Band 
Sechster Band. K bis L.
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Lapivurschrift ilaplace

Bouaainville'eLouisiada z» untersuchen, und zu erforschen, ob dieses Land mitNemguinea zusaniinenhänge, dann eine neue Straße zwischen Neuguinea und Neuhol:land aufuilnchen, nach dem Meerbusen von Carpentaria zu steuci n, die ganze westl.Kül7e von Neubolland bis zu Van Diemens-Land zu befakren und endlich im Dee.1788 auf Isle de France zu landen. Dies war die letzte Nachricht, welche manvon L. erhielt, und den Faden, den sie angibt, verfolgte d'Entrecasteaup, der179! zur Aufsuchung der buchen F egatt.n von der franz. Regierung ausgeschicktwurde, aber nirgends eine Spur fand. Auch die Bewohner d r Freundschaftsms ln,die sich doch Cook'S und einiqer Sranier, die 178! sie bestickt hallen, wobl e, inner:ken, wußten nichts von den si anz. Seefahrern zu berückten. Ebenso wenig sank mauSpuren von ibm auf den übrigen Inseln, die er batte besuchen wollen, und aufkmcrKüste wurden Trümmer gefunden, die auf eine Vermuthung bäkten führen können.Alles schien die Wobrscheinlichkeit zu begründen, daß der unglückliche ^eefahi er aufdem Wege von Boranybai nach den Freund schaftsinftln unigekommen sei. Sind diebeiden Freaaklen während einer Nacht, als sterben dicht neben einander segelten, aufeine jener MeereSklippen, die man häufig im stillen Meere findet, gerathen, so konn-ten beide scheitern. Auf ähnliche Weise scheiterte der eng!. Seefahrer FünderS 1805unweit der Küste von Neuhollond. Er glaubte in einem Wrack, das er auf derKlippe fand, die Trümmer von L.'S Fregatten zu fihen. Die franz. Regierung ließnach den von L. aus Kamtschatka lind Botanvbai eingeschickten Tagebüchern durchMilet de Mureau eine Beschreibung von L.'S Reise (1797) verfassen und gab denErtrag des Verkaufs der Witwe des Seefahrers. Erst im Scpt. 1827 erfuhr derbrit. Cap. Dillon auf Tucopia, einer von den Freundschofisinfeln, daß die beidenSchiffe des Gr. L. beiDanicoro Schiffbruch gelitten, und daß nur wenige von derMannschaft sich auf diese Insel gerettet hätten, die ober nicht mehr am Leben wä-ren. Hierauf untersuchte der franz. Eap. t'Uiville (des Asirolabe) im Febr. 1828die Buchten und Korallenriffe von Daniccro. Da fand er auf den Klippen WannundPaju Überbleibsel von L.'S Schiffbruch: Anker, Kanonen u. a. m. Er errich-tete s. unglücklichen Landsst'utcn auf eimr Klippe jener Insel ein Denkmal, undlangte der. 29.Sept. aufIslc de France an, von wo er in Calais mit den aus L.'SSchiffbruche aufgefundenen Gegenständen (5 Metall. Kanonen, einem silbernenDegengriff u. a. mir dem franz. Wappen bez. Sachen) am 4. Febr . 1829 eintraf.

Lapidarschrift, von Upck. Stein, eine Schrift, welche auf steinernenDenkmälern gebraucht wird. Da dergleichen Inschriften wegen der Beschränkt-heit des Raumes kurz und gedrängt sem müssen, so ist darum auch der Lapidarstylals ein Muster von bündiger Schreibart betrachtet werten. Sie hat ihre eignenRegeln für die Absetzung der Reihen.

Lapis Lazuli, s. Lasurstein .

Lapithen, s. Pn-jthous.

Laplace (Pierre Simon, Marg. de), Mathematiker und Astronom, geb.den 31. März 1749, Sohn eines Landmanns in der Normandie , g'ng «u« derProvinz nach Paris , wo er sich bald durch seine Kenntnisse in der Analysis und derHähern Geometrie bekanntmachte, in welchen er jedoch Logrange nie gleich kam. L.wurde nach und noch Mitglied der Akademie der Wissenschaften, einer vonden 40 der franz. Akademie und Mitglied des Iln^eau >!<-<. louAitusic?. 1796erschien sein berühmtes Werk: ,,I.xpo.cklü»> ei» 8v-ckä,no cku n.oiulr" (8. Aufist,Paris 1824, 4.; deutsch von Hauff). L. war dem politischen Verkehr ne-ben dem wissenschaftlichen nicht fremd geblieben; daher wurde er nach dem18. Brumaire von dem ersten Consul zuni Minister des Innern ernannt. Indeßsieht man aus den Unterredungen Napoleons mir Las Cafes, daß man eingroßer Astronom und ein schlechter Minister sein kann. Lucian Bonaparte er-setzte ihn bald in jeneni Popen. Darauf ernannte Napoleon L. zum Mitglied

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