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Kunst (Schöye Kunst)
logliiiur, O,'a Verbs »locet, /isis Verb» min,5tr»r,klckur csnN, numersi, 6e poiolerrt, colit sslrs.
Diese Gegenstände machten den allgemeinen LehrcursuS in der Erziehung der Altenaus. In spätern Zeiten wurden freie Künste auch die ungünstigen Gewerbe ge-nannt und den zunfrmäßigen entgegengesetzt. Die freien Künste in unsern»Sinne nun, selbst die, welche auf ediern Bedürfnissen beruhen, haben entwedereinen außer ihren Werken liegenden Zweck, zu welchem sie Verstand oder Willenhinleircn wollen, und zu dessen Erreichung also diese Werke nur Mittel sind, weh-halb sie auch nicht rein für sich selbst gefallen — (sie können daher relative Künstegenannt werden, und zu ihnen gehört z. B. selbst die Redekunst); oder sie sindsolche, deren Werke nur die Erscheinungen.des begeisterten Gemüths darstellenund als solche Darstellungen durch sich selbst gefallen. Letzter» liegt das höhereBedürfniß und der Wunsch zum Grunde, die Momente innerer Anschauungsfülle,die Ideale der Phantasie, sowie die Momente der vollkommensten idealsten Wirk-lichkeit gleichsam für die Ewigkeit festzuhalten und in selbständigen, in sich ab-geschlossenen, der Anschauung durch sich selbst würdigen Formen auszuprägen.Diese Künste werden wir daher absolute Künste, oder vorzugsweise Künste, undihre Werke Kunstwerke nennen. Denn die Darstellung, welche der KunstKennzeichen ist, wird hier auf das Höchste gebracht, zu etwas Absolutem erhoben,indem in der Darstellung selbst das Ideale auf eigenthümliche Weife und in allenihren Theile» zur vollkommensten Anschauung gebracht wird, oder zur Erscheinungkommen soll. Dieses geschieht dadurch, daß die Idee sich mit der dargestelltenForm unzertrennlich verbindet, sodaß diese gleichsam um ihrer selbst willen da ist..Run aber besteht die Schönheit, welche nebst der Wahrheit uüd Güte zu denhöchsten Ideen der Menschheit gehört, in der Übereinstimmung des Sinnlichen undIndividuellen mit dem Idealen, als dessen vollendete Form es erscheint, oder kür-zer, in der Vollkommenheit der Erscheinung. Die absoluten Künste sind also keineandern als die sogenannte» schöne» Künste; und darum werden diese ebenvorzugsweise K ünste, ihr Inbegriff Kunst schlechthin, sowie ihre Werke K u n st-werke genannt. In ihnen herrscht die Schönheit, die durch sich selbst gefällt,ohne fremde Beziehung, und ihren Zweck in sich selbst trägt; dahingegen die Werkeder relativen und niedern Kunst dem Nutzen und der Brauchbarkeit huldigen, auchnicht einzeln und für sich, sondern nur in ihrer Gesammtheit und aus ihren höchstenGipfel erhoben, auf Schönheit, als letzten Zweck aller Hervorbringn,igen, hinzie-len, indem nämlich das Nützliche und Zweckmäßige mit der fortschreitenden Bil-dung der Mensche» immer mehr sich mit dem Gefälligen und durch seine Form Be-deutsamen vereint, ja mir den, allmälig verminderten Widerstände des außer»Stoffs, das Arbeiten und Bilden des Menschen in demselben überall leichter,freier und geistiger wird. >— ll>. Schöne Kunst, oder Kunst vorzugsweise;Kunstwerk, dessen Erfodernisse; Künstler. Die Kunst, von welcher Wü-hler sprechen, ist also die freie Darstellung des Schönen in selbständigen, anschau-lichen Werken, und das Kunstwerk eine einzelne Darstellung (ein Werk) dieserArt. Man hat oft die Kunst Nachahmung der Natur genannt; inwiefern wiraber unter Natur, wie dieser Ausdruck am gewöhnlichsten genommen wird, nur dieuns umgebenden Erscheinungen und Veränderungen der Natur verstehen,insofern steht die Kunst, als Eigenthum des freien Wesens, hoher als diese, und dieSchönheit ist dem Kunstwerke, das nach Ideen erzeugt wird, wesentlich und noth-wendig, d. h. sie gehört zu seinem Begriffe, und ohne Belebung durch Schönheitkann von keinem wahren Kunstwerke die Rede sein; den einzelne» Naturer-scheinungen, welche aus dem Individuellen bewußtlos entstehen, ist hingegen dieSchö-heir nur zufällig. Der Mensch, als höheres Naturwese», vermag daherWcrke hervorzubringen, die ihrer Bekemnng nach die einzelne Naturerscheinung