Band 
Sechster Band. K bis L.
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Le Coq

der Infank. und command. General der ?(rmee. Sein Vater starb als stichst Gene-ralmajor und Inhaber eines Infantcriereg. und stammte aus jenen, wegen der Re-ligion zu Ende des 17. Jahrh, au? Frankreich vertriebenen Geschlechtern. «LeineMutter (geb. BitaubH Schwester des berliner Akademikers), eine hochgebildeteFrau, harte großes Verdienst um die Bildung von 2 Sehnen und 3 Töchtern.Der ältere Bruder des fachst Generals lebt jetzt als pensionnirrer General in Berlin und ist durch die Herausgabe derCharte von Westfalen u. st w. berühmt. Le Cog'sfrüh sich für die Waffen entwickelnde Vorliebe, verbunden mit einer unermüdli-chen Thätigkeit und wahren Begeisterung für den Wehrstand, führte ihn, schnellgefordert durch günstige Verhältnisse, auf einer ehrenvollen Laufbahn zur höchstenStufe. 1767 in Torgau geb., trat er, i. chtem er 2 I. als Eptraneer auf derLandesschule zu Meißen studirt hatte und schon vom 11. Jahre an Tadet und Un-terofficier gewesen war, 178V als Fähnrich in das Regiment st Vaters und in dieCompagnie, die der Hauplmann (später General und Commandant des Cadetten-corps) v. Ehristiani zu einer Mustercompagnie zu erheben wußte. Christian! nahmsich des feurigen Jünglings mit Vorliebe an, und ihm, der in der Geschichte dersächs. Armee wegen st theoretischen und praktischen Kenntnisse stets mit Ruhm ge-nannt werde» wird, verdankt Le Cog die erste Richtung und.jene Gewandtheit, diesich dem Neuen, wenn es nur besser ist, nie aus Bequemlichkeit widersetzt. 1788ward er Adjutant bei s. Regimente und erhielt, nachdem er dem Feltzuge von1795 beigewohnt hakte, seine eigne Compagnie, die sich bald vor allen andernauszeichnete. Als Major wußte er 1800 sein Bataillon so vortrefflich einzuüben,daß es bei der ganzen Infanterie, die damals noch sehr an Kleinlichkeiten hing, gro-ßes Aufsehen erregte. In diesen« selbstgeschaffenen Wirkungskreise, wo er mit demHerkommen manchen Kampf zu bestehen harte, legte er den Grund zu dem Ge-bäude, wodurch er 15 Jahre später die neue Organisation der Armee bewirkte. ImFeldzuge von 1806 zeichnete sich das aus den Grenadieren der Regimenter Low undCerrini zusammengesetzte Bataillon unter st Befehle voriheilhaft aus. 1807 warder Oberstlieutenant und Commandant von Wittenberg, dann Oberst und General-adjutant des Königs. In dein Feltzuge gegen Ostreich, 1809, befehligte er alsGeneralmajor die Infanteriebrigade, die bei Linz und Wagrani mit Auszeichnungfocht. Im Sturm aus Wagram ward er, inten« ihm das Pferd unter dem Leibeerschossen wurde, selbst verwundet und erwarb sich das Kreuz des sächs. St.-Hein-richSordenS und der Ehrenlegion. Bei der 1810 unter dem General v. Gersdorfeintretenden neuen Organisation ward er Generallieurenant und Divisionsgeneral.Die damals nach dem Vorbilde ces franz. Dienstes zuerst errichteten 2 Regimen-ter leichter Infanterie wurden seinem Befehle untergeordnet; ihre Ausbildung warsein Werk, sowie auch das für diese Truppengattung entworfene Dienstreglementdamals aus seiner Feder geflossen ist. 1812 ward ihm der Oberbefehl über dasHülfScorpS übertragen, welches Sachsen im Kriege gegen Rußland zu stellen hatte.Hier rechtfertigte er das Zutrauen des Generals Grasen Reyiuer, der an der Spitzedes 7. Armeecorps stand, in dem schwierigen Feldzug in Volhpnien überall, sowieer auch deßwegen zum Commandeur des St. -Heinr,chsortens und der Ehrenlegionernannt wurde. War schon damals die Führung des durch viele Trennungen ge-schwächten und oft unzeitig hingeopferten fachst Corps vor und nach der Vereinigungmit den ostreich. Truppenabtheilungen unter Schwarzenberg mir großen Schwie-rigkeiten verbunden, so wurde,nach dem Ruckzug aus Rußland und in dem Felt-zuge von 1813 das ihm auch da wieder übertragene Commando noch weit bedenk-licher und federte die geprüftesie Umsicht. Mit einer Treue und Schonung, dieselbst Davoust und Durutte achten mußten, vollzog er den ihm von Plauen vomKönig zugesertigten Befehl, die sächs. Truppen von den Franzosen zu trennen undsich in die FejTung Torgau einzuschließen. Nach der Schlacht bei Lützen und