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Legendre (Adrian Marie), geb. 1752, Maihen:atiker und Pros dieserWissenschaft an der Militairlchule zu Pari?. ?lls sich 1787 zwischen den 2lsirono»wen Englands und Frankreichs Zweifel über die genaue Ortsbesttmmunq der Stern«warten von Grecnwich und Paris erhoben, ward L. nebst Cassini und Mechain vonSeiten der franz. Regierung beauftragt, einen Breitengrad zw'schen Dünkirchen undBoulogne auszumesscn. während andre Mathematiker von Seiten Englands Das«selbe an einem andern Orte tbalcii. Die Resultate wurden von den franz. Gelehrtenin einer eignen Schrift, 1792, bekanntgemacht. 2 Z. darauf gab L. ein „»e,»>>>isk»r >05 Iruii^oeiitluotr, k'II,^^t^>^ne5" und s. ,b>,ün,-,,5 <!r guoioütile" heraus, dieseitdem 11 Aufl. erlebten und allgemein für ein classisches Werk anerkannt wer-den. Besonders machte sich aber L. durch seine liefgedachten Ilntersucbungen überdie Attraclion der elliptischen Sphäroiden verdient, und er hat den Ruhm, derErste gewesen zu sein, welcher den Beweis führte, daß die elliptische Gestalt dieeinzig mögliche ist, um eine flüssige Masse, welche eine Rotation bat, im Gleich-gewicht unter sich zu erhallen, und daß die einzelnen Theile (Kügelchen) der Blassesich gegenseitig, nach den Quadraten ihrer Entfernung, anziehen. Dieser Un-tersuchung, die er bereits 1782 begann, folgte eine andre nicht minder wichtigeüber das Verhältniß der Sphäroiden unter einander, zu welcher ihn die Ausstellun-gen von Euler und Lagrange sühnen. Später bearbeitete er mit Prouy die neuentrigonometrischen Tafeln zur Decimalberechnung der Cirkel. 1808 ward L. vonder Regierung in Frankreich zum lebenslänglichen Vorsteher der Universität, 1815zum Ehrenmilgliede der Commission für den öffentlichen Unterricht, und 1816,mit Poisson zugleich, zum Examinator der in die polytechnische Schule Aufzu-nehmenden ernannt. Zu seinen vorzüglichsten Werken gehören noch: 1) „Kou-xclle tlmorie cko; paralleler," (1803); 2) „Kon-elle; inetlioile; ponr la steler-rninalion elc; orlnle;, <Ie« evinele; ete." (1805); 3) „b.55ai 5»r la llieeiisele, nonibrc!" (1798, nebst einem Suppl.-Bd., welcher 1816 erschien, in - );4) „bxereiee; cle caleul iuiepaal" (1807, 4.). Außerdem enthalten die Me-moiren der Akademie, deren Mitglied er ist, schätzbare Aufsätze von ihm. SeineMethode der Bestimmung der Kometenbahnen Hot durch die Schärfe und Tiefe,mit welcher sie gedacht und ausgeführt ist, bei ihrem Eickcheinen großes Aufsehenunter den Astionomcn und Mathematikern erregt. 1824 verlor der 72jährigeL. seine Pension von 3000 Fr., weil er bei der Besetzung einer Stelle an der Aka-demie nicht für den ministeriellen Candidaten gestimmt hakte.
1. < p; l l> s » l „I i I, alI i X. Donnerlegion. So hieß schon unter dem Kai-ser Auaustus eine Legion im römischen Heere. Die christliche Sage bezieht denNamen auf folgende Begebenheit. Der Kaiser Marcus Aurelius gerielh, nachVerlieibunq der Marcomannen und Quaden aus Ungarn , bei Verfolgung dieserdeutschen Völker, mit einem Theile feines Heeres, 174, in ein von Bergen ein-geschlossenes Thal, wo deti vom Haupthecre abgeschnittenen Römern der Wasser-mangel, bei anhaltender Hitze und Dürre, nicht weniger gefährlich wurde alsdas Andringen des Feindes. Zn dieser Noth siel plötzlich ein Regen, der die Römererquickte, und zugleich traf ein Hagel-und Donnerwetter den Feind, den sie nunzurückschlugen und besiegten. Unter den heidnischen und christl chen Schriftstellern,welche diese Rettung in den Hauptuniständen übereinstimmend erzählen, sahen dieBekennen jeder Religion darin eine Wirkung des Gebets ihrer Glaubensgenossen.NachDio Cassiu« („kAcerpt. Xipbilio.". u. 1 XXI. c-.ip. 8) sollte ein ägyptischerAaub rer im Gefolge des Kaisers, nach Capitolinus („Vii-, älarc-. Xurel.",
24) das Geber des Kaisers selbst, nach Tertullianus („Xpologet.", eap. 5. ,,^<l.Xecpul.", <-,p. 4) und Eusibius („liixt. eoal.". 1.. V, e-.ip. 5) allein das Gebet derChristen in seinem Heere das Wunder bewirkt, und deßhalb die Legion , zu der siegehörten, den Nomen sulmimetri» erhalten haben. Doch das der ersten Apologie