohe inRafael'S Gemälden so an, daß er arzsschließlich nup dieses und jene nachzubildenbemüht war. So ist in den landschaftljch.eii Darstellungen des junger» Brudersdie üppige, oft etwas überreiche »rallenifthe.Nassw, wie in den HMssschen Bildernde? ältern jener nach dem Am,keil stAbende-SchonheitSsinn, nntgeiMhvollemAf-fecte verbunden, nicht zu verkennen. Der franz. Revolurio,-skPeg heumire jedochbald die Verbindung Roms mit den Rheinländern, und es konnre den äArüdern keinGeld »herschickt nvvdpzi. Gerhard reiste daher 1795 mit einen).jungen Lleflanter