Labat
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den, Landschaften u. dgl. versucht. Aber dennoch herrscht in seinen Gemälden vielKraft, GeistundAnnehmlichkeit. Das pariserMuseum besaßniehre seiner Arbeiten.
Labat (Johann Baptista), Dominicaner, Missonnair und Reisender, geb.1663 zu Paris , legte in s. 19. I. das Gelübde ab. Darauf lehrte er Mathematikund Philosophie in Ranch, wo er zugleich die Stelle eines Predigers versah; 1693kehrte er nach Paris in das Dominicanerkioster in der Straße St.-Honor<-zurück.En> bald daraus von dem Superior der Dominicaner auf den franz. Antillen ein-,laufender Brief, in welchem dieser Geistliche seine Brüder in Europa aufloderte,zu seiner Unterstützung nach den Inseln zu kommen, weil eine ansteckende Krankheitviele Ordensglieder weggerafft habe, bestimmte L. augenblicklich seinen längst ge-hegten Plan, als Misswnnair zu nützen, auszuführen. Da s. Kenntnifle den Vor-stehern des Ordens auch in Frankreich nützliche Dienste zu leisten versprachen, hatteL. Mühe, sein Vorhaben durchzusetzen. Er schiffte sich mit mehren Ordensbrudern1693 in Rochelle ein, landete 1691 auf Martinique und erhielt sogleich die Ver-waltung des Kirchspiels von Makuba, welchem er 2 Jahre vorstand, worauf er nachGuadeloupe gesendet wurde, um dort auf einer Besitzung des Ordens eine Wasser-mühle erbauen zu lassen. Seine mathemat. Kenntnisse empfahlen ihn dem Gou-verneur, der ihn aufeiner Reise durch die Insel mitnahm, um die besten Punkte, woVertheidigungSanstalten angelegt werden könnten, auSinitteln zu helfen. Zurück-gekehrt nach Martinique , fand L. s. Stelle daselbst durch einen Andern besitzt, erhieltaber zur Schadloöhaltung dar Amt eines Generalprocureurs der Mission, in wel-chem er Gelegenheit hatte, den ganzen Umfang seiner nützlichen Thätigkeit zu ent-wickeln, und zugleich durch s. mathemat. Kenntnisse der Regierung vielfach zu die-nen. Auf mehren, in Geschäften der Misson unternommenen Reisen untersuchte erdie ganzen Antillen, und als 1103 die Engländer Guadeloupe feindlich angriffen,erwies er seinen LandSleuten als erfahrener Ingenieur große Dienste. 1105 warder in Angelegenheiten des Ordens wieder nach Europa gesendet, und in Tadir lan-dend, ergriff er sogleich diese Gelegenheit, um sowol die Umgegenden dieser Stadtals die ganzeKnste von Andalusien bis Gibraltar geometrisch und wissenschaftlich zuuntersuchen. Auch Italien , wohin ihn s. Angelegenheiten riefen, besuchte er, undkehrte endlich 1116 nach Paris zurück, wo er im Kloster Rue du Bac sich mit derHerausgabe eines Theiles seiner Schriften beschäftigte und den 6. Jan. 1138 starb.Man hat von ihm eine, mehrmals aufgelegte und in mehre Sprachen übers. „Reisenach den amerikan. Inseln", welche eine recht gute Darstellung der Naturgeschichtedieser Länder, insbesondere mehrer kleiner, wenig besuchter Inselchen, des Anbauesder dortig-n Gewächse, des Ursprungs, der Sitten, der Religion und der StaatS-kinrichtungen ihrer Einw., sowie d-r merkwürdigsten polit. Begebenheiten, welchesich während der Anwesenheit des Verf. daselbst zugetragen haben, enthält; fernereine naturgeschichtliche Beschreibung der Länder zwischen dem Senegal , dem Tap-Blanc und derSierra-Leone, eine Reise durch Spanien u. Italien , und einc Ubers.des Werks von Eavazzi über das westl. Äthiopien . Außerdem gab L. noch die Rei-sen des Ritters Demarchais nach Guinea und Eavenne und die „Memoiren desRitters d'Arvieux", dessen Reise» nach Palästina, Syrien und derBarbarei enthal-tend, heraus. Zu L.'s Ehren haben die Naturforscher einem paar Bäumen vonder Insel Tuba und aus Tayenne, aus dem Fliedergefchlecht, s. Namen beigelegt.
Labe (Louise), bekannt u. d. N. der schönen Seilerin (!.-> 1>e>lo <-»r>li, ><),wurde 1526 oder 1521 zu Lyon geboren. Ihr Vater ließ sie in der Musik, in meh-ren -sprachen, sogar im Reiten und andern mikitair. Übungen unterrichten. Sokam es, daß sie sich für den Soldatcnstand bestimmte und 15-13 mit dem franz.Heere u. d. N. Tapitain Loys der Belagerung von Perpignan beiwohnte. Manrühmte die Stärke ihres Arms und ihren Muth. Als aber die Franzosen die Be-lagerung von Perpignan aufheben mußten, leistete Louise auf den Militärdienst