Band 
Sechster Band. K bis L.
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Lech Le Coq

her dritter Consul. 1803 wählte ihn die 8. Classe des Instrttlts z„m Präsidenten.Napoleon erhob ihn 1801 zum Reichserzschatzmeister und übergab ihm das Gene-ralgouvernement vonLigurien, welches L. 1806 als fran;. Departement organisiere.Später ernannte ihn Napoleon zum Herzog v. Piacenza und endlich zum Generabgonverneur v.Holland . DieWaffen der Verbündeten vertrieben ihn 1813 von die--ser Stelle, und d. 6. April 1811 unterschrieb er die Aurückberusungsacte derBour-bonS. Den Monat daraus ward er als außerordentl.Commissair des Königs in die14. Militairdivision nach Caen geschickt und im Juni dcss. I. zum Pair ernannt.1816 nahm er auch von Napoleon die PairSwürde an, verlor nach der Rückkehr desKönigs s. StaatSwürden und lebte von s. Dotationen als Privatmann. 1819 gabibm der König die PairSwürde wieder. In der Holze zog er sich auf s. Landgut St.-Mesme bei Dourdan zurück, wo er mehre Anstalten gründete, und den 14. Juni1824 starb. Sein ältester Sohn, Anne Charles, Duc de Plaisance , Generallieut.,gab die Memoiren s. Vaters (nach dessen Dictaten) Paris 1829 heraus.

Lech , Leck, eine Fortsetzung des Rheins, und zwar da, wo er sich (zumdritten Male) bei Wnk teDuurstede in den Niederlanden theilt, der linke Arm des-selben; dieser vereinigt sich oberhalb Rotterdam mit der Maas . Durch die Aner-kennung der Rheinschifffahrtsfreiheit von Seiten der Niederlande , im L)ct. 1826,ward der Lech für die Fortsetzung des Rheinstroms erklärt.

Leck heißt beim Schiffe der durch eine gewaltsame Veranlassung, als etwaAnstoßen an eine Klippe, oder durch die Lange des Gebrauchs erzeugte Riß, durchwelchen das Wasser stark eindringt, daher figürlich leck werden, schadhaftwerden. Lecken, Ablecken heißt auch das langsame und säst unmerrliche undschwer zu vermeidende AuSträufeln der Flüssigkeiten aus ihren Gefäßen. Der da-durch entstandene Verlust heißt Leckasie, Leckagie (e<,»>-i;e) und wird bei Schiffs-versendungen und Kellerlagerungen nach bestimmten Regeln berechnet.

Lecluse (Charles de), kat.ClusiuS, Botaniker, geb. 1626 in Arras , studirtein Gent und Löwen die Rechte, lebte später in Marburg und Wittenberg , wo erviel Umgang mit Melanchthon hatte, und ging endlich nach Montpellier , um sich derArzneikunde und Botanik zu widmen. Nach der Vollendung s. Studien lebte er ins. Heimath; später in Paris, Löwen, Augsburg. Er bereiste Spanien , das hin-sichtlich der Naturgeschichte wenig bekannt war, und sammelte Pflanzen, ging dannnach England und begab sich auf Maximilians >l. Einladung nach Wien , wo er14 I. lang Aufseher der kaiserl. Gärten war. Während dieser Zeit reiste er 2 Malnach England und machte die Bekanntschaft der Seefahrer Sidnev und Drake, dieihm über die von ihnen bereisten Länder merkwürdige Nachrichten mittheilten. Ergab s. Stelle in Wien 1683 auf, lebte 6 I. in Frankfurt und dann die letzten 16Jahre als Lehrer der Botanik in Löwen, wo er nicht wenig zum Glänze der Uni-versität beitrug. Unfälle auf s. Reisen hatten ihn so gebrechlich gemacht, daß ernur aufKrücken gehen konnte, aber ungeachtet s. Kränklichkeit war er heiter und be-hielt bis an s. Tod, 1609, den vollen Gebrauch s. GeisteSfähigkeiten. Die Bo-tanik, die in s. Zeit große Fortschritte Machte, verdankt ihm, besonders durch ge-naue Beschreibung und Abbildungen, sehr viel, doch scheint er bei der Zusammen-ordnung der Pflanzen auf die natürlicben Eigenschaften, welche der Classeneinthei-lung zum Grunde liegen, und deren Wichtigkeit vorzüglich Gesner gezeigt hatte,wenig geachtet zu haben. Zu s. wichtigsten Werken gehören s. aus dem Flan,.indi-schen von Dodoner (1667) ins Franz, übers. „Geschichte der Pflanzen"; (.„Beob-achtungen über seltene Pflanzen in Spanien (1576) und in-Östreich" (1683): 2Werke, die er in der spätern „Geschichte seltener Pflanzen" (1601) Vereinigte; s,aus 8 Abthest. bestehende „Beschreib. auSland. Pflanzen" („kAniien, »in libri X",1605). Kein Schriftsteller vor ihm hatte so viele Pflanzen beschrieben.

Lc Coq (Karl Christian Erdmann, Edler v(>, k. fuchs,Generallieutenank