Kurland
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Kurilische Inseln
ihm folgte am II.Dec. Sacksen, das zugleich durch den mit Frankreich abgeschlos-senen Friede» zu Posen die Königswürde annahm. Der hessischen Lande endlichbemächtigte sich, nach derSchlackt bei Jena, Napoleon , und erklärte den Kurfürstenderselben für verlustig, ^o gab es nur »och zwei Titularkursürsten, von Trier undvon Hessen . Ersterer ist gestorben; Letzterer, der nach dem >Lrurze derNapoleomdenin s. Land zurückkehrte, hat den Kursürstenkikel beibehalten; da aber ein deutscherBund souverainer deutscher Fürsten an die Stelle des deutschen Reichs getreten ist,so hak dadurch dieKursürstenwürde ihrem Begriff undWesen nach ihr Ende erreicht.
K u r i l i s ch e I n se l n, im 18. Jahrh, nach und nach von den Russen ent-deckt, erstrecken sick in geringer Entfernung von einander von Kamtschatka bis Japan und China . Diese Inseln (ohne Iesso 25, zusammen 145 kUM. groß) sind, was ihreBeschaffenheit anlangt, erst seitKrusenstern'sReise genauer bekannt. Dienördlichentragen Lerchenbäume undFichten, die südlichen spanischesRohr, Bambus und Wein-stöcke. Die Bewohner terftlben (etwa 1000), welche Kurilen genannt werden(worunter man aber auch die Bew. der angrenzenden Küste von Affen und des südk.Kamtschatka versteht), sind Heiden, und einige derselben kommen an Sprache, Ge-stalt und Sitten den Japanern nahe, andre hingegen den Kanxschadaken, von de-nen viele, bei der Eroberung Kamtschatkas durch die Russen, sich nach den kurili-schcn Inseln fluchteten. Einige der Inseln haben von beiden Stammvölkern Ein-wohner. Die sudl. Kurilen stehen unter japanischer Herrschaft, viele davon sindober ganz unabhängig; die nördl. hingegen (21) sind nur einigermaßen dem rus-sischen Reiche unterworfen und geben meistens nur, wenn sie erst gezwungenwerden, Meerotlern, Füchse und andres Pelzwerk als Tribut.
K u r i s ch e s H a s f, ein 44 Meilen breiter Meerbusen (29 UlM.), der beiKönigsberg in Ostpreußen anfängt, und den die schmale, 15 Meilen lange, sandigeHalbinsel, kurische Nehrung (Niederung), von der Ostsee absondert, mit derer bei Memel durch einen kleinen Canal, das Tief, verbunden ist.
Kurland, ehemaliges Herzogthum, wozu auch Semg allen gehörte;jetzt ist beides die russische Statthalterschaft Mikau (509 L>M., 581,300 Einw.).Nach Wakson hat K. 413 OM. mit 384,189 Einw. (11 Städte, 10 Mktss, 8Sloboden), darunter 361,102 Lutheraner mit 141 Kircken; die übrigen Bekennt-nisse baben 19 Kirchen. Don 692 Meierhöfe» gehören 112 der Krone. K. liegt ander Ostsee und ist ein flaches Land. ^ sind Waldung; 23 IHM. nehme» Sümpfe,über 300 Seen und 118 Bäche ein, von diesen ergießen sich 42 in tie Aa, 55 in dieWindau, 6 in den östl. Grenzfluß, dieDüna, und35(Aa, Windau, Liebau u.s.w.)ins Meer. Das Übrige ist Moor- und Sandboden, der beste an Lieflands Grenze.Die Luft ist rauh, aber gesund. Getreide, Flachs und Hanfwerden verschifft, auchLeinsamen, der bloß seiner vorsichtigen Ausdörrung, damit er nicht unterwegs ver-dirbt, den Ruf verdankt, bessern Flachs als inländischer Lein im Auslande zu erzeu-gen. K. hat reiche Jagden; bei dem geringen Fall der Gewässer ist Überfluß anFischteichen; Bienen - und Rindviehzucht sind blühend. Es gleicht Holstein durch-aus, nur daß der Himmel in K. rauher ist. Folge der Lage ist, daß es an Minera-lien nur Torf und Eisen besitzt. Die Einw. sind Deutsche, Live», Polen und Ju-den. Die herrschende Sprache ist die deutsche. Außer Branntweinbrennereien fin-det man wenige Fabriken. In Liebau und Windau ist der Haupthandel; die ehe-malige herzogl. Residenz Mitau ist der Sitz des Statthalters. Hier, wie in Liefland,regierte einst der deutsche Orden. Er gründete in beiden Landen das große Gutöei-genthum niitder Leibeigenschaft. Solange dieOrdenüaristokratie herrschte,bewachtesie die Gutsaristokratie so strenge, daß der Bauer Eigenthum mit leichtem Dienst be-saß, aber nicht von der Familienstelle vertrieben werden konnte. Erst nach dem Unter-gänge der Ordenslandeshoheit, unter den durch die Gutshoheit und deren Repräsen-tanten, die Oberräthe, beschränkten Herzogen, entstand jenesLegen der Bauernstellen