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des Senats, dann zum Dicekanzler, endlich zum Kanzler desselben. In einem Be-richte an den Lenat zeigte L. 1805 die Nothwendigkeit, statt des revolutionnairen,den gregorianischen Talender wieder einzuführen. Von s. übrigen Werke» ist insbe-sondere s. „lruitü sie inö^niegue cälcsw" (1109—1805, 4 Bde., 4.), s. „Theo-rie über die Bewegungen der Planeten" (1184) und s. „Philosophischer Versuchüber Wahrscheinlichkeusberechnungen", sowie s. „Analytische Theorie" derselben(beide 3. Auf!., 1810) zu bemerken. 1814 stimmte L. für die Entsetzung Napo-leons . Nach der Restauration wurde er vom König zum Marquis und Pair er-nannt. Er starb zu Paris den 5. März 1821.
Lappland (Lrameland), Landschaft im nördlichsten Theile von Eu-ropa , 64—11", grenzt gegen N. an das Eismeer, gegen S. an Nordland undFinnland, gegen Ö. an das weiße Meer und gegen W. an Norwegen . Es wirdeingetheilt: 1) in das norwegische (Finnmarken), 2) in das russische, und 3) indas schwedische Lappland. Das norwegische Lappland , etwa 1800 OM. groß,nimmt den nördlichsten Theil Lappland« ein und w rd zu dem norwegischen StifteDronlheim gerechnet. Das russische Lappland wird in Muremannsch.porie, inTerSkoy-Leporie und Bellamoreskoy-Leporie eingetheilt, begreift dennonöfll. TheilLapplands und gehört zu dem Gouvernement Archangel. Das schwedische Lapp-land, welches den südl. Theil Lapplands einnimmt, war sonst in 1 Lappmarkeneingetheilt: Iäneslands-Lappmark, I.) Angersmannslands- (Aselm) Lapp-
mark, e) Uineo Lappmark, ei) Pitcä-Lappmark, o) Lulea-Lappmark, s) Tornea-Lappmark und g) Kemi Lappmark. Seit dem Frieden von Friedrichshamm, wo-durch Finnland an Rußland abgetreten wurde, gehören ein Theil von Tornea-Lappmark und ganz Kemi-Lappmark nicht m hr zu Schweden, sondern zu Ruß-land, und sind mir dem Gouvernement Finnland verumgt worden. Das schwe-dische Lappland hat keine Städte, sondern nur 31 Dorfschaftcn oder Flecken mirungefähr 8000 Emw. (init Einschluß der Colomsten). In diesen Dörs rn befin-den sich 11 Kirchen, welche nur aus Balken und Brctern zusammengefügt sind.Lappland ist en> rauhes, waldiges, theils bercsges, theils ebenes und sumpsigeSLand, durch welches sich die Kette der neidischen Alpen mit ihren weil verbreiterenÄsten zieht. Sie verflacht sich allmälig g gen Osten hin; auf der Nordwestseiteist sie am höchsten. Viele Bäche und Flüsse ergießen sich von diesen Gebirgen indas nördliche Eismeer und den bothnischen Meerbusen. Auch gibt es zahlreicheSeen, zum Th-il von beträchtlichem Unifang?. Der Winter ist lang und strenge,der Sommer kurz; der längste Tag dauert in den südlichern Gegenden 24 Siun-den und in den nördlichsten 3 Monate; ebenso lang ist dann die längste Nacht imWinter. Der Boden ist nur in den südlichsten Gegenden des schwedischen Lapp-lands des Anbaues fähig, in andern wachsen bloß verschiedene Moos- und Flech-tenarten, auch eßbar« Beeren. Die Waldungen bestehen aus Tannen, Fichten,Erle», Birken und Weiden. Nur die Colonisten in diesem Lande haben Pferde,Rindvieh und Schafe; bei den Lappen vertritt das nützliche Rcnnlhür nebst demHunde die Stelle aller übrigen HauSthiere. Von wilden Thieren gibt es Wölfe,Bären, Vielfraße, Luchse, Füchse, Marder, Hermeline, Fischottern, Hasen :c.An Zngvögeln und andern: childen Geflügel, sowie an Fischen, ist Überfluß. VonMineralien findet man Ei^n, Kupfer und silberhaltiges Bleierz. Lappland istsehr spärlich bevölkert; die Einw. und theils Lappen, als Ureinwohner, theils Co-lonisten. Die Lappen, oder wie sie sich selbst nennen, Same (denn Lappe haltensie für ein Schimpfwort), sind ein finnisches Volk, und ihre Zahl kann etwa 9000(davon 4000 unter schweb., 8000 unter norweg . und 1000 unter russ.Herrschaft)betragen. Sie sind zwischen 4 und 5 Fuß hoch, oft auch darunter, haben eine brauneGesichtsfarbe, schwarzes Haar und einen kraftvollen, abgehärteten, sehr gelenkig uKörper. Sie sind von Natur gutartig und sanftmüthig, gaben keine hervorstechende