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Lahyre
nach Paris und übergab der Regierung einMemoire. Wirklich wurde, allstesfranz. Geiantten Verwende,> i„ Hern. allen Waadtländern ?lmnestie gewährt, je-doch niil Ausnahme derer, d'e durch Schriften die Unruhen im Waadtlande ange-stiftet hatten; und so blieb L. davon ausgeschlossen. Noch mehr dadurch gereizt,li ß er neue Pamphlete im Druck erscheinen, und übergab endlich 1797 dem franz.Directoriuin eine von 22 ausgewanderten Patrioten der Waadt und FreiburgSunttrzeichnete Bittschrift, worin die?iuSiib!u,g der 1565 durch den Vertrag vonLausanne festgestellten Gewährleistung von Frankreich begehrt wurde. Dem zu-folge ließ das Directoriuin den Beschluß vom 6. Nivose ergehen, welcher die waadt-ländischen, sich auf die Rechte ihres Volks berufenden Bürger unter Frankreichs unmittelbaren Schutz stellte. Dieser Gewalkschrirt rief die Revolution der Eidge-nossenschaft hervor, und unter L.'S Mitwirkung ward die helvetische Republik ein-gerichtet. Aber bald zeigte sich, in welche Übel dadurch die Schweiz gestürzt worden.L. ttat ins Directorium, und verfolgte, der öffentlichen Stimme zum Trotz, seinSvstem mit der größten Hartnäckigkeit und unter den schwierigsten Verhältnissen,bis ein Beschluß der gesetzgebenden Räthe das Directorium auflöste. L. ging inseine Heünath zurück, wo man sich begnügte, ihn unter Aufsicht zu stellen. In-deß bewahrte er auch nach seinem Sturze, bei Freunden und Feinden, den Ruf derRedlichkeit. Er war im Begriff, Lausanne , wo er lebte, zu verlassen, um sichnach Paris zu begeben, als ihm der Zufall einen, mit dem Name» des General-fecretaus Mousson unterzeichneten Brief in die Hände führte, in dem von einerVerschwörung gegen den ersten Consul Bonaparte, der in Italien Melas gegen-überstand, die Rede zu sein schien. Wahrscheinlich war der Brief untergeschoben,entweder um L. oder die Regierung in Unannehmlichkeiten zu verwickeln; aber dieÄhnlichkeit der Handschrift täuschte ihn. Er übergab ihn dem Gerichte, worauf diegesetzgebenden R>Vhe Mousson's und Laharpe's Verhaftung befahlen. Man ver-siegelte seine Papiere, verhaftete ihn am 2. Juli 1800 und führte ihn nach Bern .DieseSchmach schien ihm unerträglich, und er entging ihr durch die Flucht. Bona-parte empfing ihn in Paris mit einem Ton, aus dem hervorleuchtete, wie sehr ergegen ihn eingenommen sei; seine Ideen fanden nicht Eingang. Seitdem lebte L.auf seinem Landhause, Pleffis-Piguet bei Paris , machte 1801 eine Reise nachRußland und kehrte 1802 mit Beweisen der Achtung seines kaiserl. Zöglings zurück.1814 besuchte er denselben in Paris und wurde zum russ. General ernannt. Beimwiener Friedenskongreß war er für die Unabhängigkeit der Camone Waadt undAargau und deren Trennung von Bern sehr thätig. Er lebt seitdem in seinem Va-terlands als Privatmann, aber in hoher Achtung seiner dankbaren Mitbürger. Ineinem Briefe (Lausanne 25. Juli 1829, im „Olobe") widersprach er der Behaup-tung des Predigers Empeytaz (in der „biotiee »ur l'Lmz,. Alc-.v."), daß Frau vonKrüdener die heil. Allianz bewirkt habe.
Lahore (eigentlich Etienne Vignoles), ein tapferer Ritter Karls VII.von Frankreich und treuer Gefährte des Mädchens von OrleanS . Den Haß gegendie Engländer, welche damals Frankreich verwüsteten, hatte L. gleichsam mir derMuttermilch eingesogen, denn der Wohlstand seiner einst reichen und angesehenenFamilie war, wie so vieles Andre, durch diese Feinde seines Volks zerstört worden.Als 1418 Coucy durch die Derkätherei der Geliebten des Commandanten an dieBundesgenossen der Briten, die Burgunder, überging, stellten L. und der nicht«linder tapfere Peler de Taintrailles sich an die Spitze der noch übrigen Besatzungund führten die kleine Schar glücklich durch ein mit Feinden bedeckter Land, unterbeständigen Gefechten. Nachdem ?. in Valois und in der Champagne mehreglänzende Rittcrlhaten vollbracht hatte, eilte er dem bedrängten Drlcans zu Hülfe.Don der Regierung dieser Stadt an den Dauphin (Karl VII. ) gesend.t, um Un-terstützung von diesem zu erbitten, fand er den schivachen und genußsüchtigen Für-