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Lateiner
Last
zu Neapel a^s Musiklchrer auf. Darauf wurde er Capcllmeister bei St.-Lateranin Rom . Hier blieb er über 2 I. und reiste darauf in sein Vaterland, um seineAstern wiederzusehen, die er aber nicht mehr am Leben fand. Mit Zul. EäsareKrancac',» reiste er darauf nach England und Frankreich und hielt sich dann einigeJahre in Antwerpen auf. Hier erhielt er den Ruf als Capellmeister nach Mün-chen von dem Herzog Albert von Baiern. Karl IX., König von Frankreich , beriefihn zwar nach Paris , allein L. erhielt auf dem Wege dahin die Nachricht von des-sen Tode, reiste nach München zurück und wurde vom Herzog Wilhelm sogleichwieder in seine Stelle eiliges ht. Er blieb in dieser Stelle bis an seinen Tod 1585oder 1535, sehr geehrt von allen Kroßen und vom Kaiser Maxanilian > i. in den Adel-stand erhoben. Orlando war durch seine geistlichen und weltlichen Compositionengleich berühmt. Er war Verbesseret" des figurirten Contrapunktes. Nach Dur-nev S Angabe machte er die Modulation mannigfaltiger durch Einführung chro-matischer Gänge. Seine Werke sind ungemein zahlreich und seht s.hr selten.Seine Söhne gaben u. a. eine Sammlung seiner Motetten u. d. N. „äb^n»,»npns Iinisieuii," (München 1604,17 Bde., Fol.) heraus. ^sn der königl. Biblio-thek in München ist die reichste Sammlung seiner Werke befindlich, zum Theil inHandschriften, worunter das kostbare Manuscript der ,,Sieben Bußpsalmew', aufPergament geschrieben, als Ehrendenkmgl seiner Kunst sich auszeichnet. Sein äl-terer «ohn Rudolf war Organist, und sein jüngerer, Ferdinand, nachher Ca-pellmeister des Herzogs Maximilian von Baiern.
Last, als Kornmaß im Zierden, enthält ungefähr 60 — 65; berliner Schef-fel. Bei Flößen und Schiffen bedeutet Last die Ladung; auch das größte SchiffS-gewichr, 30 — 45 Etnr. enthaltend, wonach man die Größe und Stärke einesSchiffs berechnet, z. B. ein Schiff von 100 Last, d. i. etwa 200 Tonnen oder400,000 Pfund; gleichfalls ein andres Schiffsmaß, nach welchem die Holländerrechnen, und welches 2 Tonnen (jede zu 2000 Pf.) beträgt.) Übrigens ist die Lastin Betreff ihres Gewichts sehr verschieden und wird beinahe an jedem großen Han-telsorte anders berechnet.
Lasurstein (l->pi,l.iruli), ein Mineral von schöner blauer (lasurblauer)Farbe, welches derb und eingesprengt auf Gängen im ältern Gebirge in Sibirien ,auch mit eingesprengtem Schwefelkies in Kalk in der kleinen Bucharei u. s. w. vor-kommt. Die Griechen und Römer kannten ihn u. d. N. Sapphir und wendetenihn, welches auch noch im Mittelalter der Fall war, als Edelstein und als Heilmittelan. Er ist leicht zu bearbeiten und nimmt eine schöne, obwol nur selten ganz gleich-mäßige Politur an; allein durch öftern Gebrauch wird er matt. Er dient zu archi-tektonischen und Möbelverzierungen (Marmorpalais zu Petersburg ), zur Stein-mosaik, zu mannigfaltigen Steinschneidearbeiten und Galanteriewaaren, beson-ders aber zur Bereitung des Ultramari ns (s. d.).
Lateiner (l..ttini), das uralte Volk, welches die Landschaft Latium inZtalien bewohnte, war aus einer Vermischung der Urbewohner mit arkadisch-pelasgischen und trojanischen Abkömmlingen entstanden. Woher der Name Latei-ner kommt, ist ungewiß; daß er vom Könige Latinus Herstamme, ist nicht wahr-scheinlich. Als die ältesten Könige der Lateiner werden Ianus , Saiurnus, Picusund FaunuS angegeben, welche bei ihnen zugleich den Rang der Götter behaupte-ten. Ursprünglich waren diese Namen vielleicht nichts Anderes als Benennungenalter pelasgischer Gottheiten. Unter FaunuS sollen Hercules und Evander gekom-men sein, und Letzterer den Urbewohnern Buchstabenschrift , Musik und andre nütz-liche Einrichtungen des bürgerlichen Lebens gelehrt haben, auch dem FaunuS in derRegierung gefolgt sein. Etwa 60 I. danach lebte der König Latinus, zu wel-chem Äneas (s d.) gekommen, sich mit seiner Tochter Lavinia vermählt habenund ihm in der Regierung gefolgt sein soll. Von Ascanius , dem Sohne d«s