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Sechster Band. K bis L.
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450 Lapereuse

durchschnittenen Küste machen, die späterhin Dancouvre genauer untersuchte. derjedoch diesem Unternehmen mehr als 3 Fahre widmete. Nach kurzer Ruhe in Meu-terei) bereiteten sich die Seefahrer, das stille Meer zu durchschiffen, um die zweiteHauptaufgabe, die Untersuchung der japanischen Gewässer, zu lösen. Sie gingenim Sepr. 1736 unter Segel und entdeckten nördlich von den Sandwichinseln eineunfruchtbare, kleine Insel, die den Namen Necker erhielt. Darauf erreichtensie die marianische» Inseln und landeten im Febr. 1737 zu Manila , dem Haupt-orte der philippinischen Inseln. Hier verweilten die Schiffe lange, um ausgebessertzu werden. Im April desselben I. richtete L. seine Fahrt nach den Küsten derTo-tarei und den japanischen Inseln. Man kannte diese Ei dgegenden bis dahin bloßaus den Nachrichten der Missionarien, und L. erwarb sich das Verdienst, die Zwei-fel gelöst zu haben, welche diese verwirrten Berichte erweckt hatten. Don der InselQuelpakrt steuerte er nordwärts, bald längs der Küste der Tatarei, bald längs derjapanischen. Dicke Nebel entzogen ihm oft den Anblick dieser Küsten bis er sie un-ter dem 15. Breitengrade im Lichte eines heitern Himmel? sah. DieSeefahrerbe-fanden sich in einer Meerstraße, die sich nordwärts immer mehr m verengern schien.Als sie die Fahrt an der Küste der Ta«arci eine Zeit lang fortgesetzt hatten, näher-ten sie sich den nördlich von Japan liegenden Inseln, wo sie den Hafen d'Estaingfanden. Sie kamen ün Juli über den 51. Gr. der Br., wo aber das Wasser plötz-lich so seicht wurde, daß sie ihre Fahrt nicht forisietzen konnten. L. untersuchte dieMeerstraße abwechselnd auf der Ost- und Westseite, und überzeugte sich, daß Untie-fen den Weg gänzl'ch sperrten. In der bedenklichen Lage, die ein heftiger Südwindnoch »achtheiliger machte, fand er mm Glück eine schöne Bucht an der Küste derTatarci; sie erhielt den Namen CastrieS . Man unttrsi chtt die Geaenden, wohindie Fregattcn nicht gelangen kommen, m KanotS, fand aber keine Fahrstraße, undkonnte nicht bis zur Mündung des Flusse? Amur gelangen, wovon man nicht weitwar. L. glaubt, daß die Insel ö^ackalin (S galien), die er östlich lugen ließ, wirk-lich von der tatarischen Küste abgesondert ist, die S maße aber, welche sie trennt,durch die Anschwtinmungen des Amur, der sich gerade in den engsten Theil dersel-ben ergießt, „»fahrbar gemacht wird. Krissenstern, der von Nordm her in jeneStraße fuhr und gleichfalls von Untiefen aufgehalten wurde, bestätigte L.'S Mei-nung. Der engl. Capital» Broughron aber, der L.'S Weg verfolgte und gleichfallsgehemmt wurde, will eine Sandbank gesehen haben, welche die Fahrstraße sperrte.Als L. wieder südwärts steuerte m d an der Küste der Insel Sachalin blieb, entdeckteer unterm 45" 10' der Br., südlich vom Vorgebirge Crillon, die Meerenae, die sei-nen Namen führt. Die Berichte der Miss onarien hatte» bis dahin alle Ländernördlich von Japan irrig u. d. N. Iesso begriffen; die Entdeckung jener Meerengeaber zeigte, dast sie 2 Inseln bildeten, wovon die eine Sachalin heißt und von derMeerenge Laperouse, die andre. Tschika genannt, durch die längst bekannte StraßeSaugaar abgeschnitten wird. L. steuerte dann zwischen den kurilischen Inseln hin-auf nach Kaimschatka und landete im Sept. 1787 im Petcr-PaulS-Hafen. Ge-gen Eiide desselben Monat? stemmte er südlich längs den Schiffer- und Freund-schaftsinseln lind kam 1783 in Boranvbai an in dem Augenblicke, als der Commo-dore Philirp diese Bai verließ, um die engl. Niederlassung nach Port Iakson zuversetzen. Die Seefadwer hatten auf dem beschriebenen Wege großen Verlust erlit-ten und zurrst an der Nordwestküste von Amerika die Bruder Delaborde, die mitAndern in einem Kanot umkamen, späterhin aber den Befehlshaber der FregatteL'Asirolabe und den Naturforscher Lamanon in einem Gesichte mit den Wilden aufeiner der Schifferinscln eirwebüßt. Don Boranvbai au? meldete L. dem Scemini-ster im Febr. 1788, daß er die Absicht habe, nach den FreundschafiSmseln zu steuern,den sudl.Theil von Neu-Caledonien, die Insel Santa Cruz de Mendana, Eurvil-ke's Arsaciden-Land (der sütöstl. Theil der Insel Neu-Georgien in Australien ) und