Kunst (Schöne Künste) 258
des Kunstwerk-? und leichte Wirksamkeit einzelner dar» erfoderlicher Krisle, baldniehr auf da? Ankere benetzen, und dann technische Fertigkeiten genannt werten,die sich mit dem (Nnie leicht verkünden. Denn wir unterscheiden beim Eilten desWerks selbst wiederum den Entwurf von seiner Ausfnbrung und von derDarstellung (s. d.) im engsten Sinne. Wie nun dem Künstler, kraft der inihm berrschcnden idealen Ptzantasie, eine begeisterte Weltanschauung eigen ist,welche ibm die Dinge von ihrer bedeutsamsten Seite zeigt, und durch welche er denNaturgeist ergreift, den Sinn des Menschenlebens deutet und eine neu entdeckteWelt aus seinem Innern hervorgehen laßt: so ist auch die Stimmung selbst, inwelcher das vollendete Werk der Kunst entspringt, immer eine begeisterte: Be-geisterung (s.d.). In dieser Begeisterung offenbart sich uns die höhere, aus-gezeichnete, gleichsam von der (Gottheit angeregte Natur desKunstlers dadurch, daßer mit einer fast insiinktmäkigen Noibwendigkeit, bei welcher die Rücksichten aufdas Äußere, auf seine Persönlichkeit und alle einseitige Ansicht ganz vc>schwinden,obgleich auch nicht ohne höhere Besonnet hcit und ungerheilte Aufmerksamkeit aufdas ihm vorschwebende Ideal, Etwas hervorbringt, was sich nach seiner innern Be-deutung dem einzelnen Naruierzeugnisse keck entgegenstellt, weil es ein unmittelba-res Abbild der Idee ist, die in dem (Gemüthe walket. Und in dieser seltenen Zusanwmenstimmung und Haimonie einer bewußte» und bewußtlosen Thätigkeit, in jenerSicherheit und Nothwendigkeit, mit welcher der Künstler das (besetz lebendig übt,okme an dasselbe zu denke», das Ideale darstellt, ohne sich der Idee, abgesondertvon der Gestalt, bewußt zu sein: hierin liegt eben das Wunderbare des (Keines.Nicht minder auch in dessen geheimer und tiefer Entwickelung, sowie in seinerschnellen Äußerung. Die stNnialuät des Künstlers begreift aber auch eine glück-liche, äußere Organisation, namentlich in Beziehung auf diejenigen Sinne, durchwelche wir die vollendeten Formen der Erscheinungswelt auffassen und darstellen(Schönheitssinne), auf deren Gegenstände sich die Phantasie bezieht und von wel-chen sie gleichsam die (Grundstoffe ihrer Darstellungen empfängt. Nächsidem be-darf der Künstler auch gewisser erworbener, wenn auch durch seine Nanu ihm er-leichterter, technischer Fertigkeiten, der Übung in der Welk - und Lebensansebauungund in dem Gebrauche besonderer Darstellungsmittel (denn jede Kunst hat alsDarstellung ihre besondern technischen Grundlage» und folgt den durch die Na-tur bestimmten (besetzen, nach welchen ein besonderer Stoff bearbeitet wird). unddiese? ist das eigentliche Erlernbare in der Kunst. Dieser erwerblichen Fertiakeuenund Kenntnisse bemächtigt sich der geniale (Nist bei der Darstellung und handbablsie frei. jedoch zweckmäßig, um das im (Niste Vollendete auch äußerlich vor die An-schauung zu bringen. Der mechanische Künstler aber besitzt nur diese Fertigkeiten,der correcte folgt nur der Regel, nicht dem innern Dränge, der bloß talentvolle schafftglänzende Eintclnheiren, aber kein ss'arucs, setzt leich, und glücklich (N^denes zu-sammen, bildet auch wol eigenthümlich und neu. aber nicht aus voller Kraft, eingediegenes, organisches Werk von hoher Musterhaftigkeit und unsterblicher Dauer.IV. schöne Künste, Einihcilung derselbe». Die Kunst ist ihrem Wesen nachEine und umfaßt ein unendliches (Kablet von Darstellungen. In demselben un-terscheiden wir Classen der Darstellungen, in welchen wir die allgemeine künstlerischeTkätigkeit unter gewissen Verschiedenbeiten oder bestürmten Beschränkungen wir-ken seben. Die Einkhellung dieser Classen ist verschieden, nach verschiedenemZweck und BediHniß. Eine ästhetische, mithin wissenschaftliche Einthcllung derschöne» Kunst in^ttzöne Künste, welche von Verschiedenheiten handeln soll, tie stchaus die Schönheit der Kunstdarstellungen oder das innere Wesen der Kunstselbst beziehen, muß von der nothwendigen Verschiedenheit der DarstellungSminelausgehen, deren sich der Meissch als vernünftig sinnliches Wesen bedienen kann,auch muß sie das ganze Kunst-gebiet leicht übersehen lasst» und die Veiwandtschasr
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