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Lavattr
gleich inber „Reist nach Fritzlar",onb ein Ungenannter in dem „Satirischen Fieu-deiiliede der Jünger Lavater'S" darüber lustig. Überhaupt zeigte sich in dieser spä-t rn Zeit sein Geist nickt inuner kräftig genug, den Mangel einer gekehrten Bil-dung, wie sonst, durch Neuheit der Gedanken und hinreißender Feuer der Darstel-lung zu decken. Man sing an, s. neuern Schriften etwas langweiliger zu finden,in der Anlage utrd metrischen Form s. Poesien entdeckte man unverzeihliche Nach-lässigkeiten und Ungleichheiten, die besonders s. Hexameter in Übeln Ruf brachten,und die Breite, mit der er seine Gedanken ausdehnte, wellte neben der Gedrängt-heit neuerer Dichter »nd Pi-osaisten nicht mehr behagen. Dem Kindersinne feinesGlaubens war die Zeit nun entwachsen, und die redseligen Mittheilungen s. Ein-fälle, Gedanken und Rathschläge, die er in s. „Handbibliothek", dem „Anacharsis ",dein „Vemiächtniß an Freunde" und andern Schnftchen dieser Art wol nur anFreunde richtete, aber doch drucken ließ, honen auf, anziehend zu sein. Die Weltwar bald mit einem allgemeinem Interesse beschäftigt. Auch L.'n erfüllte die Re-volution, die Alles entzündete, ansang« mit republikanischer Freude, aber seit derEpoche des Königsmordes mit einem religiösen Abscheu, der, je mehr ihm durchneue Unthaten und Gräuel Stoff zuwuchs, sein ganzes Wesen in eine steigendeThätigkeit setzte und die Seelengröße entwickelte, die er beim Eindringen der Re-volution in die Schweiz in hohem Grade bewies. Dabei griff er auf der Kanzel„nd unter dem Volke mit einer Kühnheit, die nur echte Begeisterung für Recht„nd Vaterland einstoßen kann, in jede öffentliche Bewegung ein, und mit der Klug-heit Geistesgegenwart und Genialität, deren nur große Seelen fähig sind, wußteer in entscheidenden Augenblicken die rechten Mittel der Rettung zu zeigen, undwo es möglich war, selbst zu helfen. Auch hörte er nicht auf, mitten unter denheillosen Umwälzungen s. Vaterlandes für Recht und Ordnung zu sprechen und dieW l.'kür der Machthaber öffentlich zu rügen; und als er endlich auf den lächerlichenArgwohn einer veirä,Herischen Gemeinschaft mit Rußland und Östreich hm. wäh-rend einer schmerzhaften Krankheit im Mai 1196, nach Basel deporlirt wurde,wunderte man sich, daß es nicht eher geschehen war. Die Direcloren der Schweiz hörten die Wahrheit nirgend? bündiger und derber als in der Verantwortung, dieer nun eingab, tMd als er, nach einigen Monaten entlassen, durch die ftauz. Vor-posten glücklich nach Zürich zurückgekommen war, fuhr er in s. Amtsthätigkeit mitdemselben Eifer fort, bis sie endlich auf die schrecklichste Weist gehemmt wurde-Als nämlich am 26. Srpt. 1199 Massena Zürich wieder einnahm, und L. eben«us der Straße beschäftigt war, herumschwärmende Soldaten zu erquicken mid Un-glücklichen beizustehen, schoß ein Grenadier ihn durch die Seite. I Über ein Jahrlitt er an diesen Wunden und schrieb auf dem Krankenlager s. „Deportaiionsge-schichte", eine nachdrückliche Vorstellung an die revolutionnaire Regierung; „Sau-luS und Paulus, eine christliche Dichtung", eine Menge Briefe, u. o. auch denMerkwürdigen an Skolberg über dessen Rekigionsveränderung, und die Ode: „Zü-rich am Ende des 18. Jahrhunderts", die zu den vortrefflichsten Gedichten in die-ser Gattung gehört und s. frühern Poesien weit hinter sich läßt. Die ebenfallssehr herzliche Oder „Zürich am Anfange de« 19. Jahrhunderts", war seinSchwa-nengesang. Gegen Ende 1800 wurden seine Schmerzen an den noch offenstehen-den Wunden immer empfindlicher, keine Stellung und Lage gab ihm mehr Ruhe,sein Rücken war ganz wund „nd gekrümmt; aber die härtesten Qualen trug ermit einer Geduld, Ergebung und Heiterkeit des Geistes, die Jedermann zur Bewun-
*) Nach Raonl-Rochettcks „kki,r. cke I, reroiu«. belvei." ftdariS i-;rz) war wederein Franzose »och ein Russe der Mörder: „ste erime »ppsriient tont entler ä 1«lvronr üer pirlir; »l 1-«r»Ier gui «onnsimil ron «rrsrri«, empor!» <l»»L Istvutbe eil borrible reeret, »v«« ton» lez satrir rerieti ü« belle »»e el ckeLan üiopuüeibte ek-artte".