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Völker, unter einem Anführer ohne Erfahrung, zu Anfang des Gefechts wichen.Gustav Adolfs Feldherrntalent, die Gewandtheit und der ritterliche Muth seinerTruppen errangen den Sieg gegen die Übermacht. DiePhysiognomie des Schlacht-feldes bei Breiienfeld hat sich seitdem im Wesentlichen wenig verändert; eineMenge Hügel, unser welchen, der Sage der Landleute nach, die Gebeine der Ge-bliebenen ruhen, deuten den Umriß an, "td man kann sich leicht die Hauplbewe-guugen der Schlacht vergegenwärtigen. — Elf Jahre später, IHM. schlug hierTorsienson die kaiftrl.-sichsischen Truppen unter dem Erzherzog Leopold Wilhelm und Piccokomini. Beide Theile hatten den ganzen Sommer über in Echlesiengegen einander gestanden, wurden aber endlich wegen Mangel an Unterhalt genö-thigt, das Land zu räumen. Die Schweden zogen sich nach wachsen, um Win-terquartiere zu suchen, und langten am 16. Oct. vor Leipzig an, welches sogleichbelagert wurde. Die kaiserl.-sächsischen Truppen waren in einem Parallelmarschgefolgt, konnten jedoch erst am 21. Oct. über Warzen zum Einsätze von Leipzig anlangen, wo Torsienson bereit« einen Sturm gegen das schloß unternommenund eine tüchtig« Bresche halte legen lassen. Als er bemerkte, daß seine Geg-ner ibn ün Rücken bedrohten, hob er zwar die Belagerung aufund begnügte sich,die Stadt blockirt zu halten, zog aber am 23. Oct. (a. St.) rasch seine Truppenzum Gerberihore hinaus und griff die Kaiserlichen bei Wiederihsch plötzlich* so un-gestüm an, daß ihr linker Flügel, trotz aller Anstrengungen ihres Anführers, auS-einauderstob, und bald ihre ganze Linie aufgerollt wurde. In drei Stunden wardas Treffen bei Breitenfeld entschieden, und das kaisirl. Geschütz und Gepäck er-obert. Die Einwohner Leipzigs hakten während der Zeit, über Torstenson's Ab-zug erfreut, das '1A Denn, gesungen. Die Belagerung begann auf das nach-drücklichste, und drei Wochen später fiel Leipzig in Schwedens Gewalt und bliebdarin, ein Umstand, der beim wcstfälisthen Friedensschlüsse Schwedens Ansprü-chen kein geringes Gewicht gegeben haben dürste. — Am folgenreichsten war dieVölkerschlacht 1813 und ausgezeichneter überhaupt durch ihre Ausdehnung, durchdie Masse der Streitkräfte und durch die Dauer des Kampfs. Die verbündetenMächte hatten für den Felkzug 1813 den Plan entworfen, auf beiden FlankenNapoleons zu operiren und sich in seinem Rücken zu vereinigen. Dahin waren dieBewegungen der schlesischen Armee unter Blücher , der Nordarmee unter demKronprinzen Karl Johann von Schweden an der Niederelbe und der großen Armeeunter Vchwarzenberg an der Oberelbe gerichtet. Die Umstände bestimmten end-lich die Gegend von Leipzig, wo man sich die Hände bieten und Napoleon von derSaale abschneiden konnte. Man darf annehmen, daß Napoleon diese Absicht wolerkannte, aber auch durch frühere Erfahrungen sich berechtigt glauben mochte, siezu vereiteln, so viel drohender auch die Gefahr jetzt für ihn erschien. Ein schnellerMarsch zwischen der Mulde und Elbe, ein rascher Übergang über letztere bei Des-sau, dem Scheine nach erzwungen, um nach Berlin vorzudringen, sollte denHeerführer der Nordarmee täuschen, zurückhalten und ihm Zeitgewinnen, sich ge-gen i^chwarzenberg wenden und denselben in das sächsische Gebirge treiben zu kön-nen. War dieser überwunden, sollten Blücher und Johann geschlagen und zer-streut werden. Nach dieser Voraussetzung erklärt es sich, warum Napoleon dieElbe festhalten ließ, nicht daran dachte, Sachsen zu räumen und sich aus derSchlinge zu ziehen. Er gab noch nichts verloren und konnte im günstigen Falledann um so leichter von der Elbe aus den Oderfestungen die Hand bieten und sei-nen Vortheil so weit verfolgen, als ihm beliebte. Was außerdem noch mitgewirkthaben dürfte, jenes Beharren in einer augenscheinlich mißlichen Lage, sowie da«ganze Betragen Napoleons zu beurtheilen, muß, als ohnehin unsicher, hieraussich beruhen. Wir bemerken, wie, jenem Plane der Verbündeten zufolge, dasgroße böhmische Heer, 120,000 M. starke vorn 12, Oct. an in 3 ColonM