Lampi (Familie) Lancasker 407
lampen verfertigt, die für den Gebrauch aufdem Skudirkische nichts zu wünscheübrig lassen. (-L. T herm olampe.)
L a in p i (Johann Baptist, Ritter v.), Portraitmaler, geb. 1751 zu Nomens in Tirol, gebildet von seinem Va'er, der Maler war, und von Überstreichet in Salz-burg, hierauf in Fr. Loren;»'? Schule zu Verona, liest sich 1773 in Trient nieder,wo er viele historische Stücke malte. Dann wandte er sich ganz zum Bildnißmaken.Seine in Innsbruck gemalten Portraits empfahlen ihn in Wien , wo er seit 1783lebt. Joseph >1. ernannte ihn 1786 zum Mitgliede der Kunstakademie, zum Prof.und Rath. 1787 malte er in Warschau, dann in Petersburg , wo er 6 Jahre blieb,die ausgezeichnetsten Personen, meistens in Lebensgröße. 1768 erhob der Kaiser ihnund s. Nachkommen in den Reichsritterstand. 1822 wurde er mit Beibehaltungseines GehaltS jubilirt. — Sein älterer Sohn, Johann Baptist, Ritter v. L.,geb. 1775 zu Trienr, studirte in Wien unter Maurer und Füger, malte 13 Jahrelang in Petersburg Portraits, Figuren in Nationaltrachten rc., und kehrte nachWien zurück, wo er seit 1813 Mitglied der Akademie ist. Eins von seinen neuernBildern ist eine Fortuna. — Der jüngere Bruder, Franz Ritter v. L-, geb. 1783zu Klage,ifurk, ist Portrait-, Schlachten-und Landschaftsmaler, lebte 10 Jahre inWarschau, kam 1828 nach Wien und kehrte 1824 nach Polen zurück.
Lancaste r(LLi>' James), der erste eugl. Seefahrer, welchereine nach-Ostindienbestimmte br,r. Flotte befehligte. Mit 3 Schiffen ging er den 10. April 1561 inPlpmoukh unter Segel, büßte aber im Canal von Mozambigue eins derselben ein.Mehre Prisen, die er den Portugiesen abnahm, entschädigten ihn für diesen Verlust.Nachdem er bis Malakka gekommen, auch auf Ceylon angelegt und überall sich be-müht hatte, seinen Landsleute» nützliche Handelsverbindungen zu knüpfen, lichteteer im Dec. 1562 die Anker, um nach Europa zurückzukehren, ward aber vo» einemSturme bis zu den bermudischen Inseln verschlagen und endlich genöthigt, an einemEilande unweit St.-Domingo anzulegen. Hier ward er durch die Treulosigkeit desgrößten Theils der Wchiffscguipage verrathen; denn, indem er mit 21 Mann ansLand ging, segelten die Andern fort und überließen ihn und seine Begleiter ihremSchicksal. Ein franz. Fahrzeug fand die Uiiglucklichen und brachte sie nach St.-Domingo. So kam L. glücklich wieder nach Europa (1563). 1601 ward er aufsNeue mit einer Expedition in die indischen Gewässer gesandt; sein Steuermann warder nachher durch seine Entdeckungen bekannt gewordene John Davis. L. schloß aufdieser Reise ungeachtet der H inderniffe, welche ihm die damals in jenen Gegenden sehrmächtigen Portugiesen in den Weg legten, abermals mehre den Engländern nützlicheHandelsverbindungen mit den Beherrschern von Torbav, Bantam u. s. w. ab. Einfurchtbarer Ldturm, welcher ihn auf der Rückreise im Golf von Mozambigue über-fiel, trennte seine kleine Flotte. Er übergab daher einem noch bei ihm gebliebenen,minder beschädigten Schiffe Briefe für die ostindischc Compagnie, in welchen er die-ser Gesellschaft die Aufschlüsse mittheilte, die er sich von einer nordweistliche» Durch-fahrt nach Ostindien verschafft hatte, und befahl dem Capitain in der Stille weiterzu segeln, wahrend er alles Mögliche that, um die ihm anvertraute reiche Ladung zuretten. Dies gelang ihm, und er lief nach manche» Gefahren glücklich >» dieDünenein. Auf die bestimmten Angaben dieses kühnen Seefahrers rüstete endlich Englandunter den Capitainen Wevmouth und Hudson eine Expedition aus, die nordwestlicheDurchfahrt zu versuchen, welche man nicht fand, wiewol man mehre bedeutendeEntdeckungen machte. Bassin, dessen Namen die große Bai im Nordosten Amerikas noch fuhrt, kam bei diesen Unternehmungen (die in neuester Heit verschiedentlich wie-derholt worden sind) am weitesten, und von ihm ward, zu Ebren des ersten Anregersdieser Idee, die unter dem 74. Grade liegende Meerenge, welche zwischen Norddevonund dem Baffinslande den Eingang zu dem westl.Polarmeere bildet, „LancasterS-Sund" genannt. L. selbst, zum Ritter erhoben, starb 1620. Beschreibungen seiner