Band 
Sechster Band. K bis L.
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Namen nachgedruckt und von Dan; in seinem „Tommentar über das deutscheP ivairechr", ohne dieses zu bemerken, wörtlich abgeschrieben ist. Dem folgten„Untersuchungen über das vermeintliche Aller der deutschen Landstände". L. em-pfahl sich dadurch dem auf seinem Familietische bei Göttingen anwesenden Mini-ster, nachmaligen Fürsten v. Hartenberg, der ihm auftrug, das hardeuberger Fa-inilieuarchiv zu o.dnen, und durch den er 1795, nach dem Tode des Regierungs-raths «pieS, geh. Archivar in Plassenbnrg wurde. — Hier hatte er eben den1. Thl. s. „Geschichte des Fürstenihums Baireuth" zu «lande gebracht (1798),als man ihn bei der preussischen Gesandtschaft in Rastadt als Legaiionssecrelair an-stellte. Dort erregte er Aufmerksamkeit durch seine statistischen Tabellen (Ba-sel 1798), in welchen er den Umfang des Länterverlustes am linken Rheinufer,von den Unterhändlern der Fürsten meist übertrieben dargestellt, und dagegen dieEntschädigunaSmittel der «nft.r, von der geistsichen Partei als unzureichend undunpassend geschobert, echt und unparteiisch, obwol nicht jeder Partei zu Dank,auSznmitteln und einiges Licht in die Materie der Secularisationen, in der diefranzös. Gesandten so viel wie gar nicht orientirt waren, zu bringen versucht hatte.1799 trat L. als Kriegs-und Domainenrath zu Anspach ein und arbeitete dortden 2. und 3. Thl. seiner „Baireuiher Geschichte" aus, mit dem Bestreben, denLeser soviel als möglich in das Innere des Hof 'ebens, der öffentlichen Verwaltungund des bürgerlichen DcrdenS einnlführen, daher auch Heere» davon urtheilte,daß zur Zeit kein andres deutsches Land eine Gsschichte habe, welche aus diesemZeitraum eine solche Anschauung gebe. Der Vers. selbst ist der Meinung, daßder erste Theil nicht genug ruhige Hal'ung, durch Anstreben an die Müller'scheManier und durch das Aufgreifen philosophischer Geschichrsmarimen (so wolltees damals die Schule) eiwas an seiner Natürlichkeit gelitten habe, welches sichaber in den 2 andern Theilen wieder gegeben. Nie konnte er sich jedoch mit derAnfoderung der alten Gatterer'schen Schule vereinigen, daß die deinscheii Ge-schichtschreiber niemals anders als unter Begleitung eines ticken UrlunteubandeSanS Licht treten sollten. Nach Übergabe der Provinz Anspach an Baiern wurdeL. Dwector des provisorischen Kammercollegiums (1806) und nachher des Kreises,1810 aber zuni Director des Reichte» chivs in München ernannt, dessen Bildunger übrigens erst selbst bearbeiten und die Instruclion für ten Archivdienst und dasneue Personal entwerfen mußte. Zugleich erhielt er das Referat über alle Archiv-sachen in> Ministerium und die Stelle eines Vorstandes in der MinisterialieetionteS ReichsheroltamteS. Die Basis des Archivplans war: „alle Provinzialarchive,so weit sie nicht lieber dem Hauplarchiv emvei leibt werden, bleiben als Filiale ab-hängig vom RAchSarchiv; die Urkunden werden in doppelter Art bearbeitet, chro-nologisch als Regesten, und dann materiell zu alphabetischen Reperro sien der Orteoder Dbjecie, welche sie betreffen". Bei dem Reichsh-roldamte aber ging derSinn des Ministers Grasen von Montgelas dahin, die vielfachen AdelSusurpakio-neu in Baiern turch die gesüdene» Legiiintalionen abzufüllen und selbst neueAtelsverleihungen ohne Guiei b siß möglichst zu beschränken, weil die Anmaßungenemes armen Adels dem Burg-astante selbst höchst lästig sein müßten. Ja es wärevielmehr dahin zu arbeiten, daß der unbegüterte Briefatel so viel möglich cuSge-nie. ;t, und nur ein MajoratSadel der gt ösern Güiei bescher und ein Ver dtenstadelder Drdensrirttr, und lei beiden nur immer in der Forifühiung durch die Erstge-borenen, zugelassen wurde. Die Idee ist jedoch zur Zeit nur bei den Drdensrit-tern v>i wirklicht und auch dadurch das neue Atelsedict sehr beschränkt worden. Dieweiter» Arbeiten L.'S im Reichsarchsive gingen dahin, die Urgeschichte vo»Baiern selbst zu basiren ) durch besseie Ausmnreltmg der Gauen, vermöge ihrer Ver-gleichung mir den alten Dlöcesangr.nzen; 0) zu entwickeln, wie aus dnseii Genenpnd ihren gaugräffichen Familien endlich förmliche Territorien und regierende Ge-