Band 
Sechster Band. K bis L.
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und Übeifmnlichen und große Vorliebe für poetische Landschaftsmalern machen dieEigenthümlichkeit dieses Dichters aus, der jedoch oft ins Gekünstelte und Breite,bisweilen auch ins Schwülstige sich verliert. Sein Versbau ist leicht. WenigerBeifall fand, obgleich es reich an einzelnen schönen stellen ist, s. „Uort <>«- 8vcru-le", 1823. Der Plan dieses Gedichts scheint nicht gehörig überdacht zu sein;auch ist die Sprache ungleich, und der Versbau bisweilen vernachlässigt. Aberkühn, schwunghaft, reich an Phantasie hat sich der junge Dichter wieder in seinen„^«nv.'Ues >>,«>,!iditinii-i >><>öti<iuc->" (Pur. 1823) gezeigt. Nur mißfällt der classi-schen Schule in Frankreich L.'s mystischer Ton und fremdartige Dichlersprache, inwelcher V»ung Byron seine Vorbilder sein sollen; allein gerade diese tiefsinnige,ernste Richtung ist es, die der großentheils allzu leichtfertigen und stachen franz.Poesie bisher Noch that. Eins der letzter» Gedichte in jener Sammlung ist „Bona-parte" überschrieben. Vorzüglich schön sind: Das Crucifix ; An die Vergangenheit;Der sterbende Dichter; Die Freiheit. Nach diesen und ähnlichen Dichtungen istman geneigt zu glauben, daß das Studium des Romantischen in deutschen und bri-tischen Dichtern das schwärmerische, für alles Große und Tiefe empfängliche Ge-müth des jungen L. von dem in Frankreich seit Boileau'S Zeit herkömmlichen Dich-terpfade abgeführt und in neue Bahnen geleitet habe. L. hat in s. „I <ti,c ü äl. tä-i-rimir Dc-lari^iii" (1821, und in L.'s „I.p,ti<->", Paris 1825), der ihm s. „Kenlvtlk5 viril!-,r,i.<i" geschickt hatte, s. Abscheu vor der revolutionnairen Freiheit schönausgesprochen, und Delavigne (Bibliothekar des Herzogs v. OrleanS ) in einer ebensoschönen Epistel, welche den Cultus seiner Göttin, der Vernunft- und bürgerlichenFreiheil vertheidigt, darauf geantwortet. Beide Briefe sind musterhaft auch inHinsicht des Tones, in welchem zwei politische Gegner als Dichter mit einandersprechen. L. gehört nämlich in seinen politischen Meinungen der rechten, Delavigneder linken Seite an. 1825 ward L. zum Secretair bei der franzöü Gesandtschaftin Florenz ernannt, wo er wegen einer Stelle in s. Gedichten, die sich auf Italien bezog, mit dem Obersten Gabr. Pepe einen Zweikampf hatte. Gust. Schwab hat„Auserles. Gedichte von A. de Lamartine" metrisch übers. (Stuttg. 1826).

Lamberk (Johann Heinrich ), Philosoph und Mathematiker, geb. den 26.Aug. 1728 zu Mühlhausen im Sundgau, wo s. Vater, Lucas, ein Schneider war,ward auf Kosten des Magistrats unterrichtet. Da ihm zum weiter» Stutiren dienöthige Unterstützung fehlte, bestimmte ihn der Vater zu seinem Handwerke. Umseine Wißbegierde zu befriedigen, studirte er desNachtS, während er f. jungen Ge-schwister wiegen mußte. Er verfertigte kleine Handzeichnungen und verkaufte sie,um sich das nöthige Licht zu verschaffen. Mathematische Schriften zogen ihn vor-züglich an. Dieser Eifer für die Wissenschaften bewog bald einige biedere Menschen,ihn unentgeltlich unterrichten zu lasten. Kenntniß der Mathematik, derPhilosophi«und morgenländischenSprachen erwarb er sich in (.Vaterstadt. Seiner zierlichenHandschrift verdankte er eine Schreiberstelle. Im 15. I. ward er Buchhalter indem Eisenwerke eines Herrn de la Lampe, wo er französisch lernte. 17 I. alt kamer als Secretair zu Iselin nach Basel (damals Herausgeber einer Zeitung); alleindie mechanischen Geschäfte dieses Amt« befriedigten seinen denkenden Geist zu wenig.Daher empfahl ihn Iselin dem Präsidenten v.SaliS als Hofmeister, bei welchemer, von einer guten Bibliothek unterstützt, sich in allen Wissenschaften vervollkomm-nete und besonders s. mathematisches Genie entwickelte. Nach einem achtjährigenAufenthalte in Chur begleitete er 1756 s. Zöglinge nach Göttingen , wo erCorre-spondent der Societät der Wissenschaften wurde, von da 1757 nach Utrecht , und1758 nach Paris, Marseille und über Turin nach Chur zurück. Nach einem kur-zen Aufenthalte in (Vaterstadt begab er sich 1759 nach Augsburg , wo er (Werküber diePhotometrie (s. d.), die er als Wissenschaft begründete, drucken ließ.Mitglied der Akademie der Wiffensch. in Baiern war er nur kurze Zeit, werk er sich

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