Larchcr Larissa "15!?
Laster, ober auch keine große Tugenden; überhaupt zeichnen ste sich durch ibre(Gleichgültigkeit aus, lieben jedoch ihr Vaterland und sind in ihrer Ai r glücklich.Sie gerben Häut?, verfertigen Zwirn aus den Sehnen der Reunthiere, webenDecken, stricken Handschuhe, machen hölzerne. Geräihschaften, Kähne, Schlittenund-die ihnen nöthigen Kleidungsstücke, DieKleidung beider Geschlechter ist wenigvon einander verschieden, beinahe nur durch wehre» Flittcrputz zeichnen sich dieWeiber aus; beide Geschlechter tragen Mützen, Dberröcke, lange Hosn undStie-seln, entweder von Leder oder von Pelten oder von grober» Tuch. Im Sommerwohnen die Lappen unter Zelten; ihre Winterwohnungen bestehen in runden, ausStangen ausgerichteten und mit Bii kenreisern lind Rasen über kleideten Hütten, dieoben ein Luftloch für den Rauch haben. Die Nahrungsmittel liefern ihnen theilsdie Reunthiere, theils die Fische. Nach dieser verschiedenen Nahrung theilen sichdie Lappe» in Rennthier . oder Berglappen uud in Fischerlappen. Jene ziehen mitihren Rennihierheerden von Weide zu Weide. Ein wohlhabender Lappe hat einigehundert Rennrhiere, die auch zum Ziehen der Schlitten und zum Tragen der Lastengebraucht werden. Die Fischerlappen hingegen, welche wenig oder keine Reunthierebesitze», nähren sich fast allein von der Fischerei. Sie schlagen Robben, sangen Vo-gel und stell, n den Eidergänsen nach. In diesen Fall kommen auch die Reiintlner-lappen, wenn sie durch Seuchen oder andres Unglück ihre Heerden verlieren. Ehe-mals waren die Lappen Fetischanbeker, jetzt sind aber alle getauft; doch haben sie ihrealten religiösen Meinungen den ihnen aufgedrungenen christlichen Glaubenslehrenbeigemischt.
Larcher (Pierre Henry), Philolog und Alterthumsforscher, geb. 1726 zuDijon , ward von seinen Altern zur Jurisprudenz bestimmt, entfloh aber »achParis , wo er sich im (lollc^c seinem Hange zum Studium der Sprachenund humaner Wissenschaften ganz ergab. Bald nachher reiste er »ach London ,um sich im Englischen zu vervollkommnen, welches er, nächst dem Griechischen,besonders liebte. Seine schriftstellerische Laufbahn eröffnete er mit Übersetzungenaus jenen beiden Sprachen. Bald nachher trat er als Gegner Voltaires mit derSchrift: „d>»p;>Io»w,,l ü In >>l>iloiio>>lno eis l'liistoiro" (1761), auf, dem mehreandre Streitpamphlete folgten. L.'S Hauptwerk ist die Übersetzung des Hero-dot (1786, 7 Bde., 4.; neue Aufl. 1802, 9 Bde.), deren Werth durch gelehrteAnmerkungen erhöht wird. Er war seit 1778 Mitglied der Akademie der schönenWissenschaften, deren Memoiren er mit gehaltvollen Abbandlungcn bereicherte.Zn der Folge ging er in das Institut über, wurde Professor der griech. Sprächean der kaiserl. Üniversftät und starb zu Paris an den Folgen eines Falles, den 22.Dec. 1812. (Vgl. Wolfs „Liter. Annalen", Bd. 1.)
Laren (I uniiliaies) hießen bei den Römern die Familien-und häuslichenSchutzzöllen. Sie standen als Bilder von Holz, Stein, Metall, gewöhnlich aufdem Herd in einem Schrein (laruii»,r>), bei Vornehmer» auch in der Schlafkam-iner oder eignen Lararien (Hauscapellen). Man opferte ihnen in wichtigen Fallenein Ferkel, Lamm oder Kalb. Von den häusliche» Laren unterschied man die öffent-liche», die vorn ganzeii Staate, einer Stadt oder einer ganzen Menschenclasse ver-ehrt wurden. So war Lttlvan ein allgemeiner Lar der Landleute, Ma-Ster Krieger.Die öffentlichen Laren waren Zwillingssohne der Nymphe La>'a voni Mercur. Ihnenund dem ebenfalls als öffentlichen Lar verehrten jedesmaligen Kaiser wurde im An-fange des Mai zu Rom ein Fest gefeiert. (Vgl. P e na tcn.)
Largo (in der Musik) wird gewöhnlich für die langsamste musikalische Be-wegung (s. Tempo) genommen. Em Stück, welches dies Zeitmaß zur ÜberschriftHai , muß von kurzer Dauer sein, weil es sonst die Aufmerksamkeit ermüden würde.Ein geringerer Grad wird durch Larghetro bezeichnet.
Larissa (türkisch Ienischeher), Stadt in Thessalien am Peneus (Salam-