Laon (Schlacht bei) Lapcrouse 44 S
Gruppe noch gar nichts gelitten hatte, so küntllich verkleidet sei» konnten, daß auchder g-übteste Beobachter glauben mußte, sie sei au« einem einzigen Steine verfertigtgewesen. Auf alle Fälle wird die Sache dadurch zweifelhaft. Man hat von L. ver-schiedene Copien neuerer Künstler, u. a. eine von Bacio Bandimlli, aufgestellt zuFloren; in der mediceischenGalerie; fernereine von Bronze gegossene, nach einemModell von Giacopo Tatti oder Sansovino. Diese Copie kam nach Frankreich .Die Gruppe desL. selbst steht auf einem etwa mannshohen Piedesial. Diese ?luf-stellung ist zu niedrig, da die Hauptfigur über Lebensgröße hat. Wahrscheinlichhatte das Werk ehemals eine höhere und vortheilhafteie Stellung. Es hat eine an-ziehende Dergleichnng der Poesie und bildenden Kunst in der Bearbeitung einesund desselben Stoffes veranlaßt. Hierauf bezieht sich Lessing'S berühmte Schrift:„Laokoon, oder über die Grenzen der Malerei und Poesie".
Laon (Schlacht bei), am 9. März 1814,s. Chat illon.
Laperouse (Jean Franecns Galaup de), geb. 1741 zu Albi, ward durchErziehung, Neigung und Studium ein ausgezeichnet,r Seemann. Seit 1756machte er den Seekrieg gegen England mit, witmiere sich von 1784 — 78 ganz derSchiffsahrtSkuiide und besuchte die entlegensten theile der Erde. Beim Ausbruchedes Kriegs 1778 zeichnete er sich unter d Estaing aus, ward Ech-ffscapilain underhielt 1782 den Auftrag, die engl. Niederlassungen in der Hudsonsbai anzugrei-fen. Das Eis hemmte seine Fahrt in der Bai, und nach viel.» Schwierigkeitenkam er vor dem Punce of Wales -Fort am Flusse Churchill an, das sich auf die ersteAuffoterung ergab Er zerstörte noch einige andere Niederlassungen, die in frühernZeiten von den Franzosen, als sie Canada besaßen, angelegt worden waren. 2. be-wies dadurch, daß er sich ganz zu Entdeckungsreisen eigne. Ludwig X VI., derausgezeichnete Kennlnisse in der Erdkunde besaß, wollte damals eine Entdeckungs-reise unternehmen lassi n, um den Franzosen einen Antheil an dem Ruhme zu ver-schaffen, den besonders Cook den Engländern erworben hatte; zugleich beabsichtigteer dabei auch Hantelszwecke. Daher wurde, nach des Königs eignen Ansichten,ein Entwurf aufgezeichnet, der noch vorhanden und mit vielen eigenhändigen Rand-anmerkungen desselben begleitet ist, die ebenso ausgebreitete Kenntnisse als wohl-wollende Gesinnungen verrathen. Hauptgegenstände der Unternehmung waren derWallsischfang im südlichen Weltmeere und der Pelzhandel an der Nordwestküstevon Amerika, um die Pelzwaaren von hier nach Sina und wo möglich nach Japan zu führen, und in Hinsicht der Länderentdeckung die Unterst chong der Nordwest-küste von Amerika und der japanischen Meere, der Salomon-Jnseln im Südmeereund der Südwestküste von Neuholland . Fleurieu (s. d.), L. 6 Freund, arb iteteden Entwurf vollends aus und bereitete die Mittel zur Ausführung. Alle Gelehrtewurden eingeladen, diejenigen Untersuchungen anzugeben, welche zur Förderungder Fortschritte menschlicher Kenntnisse am meisten beitragen konnten, und mehrederselben schifften sich mit L. ein, nnl kem Auftrage, die von ihnen vorgeschlagenenUntersuchungen zu leiten. Die Fregatten La Boussole und L'Astrolabe wurdenausgerüstet, und jede mit 100 Matrosen bemannt. L. b-fehligre die erste, undDelangle die andre. Beide Schiffe gingen im Aug. 1785 unter Segel. Nach ei-nem kurzen Aufenthalte auf Madera und der Insel Santa Tatarina, an der Küstevon Südamerika , umsegelten sie das Vorgebirge Horn und erreichten im Febr.1786 die Bai de la Conception, an der Küste des Wüdmeeres. L. segelte daraufnördlich, berührte die von Cook entdeckten Oster- und Sandwichinseln und gingunweit Mount «t.-Ellas, ungefähr unter dem 60° Br., aus Land. Er haktediese lange Fahrt in weniger als 3 Monaten zurückgelegt. Er fand einen von Cookübersehenen Hafen, den er Port des Fram.ais nannte. Er untersuchte mehrePunkte, die dem engl. Beefahrer entgangen 'waren, konnte aber in der ihm ver-gönnten kurzen Zeit keine genaue Nachforschungen an dieser von vielen BuchtenEonveksatlonS-Lericon. Bd. VI. 29