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schlechter, durch Vereinigung derselben aber das jetzige Königreich Vatern hervorge-gangen sei (seine Abhandlungen hierüber stehen in den Denkschriften der Münchner Akat. mit den erfode, lichen Bezeichnungen aufderMannerl'scben Charte). Die wie-ner , Jahrbücher" und andre Richter haben dieser Derfahrungsart volle Gerechtigkeitwid. fahren lassen, und den Wunsch geäußert, daß jede andre deutsche (beschichte aufdieselbe Art vom Grund herausgearbeitet würde. Weil indessm bei bieder Gelegen-heit der große Umfang, denBaiern in seinem unhistoiisch ausgedehnten Nordga» bigan den Spessart, und auf der andern Seite durch seine angeerbte bairifcheMark bigtief »ach Ungarn gehabt haben soll, in Abrede gestellt wurde, auch in dem erüenVer-such, jeden Gau sogleich mit dem Archivdiakonat oder den Ruralcapiteln in Überein-stimmung zu bringen, manche irrige Bezeichnungen der Localitäten vorgefallen seinmochten, so erschienen von S iten des jetzt verst. v.Pallhaus n, dernichk einmal denGrundsatz derDiöcesangrenze anwenden lassen wollie und eine solche historische An-fechtung der bairischen altenGrenzen gleichsam als einen Siaatsverrath ansah, deß-gleichen von Seiten des Akademikers Günrhner, wegen dr angegriffenen „U«nn-irn'nin l! >!on" (,,Die in Iluü n vor den R'chterstuhl derKritik gefoderk"),
heftige Geg nschriste». Unterdessen hat L-, was sich ihm zu Berichtigung seinerfrü-hern Angaben und zu neuen Combinationen, besonders auch nach den competentenBemerkungen eines Hormavr, dargeboten, geprüft und benutzt, und nach diesen 2Charten, als das Ultimat keiner j tzigen Ansicht, die eine 63 Gauen, die andre 91Territorien begreifend, auf der Universiiätsbib'iokhek in Göttingen niedergelegt. L.hat auch die Sage von den 30 Söhnen des Babo in Anspn ch genommen und sichüberhaupt wea-m seiner kalten Ansicht aller historischen Sagen von Manchen denVorwursder Hvverkritik und eines tief inS Fleisch g wachsenen Skepticismus zuge^zogen. Auf Begehren des Grasen von Vöonlgelas vei fersiqte er einen 2. Theil zuLori's chronologischem Auszug, von 117?—1291, und mit eben desselben Vermissenund Aufmuntern, aus dem reponwten Archiv der oberdeutschen Icsuitenprobj,n,eine„Geschichte der slesuiten in Baiern ", wozu die „zn>»,e- Uoxlli" den Dorlärfermachten; auch wurde er amtlich mit den Hülfsmitteln versehen, um aus die Angriffeeines Grafen v. Reisach eine Schutzrede auszuarbeiten: „Der Minister Graf vonMontgelas unter der Regieruna König Maximilians". Das letzte historische Werk,wozu er noch in München die Materialien sammelte, war die „Geschichte HerzogLudwig desBärtigen" (Nürnb. 1321) ganz in derManierder baireutherGeschichteangelegt, und ^gleich in der Absicht, noch Andre anzuregen, die haitische Geschichte,wie es jetzt nnr der östre ich sehen geschieht, iheilweise durch Biographien zu bearbei-ten, aus denen endlich ei» gründliches Ganze entstehen könnte. Der Wunsch,unberührt zu bleiben von allen politischen Änderungen, die er kommen sah, undentledigt aller fernern Neckereien von Seiten einiger Ultrabaiern, welche es einemNeubaier, oder Ausländer, wie man in München zu sagen pflegte, nicht verzeihenkonnten, daß er sich in ihre Geschichte mengen wolle, erzeugten in L. den Entschluß,wieder nach Anspach als Kreisdirector zu gehen (1815). Bald führte aber derAustritt des Grafen von Montgelas aus dem Ministerium Umstände herbei, unterwelchen L. eine ihm vorbereitete Zurücksetzung nicht erwarten wollte, sondern zumvoraus seine Entlassung und volle Pensionirung nahm (1817). Jetzt beschäftigter sich auf seinem durch eigne Cultur erschaffenen reizenden Landsitze ausschließendmit literarifchen Inteiessen; hauptsächlich vollendete er seine „lline.-.til 1,-,'uiieuoder „lleinu, Ibuxn Nil, (München 1822—28, 4 Bde., 4.), d. I.
einem chronologisch svnchronistischen Verzeichnis aller alt- und neubcürischen Ori-ginalurkunden bis 1300, ein Unternehmen, das ebenfalls unter dem Schutze desGrafen v. Montgelas die ei ste Entstehung erhalten hat, von seinem Nachfolger, Gra-fen von Rechbero, aber nicht minder treulich gepflegt ward, und wozu die Regierungalle Kosten des Diucks und Verlags darreichte. Aus diesen Stunden seuur tandli-