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Leber und Leberkrankheiten
und Tode« und der Werth der Jahrzahlungen und Lebensversicherungen durch Ta-bellen bestimmt werden könnte, was früher nur, wie er sagt, durch eine eingebildeteSchätzung geschehen sei. Ihm folgte 1121 der Franzose de Moirre, welcher zurAbkürzung der Berechnung des Werths solcher Jahrrenten die jährliche LchensverrMinderung als gleich annahm, sodaß von einer gegebenen Anzahl lebender Personenjährlich eine gleiche Anzahl sterben, bis Alle todt seien. Später ward dieser Theilder Mathematik von Euler, Morgan, Kersebom, Simson, Süßmilch, Wargentin,Duprö de St.-Maur, de Parcieux und du Billard weiter ausgebildet. — Um dieoben gegebene Erklärung der Eigenheiten der Lebensversicherungsanstalten nochdeutlicher zu machen, fügen wir, nach dem Plane einer unlängst in Holland gesiif-teten Versicherungsgesellschaft dieser Art, einige Beispiele hinzu. Ein Mann von24 I., der ein Amt verwaltet, das ihm 2000 Gulden einträgt, will den Seinigenein Capital von 10,000 Gulden sichern, um sie für den Verlust der jährl. Ein;nähme nach s. Tode zu entschädigen. Er bezahlt dafür jährl. 250 Gulden (2Proc), wenn er eine Versicherung auf Lebenszeit haben will, oder nur 110 Gldn.(1?aProc.), wenn er bloß aus ein Jahr versichert sein will. Erfolgt sein Todbinnen der im Vertrage bestimmten Zeit, so erhalten die Seinigen das angegebeneCapital. Will ein 25jähr. Mann seiner 20jähr. Frau ein Capital von 10,000Gldn. auf den Fall, daß er vor ihr sterben sollte, versichern, so bezahlt er jährlich210 Gldn. (2 isProc.), und zwar so lange beide Garten leben. Wollen ein30jähr. Mann und eine 20jähr. Frau dem Überlebenden ein Capital von 10,000Gldn. sichern, so zahlen sie jährlich 130 Gldn. (1?o Proc.); will aber der Über-lebende eine Jahrrente von 1000 Gldn. haben, so werden jährl. 410 Gldn. gerzahlt. Ein Mann von 30 I. kann sich eine Jahrrente von 100 Gldn. von seinem60 I. bis zu s. Tode sichern, wmn er jährl. 16 Gldn. zahlt, oder, will er denBetrag auf einmal geben, 260 Gldn. entrichtet. So kann auch auf Kinder eineSumme versichert werden, welche denselben im Hähern Alter einen ansehnlichenVortheil bringt. Zahlt man z. B. für ein Kind von 1 Jahr die Summe von 100Gldn., die in 4 Coutracte, zu 100 Gldn. jeder, getheilt ist, so kann Derjenige, aufwelchen diese lauten, nach zurückgelegtem 60. Jahre den Werth eines Contractesbeziehen und erhält dafür ein Capital von 2091 Gldn., oder wenn er im 62. I.und weiter hinaus eine Jahresrente will, jährl. 201 Gldn. Läßt er den zweitenContract bis zum 11. I. stehen, so erhält er 4616 Gldn. Capital oder von folg. I.an eine Rente von 615 Gldn. Will er die beiden übriaen Contracte bis zum 15.Jahre stehen lassen, so zahlt man ihm 14,618 Gldn. Capital oder eine Rente von2596 Gldn. (Vgl. Leibrenten und Annuitäten.)
Leber, die, ist beim Menschen ein in mehre Lappen getheiltes, vom Bauch-fell umgebenes, obenconvexes, an der untern Fläche etwas concaves und zum Ein-tritt? von Gefäßen und Nerven mit Einschnitten versehenes, trüsenartiges Organvon roihbrauner Farbe, das in der rechten Seile, gleich unter dem Zwerchfell undüber der rechten Niere liegt, durch mehre Bänder an Zwerchfell, Magen und Nieregeheftet ist und in einer Vertiefung an der untern Fläche die Gallenblase aufnimmt.Schon einige höhere Gattungen von Pflanzenthieren besitzen eine Leber; deutlichtritt sie in den Muschelthieren hervor, sehr groß ist sie bei den schneckenartigen Thie-ren und Sepien; iu den Würmern fehlt sie zum Theil oder ist wenig ausgebildet,entwickelter beiden krebsartigen Thieren; bei den Insekten wird sie durch eigen-thümliche Gallengefäße erseht. Die Leber der Fische ist länglich und füllt oft einenbeträchtlichen Theil der Bauchhöhle aus; so ist sie auch bei Amphibien und Vögelnnoch verhältnißmäßig größer als beim Menschen und den übrigen Säugethieren.Die vorzüglichste Verrichtung der Leber, die wir mit Gewißheit kennen, ist, dieGalle abzusondern, die bei mehren Thieren unmittelbar durch eigne Gänge aus derLeber in die Gallenblase übergeführt wird, dagegen beim Menschen die galleführen-