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Leder
Leere
Ionischen Gemälde mit ihr abgebildet findet. Er zeugte den Pollux und die Helena mit ihr, und TyndareuS den Kasior. Nach A. verwandelte sie Jupiter erst in eineGans, sich selbst aber in einen Schwan, weheres kam, daß Leda em Ei gebar, auswelchem Pollux und Helena hervorgingen. Nach einer andern -Lage verwandeltesich bloß Jupiter in einen Schwan, ließ sich dann von der Venus in Gestalt eine«Adlers verfolgen, und fand seine Zuflucht in Leda'S Schoße. Während eines liefenSchlafes, welcher sie in diesem Augenblicke befiel, gelangte er zum Genusse ihrerReize. Noch A. erzählen, Nemesis habe sich, um des Zeus Umarmungen zu ent-gehen, in eine Gans verwandelt. Darauf habe er das Ei, welches diese geboren,durch den Merkur der Leda überbringen lassen, welche es auch sorgfältig aufgehoben,bis Helena daraus heworgekommen sei. Endlich soll Leda zwei Eier geboren ha-den, eins vom Jupiter und eins vom TyndareuS, aus jenem soll Pollux und He-lena, aus diesem Kasior und Klytämnestra entstanden sein. Unter diesen verschie-denen Sagen hat diejenige das Übergewicht behalten, nach welcher Jupiter alsSchwan den Kasior und Pollux (die Dioskuren) mit der Leda zeugte.
Leder, s. Gerberei.
Lee (Le i), in der Schiffersprache, die Windseite, auch das Schiff oder Land,oder irgend ein Gegenstand, welcher unter dem Winde liegt, d. h. welcher vomWinde abgewandt ist. So sagt man, das feindliche Schiff lag unter unsern! Lee;wir befanden uns unter dem Lee von Bornholm . Daher Leebord, Leeküste, Lee-wardinseln, leewärts u. s. w.
Leedö, Hauptort des Tuchhandels in der Wesi-Riding von Berkshire, amFlusse Aire, ist durch die inländische Schifffahrt mit den vornehmsten Plätzen vonGroßbritannien verbunden, daher die Zahl der Einw. von 1173 bis 1828 von17,000 auf 90,000 gestiegen war. Die Stadt ist für jenen Bezirk der große Marktfür das breite, feine Tuch (broast-elolli), welches die Weber theils weiß, theilsschon in der Wolle gefärbt dahin bringen. Für beide Arten Tücher gibt es großeHallen: die für das weiße Tuch (wistlr alntt, liull) ist ein großes, viereckiges, in5 Straßen abgetheiltes und über 1200 Stände enthaltendes Gebäude; die für dasgefärbte Tuch (mixest clotli li.-stl) hat 1770 Stände. Letztere bildet ein großesViereck, von dem jede Seite etwa 300 Fuß lang ist. Drei derselben sind in derMute durch eine Wand getrennt, sodaß durchaus 6 einzelne Säle entstehen, welcheungefähr 40 Fuß breit sind. Die ganze Länge der L:äle hinab, auf beiden Sei-ten, laufen Gestelle für die Verkäufer des Tuches, während in der Mitte Raumfür die Käufer gelassen ist. Jeder dieser Stünde (siamts) ist mit einer Nummerund dem Namen des Verkäufers bezeichnet. Zwei Mal in der Woche wird in die-sen Hallen ein Tuchmarkt gehalten: um 8 Uhr Morgens wird der für das farbigeTuch eingeläutet, und um 9 Uhr, wenn der erstere ausgeläutet ist, nicht eher, be-ginnt der für das weiße Tuch. Außer den Tuchfabriken, in denen zum Theil dasScheeren, Zurichten und Weben der Tücher durch mechanische Vorrichtungen be-trieben wird, die durch Dampfmaschinen in Bewegung gesetzt werden, beschäftigthier eine große Segeltuchfabrik 1800 Menschen; auch verfertigt nian Steingut,Teppiche, wollene Decken und grobe Leinwand. Die ganze Gegend umher ist eineeinzige Tuchmanufactur.
Leere, leerer Raum, drückt den Begriff eines Raums aus, in wel-chem sich kein Körper befindet. Denkbar sind leere Räume allerdings, aber schwer-lich in der Natur vorhanden. Man unterscheidet absolute und zerstreute leereRäume. Unter erstern verstand man schon im Alterthume eine bloß für sich be-stehende, von allem Stoffe leere, einzige, unbegrenzte und unveränderliche Airz»dehnung, deren Dasein vor der Körperwelt vorhanden gewesen sei. Dagegensich einwenden, daß Raum und Ausdehnung ohne Körper, welche sich ausdehnen,nicht denkbar sind. Man hat gefragt, ob zwischen den großen Himmelskörpern,