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Grund gibt, warum es vielmehr so, als anders sei), der auf einen absoluten und letz-ten Grund außer der Reihe der zufälligen Dinge führt. Der letzte Grund abervon der Zuverlässigkeit der angeborenen und nothwendige» Wahrheiten endlich ill inGott, als der Quelle aller nothwendigen und ewigen Wahrheit. Die Monado-logie 2) macht den Mittelpunkt des Systems aus, und L. glaubte darin die letz-ten Gründe der realen Erkenntniß gefunden zu haben, wie schwer es auch hallenmag, etwas recht Deutliches dabei zu denken; weshalb wir mehr eine erzählendeDarstellung der Hauptmomente und Anführung der hierbei gewählten Ausdrucke,als eine Erklärung geben. Alle Erfahrung lehrt nämlich, daß es zusammengesetzteSubstanzen gibt; folglich muß es auch einfache geben: denn die Sinnlichkeit liefertuns nur verworrene, der Verstand aber deutliche Erkenntniß; und das Einfache,welches von den Sinnen nicht erkannt werden kann, ist der Grund des Zusammen-gesetzten. Diese einfachen Substanzen nun, aus welchen die zusammenge'etztcn ent-stehen sollen, und deren jede sich von der andern qualitativ unterscheiden n uß, da esnicht zwei vollkommen übereinstimmende Dinge gebcn kann, nannte L. Mona-den und nahm vier Arten solcher einfachen Substanzen an: bloße Monaden (oderlebende Wesen), Veelen der Thiere, Seelen der Menschen, und Gott, welcher, alsUrgrund aller Erkenntniß, Wirklichkeit und des Wesens dcrDinge, die unendliche,ursprüngliche Monade, die älou-ui »>ou<i>lu,n ausmacht. Alle abgeleitete Mona-den sind mit Körpern verbunden, oder vielmehr alle endliche Wesen sind Aggregatevon Monaden, einige mit einer herrschenden Centralmonade. Die verschiedenenClassen der Monaden stellen sich das Universum nach verschiedenen Graden derDeutlichkeit vor; am deutlichsten Gott. Es gibt keinen realen Einfluß (inkliixuss>l>v5a<-u>:), sondern nur idealen Zusammenhang, d. h. die innern Veränderungenjeder Monade sind so beschaffen, daß sie mit den Veränderungen der ihr zunächstverbundenen Monaden zusammenstimmen; der Grund aber dieser Übereinstim-mung ist in der unendlichen Weisheit und Allmacht der Gottheit enthalten. Dergöttliche Verstand ist der ProtvivvuS alles Wahren, Schönen, absolut Guten;und durch ihn sind die innern Veränderungen der Monaden so vorherbestimmt,daß jene Harmonie als die Folge der von der Gottheit bei Entwerfung des Welt-planes in einer jeden derselben begründeten Reihe von Veränderungen erscheint;diese Vorherbestimmung aber, oder im Einzelnen festgesetzte Harmonie, bei wel-cher die Gemeinschaft unter den Substanzen des Universums auf der einer jedenSubstanz verliehenen Grundbcschaffenheit beruht, ist nun das schon erwähnte be-rühmte Princip der ll.urinonüi pi.irMidüit.',. Unter einer Theodicee endlichversteht man die Vertheidigung der höchsten Weisheit des Welturhebers gegen dieAnklage, welche die Vernunft aus dem Zweckwidrigen in der Welt gegen GottesWeisheit erhebt; und eine solche Theodicee hat auch L., vorzüglich durch Baylc'Sentgegengesetzte Ansichten veranlaßt, versucht. Möglich sind nach seinem Systemederselben in dem Verstände Gottes unendlich viele Welken; aber er hat von allenmöglichen die beste, d. h. in welcher die meisten Realitäten sind, gewählt und her-vorgebracht. Alles, was wirklich ist, ist das Beste in dem Zusammenhange, wennes auch an sich unvollkommener wäre. Hiernach heißt diese Ansicht Optimis-mus. Jedes Wesen ist darum da, um den ihm möglichen Grad von Glück selig-keit zu erlangen, und trägt als Theil zur Vollkommenheit des Ganzen bei. Dage-gen streitet das Dasein des Bösen nicht: das metaphysische Übel ist bloß nothwen-dige Schränke in dem Wesen der endlichen Dinge, aus welcher Unvollkommenheitdas physische Übel, Leiden, und das moralische, die Sünde, nothwendig folgt.Das moralische Übel ist in der Freiheit der endlichen Geister gegründet, welche ineiner nach Bestimmungsgründen erfolgenden Wahl unter mehren physisch-mög-kicben Handlungen besteht; denn ist gleich in der Welt Alles bedingt nothwendig,so soll doch der Mensch, der das Zukünftige nicht erkennt, nach Überlegung siinrr