Band 
Sechster Band. K bis L.
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Legion Lrgiren

des Märtvrers Iuistinus gewöhnlich beigedruckte griechische Schreiben des KaisersVdarcus Llurelius, welches die Begebenheit gärn >m ^-inne der christlichen Schrift-,steiler erzählt, ist tinecht. Die bildliche Darstellung jener Rettung des römischenHeeres auf der zu Rein noch vw kandeuen Marmorsäule zu Ehren kesMarcuS?lineli»s, auf der man neben römischen Soldaten, die den Regen auffangen, aucheinen bereuten Krieger erblickt, wird dadurch noch kein zuverlässiges Denkmal eineröffentlichen Anerkennung des Antheils der Christen an dieser Begebenheit.

Legion, eine Abtheilung des römischen Heeres. Unter Romulus wurdenaus jeder der 3 T. ibuS 1000 M. zu ,vuß und 100 zu 'Pferde ausgewählt. DieseAuswahl (l>'<ft<>) betrug 8300 M. Zu PolvbiuS'S Zeit bestand eine Legion aus4200 M. und wuchs an, Ende auf §200 M. ;u ,suß. Die Soldaten einer Le-.gion waren alle römische Bürger; nur im größten Rothfalle nahm man auch Skla-ven dazu. Lluch durfte keiner, außer in sehr dringenden Gefahren. unter N I.alt sein. Gewöhnlich befand sich bei einer Legion noch eine gleiche Anzahl Bundes-genossen, sodaß, wenn in der spätern Geschichte von einer römischen Legion dieRede ist, mau stets ei» Corps von 9 — 10,000 M. verstehen muß. Das FussVolk jeder Legion, als diese noch 3000 M. betrug, wurde in 10 Cohorten, jedeCohorte in 3 Mauipeln (Centurien, weil sie 100 M. enthielt) eingetheilt. Alsdie Legionen stärker wurden, behielt man zwar diese Abtheilung bei, theilte abernoch jede M.inipel in 2 Centurien, und die Centurie wieder in 10 Decurien. Der-Oberbefehlshaber einer Legion hieß Legat. Statt desselben waren auch zuweilen'bei jeder Legion 0 ädr>egstr>bunen (Kriegsobersten), welche nach der Reihe, jedereinen Monat lang. unier dem Consu! befehligten. Die Hauptfahne einer Legionwar ein silberner Adler, und der Name derselben unterschied sich entweder nach demAnführer derselben (;. B. die Claudianische Legion), oder nach t.-m Orte, wo siediente, oder nach einer Gottheit, oder nach den Vogeln, oder nach dein Ausaangeeiner Begebenheit. Unter AugustuS bestand das gesammte römische Heer aus 25Legionen. — Line unbestimmte, große Anzahl von Personen oder Gegenständenwird in> gemeinen Leben ebenfalls Legion genannt. — Zn neuern Zeiten kam dieBenennung Legion besonders unter Napoleon wieder auf und wird gewöhnlichgebraucht von einem aus unbestimmter A '.zahl und meist verschiedener Gattungbestehenden TruppencorvS, dergleichen meist nur bei Ansang eines Krieges errichtetund nach Beendigung desselben wieder aufgelöst werden. Von tiefer Art warendie englisch -deutsche und die l ussssch-deuksche Legion »n letzten Befreiungski lege.Die franz. Narionalga- den waren i» Legionen und Cohorten eingetheilt, und nachder Auslosung des ganzen, von Napoleon 1315 gebildeten Heeres, dessen Trüm--mer sich hinter die Loire zurückgezogen harten, wurde das neue franz. Heer inLegionen, nach den Departements benannt, gebildet, welche Einrichtung jedochgegen Ende 1820 aufgehoben ward.

Legiren, edles Metall mit unedlem versetzen (beschick'nä. Es hat immerbedenklich geschienen, die edeln Metalle ganz fein auSzupiagen, 1) weil die Mün;--siücke durch den Gebrauch sich desto leichter abschleife», also um so mehr dem munr-liehen Verderben unterworfen sind, je feiner sie ausgeprägt werden; 2) weil ebendarum die neuern, weniger gebrauchten Munzstucke euigeschmolzen werden, und dieleichten allein im Umlaufe bleiben würde». Dann» erhält das edle Metall beimMünzen einen Zusatz von unedlem, welches man die Legirung nennt. Gold wirdmit Kupfer, Silber, oder Kupfer und Silber zugleich legirt. Die erste Legirungheißt die rothe, die zweite die weiße, die dritte die gemischte; -Silber ist immer nurKupfer legirt. Die Legirung wird in Deutschland beim Silber nach Marken undLothen, beim Golde nach Marken und Karaten bestimmt; bei jenem ist die Mark10 Lorh. bei diesem 24 Karat. Lnlber ist z. B. zwölflothig, wenn es zwölfSechzchntheile sei» Silber und vier Sechzchnrheile Zusatz »nedeln Metall» Heu: