Band 
Sechster Band. K bis L.
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Last.nis Lsisso

Rotk> und Gelb, welche zu Lasurfarben tauglich sind. Zur blauen Lasur kann man sichdes Bei linerdlaues und blauen Tannins, zur rathen eines EzuraclS der Cochenille inWein -, oder Terpentingeist, d s rotben Tarniins, auch des fiorentiner Lacks bedie-nen, zur grünen ist der sogenannte testillirte Grünspan (Grünsponkrystall) anr ge-eiqnrssten, und zur gelben ist eine Mischung von Gummi Guitä, Safran undDraehmblut, od-rvon Turcume, Lbrlean, löioldwurzel u. dgl., in Weingeist oderTerpentinöl ausgezogen, anwendbar. Die trockenen Lasurfarben w rden aufdemFarbe,isteure mir Terpeinhtiiöl fein gerieben, mit etwas Ollack, am besten Kopalfir-niß, vc: mischt und aufgetragen ; tue flüssigen Enracre aber braucht man bloß miteinet» Lackflrniß zu vermischen und aus den Metallzrund aufzutragen. Von derEbenheit oder Gleichförmigkeit des Auftrags hangt viel für die «-chönheik einer La-sirung ab. Der abgetrocknete Auftrag der Lasursarbe wird eben geschliffen undzuleht e.n Anstrich von bloßem Lackflrniß gegeben, wodurch erst die völlige Aufklä-rung der Lasur bewirkt wird, durchweiche man nun den Metallgrund durchschün-mer» si-hr. Die gelbe Lasur nenne man auch Goldlack, wodurch man weißenMetallen oder Meiallbelegungen (Zinn, Silber) eine Goldfarbe, gleichsam eineLackoergoldunz. gibt. Auf Hlechwaarcn vorzüglich werden Lasirungen von allenFarben angewendet.

Laskaris (Konstantin), einer der berühmtesten unter jenen Griechen, dieim In. Iahry., aus ihrem Vakerlande verjagt, nach Europa flüchteten und, dielckberreste ikrer alten Cultur dahin verpflanzend, eine neue Epoche der Wiffenfchaftund Kunst begründeten. Er kam um I lni nach Iiasim, wo Franz Sfsrza,Herzog von Ma land, ihn aufnahm und zum Lehrer seiner Tochter Hippolyta inder ginech. Sprache und Luerauir ernannte. In der Folge lebte er zu Rom unterdem Schutze des Cardmals Beffarion, und zu Neapel , wo er öffentlicher Lehrerwurde. Gegen Ende seines Lebens wollte er in sein Vaterland zurückkehren, ließsich aber in Mesflna festhalten und lehrte daselbst bis zu seinem Tode 1i!)3 mitdem glänzendst ii Veisall. Unter seinen Schriften ist die „Griechische Gramma-tik", die er für seine -Schülerin in Mailand aufgesetzt, die bekannteste. — Augderselben Familie stammte auch Laskaris (Andreas Johannes oder IaiwS),mir dem Peinamen Rhyndacenus, vielleicht von keiner Vaterstadt. Lkr lebteam Hose des Lorenzo de Medici , der ihn in der Folge nach der Levante schickte, '.»NMan'.ucripre und Kunstwerke zu kaufen. Nach Loren:,os Tode folgte er einerEmlatung des Königs Karl Vtll. nach Paris , wo er die griech. Sprache lehrteund späterhin von Ludwig X!l. als Gesandter nach Venedig geschickt wurde.Papst Leo >.zog ihn nach Rom und stellte ihn an die Spitze eines LchrinstuntSfür junge Griechen und einer ebenfalls von ihm gestifteten griech. Druckerei. EineGesandischaft brachte ihn an den Hof des Königs Franz l. in Fonrainsbleau. Die-ser schickte ihn in gleicher Eigenschaft nach Venedig , wo er sich niederließ, bis PapstPaul ili. ihn wieder nach Rom lockte. Aber er starb, ans der Reise dahin schonerkrankt, Kalo nach seiner Ankunft, 1535. Wir verdanken ihm außer manchenAuSg. und Erläuterungen griech, Schriftsteller, namentlich der Anthologie, ei-nige grammatische Abhandlungen und eigne epigrammatische Gedichte. — Vil-lema i n(s. d.) hat in einer Ldchrfft: „Laskaris, oder die Griechen im 15. Jahrh."das Zeitalter des griech. Emflaffes auf die Literatur des Abendlandes dargestellt(PariS 18Ü5; deutsch, Virasdurg).

Lasso (Delanoo ti), («>,,.>,uln, einer der größten Tonkünstler

des 16. Jahrh. Er war zu Mons im Heunegau 153i> geb. Theanus berichtet,daß er seiner schönen Stimme wegen als Knabe entfuhrt worden sei. Ferd. Gou-zaga, Vicekömg von Bestien, nahm ihn mit nach Italien und ließ ihn in der Musikunterrichten. Als er u» 18. I. seine stimme verloren hatte, hielt erffich 8 I.