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Lurch das Erzgebirge gegen Leipzig zog. Die Colonne des linken Flügels gingüber Zwickau und Altenburg, die der Mitte über Chemnitz , die des rechten Flügelsbei Dresden vorüber, wo sie den Marsch der übrigen kurze Zeit verdecken und denAbzug der 30,000 M. starken Besatzung , sowie deren Vereinigung mit Napoleon verhindern konnte. Sie ging dann über Freiberg und Grimma und war be-stimmt, die Verbindung mit der Nordarmee zu bewerkstelligen. Gegen dieseführte Napoleon mittlerweile den ersten Theil seines Plans aus, während seineScharen sich in und um Leipzig versammelten, und was noch fehlte, im vollenMarsch dahin begriffen war. Um hierüber nähere Kenntniß zu erhalten, fand am14. Oct. bei den Verbündeten eine große Recognoscirung statt, die 2 Stun-den östlich von Leipzig, auf den Höhen von Wachau und Liebertwolkwitz , besonderslebhafte Reitergefechte nach sich zog. Die Generale Klenau und Witgensteincommandirten gegen Murat, welcher beinahe gefangen genommen worden wäre.Gegen Abend wurde dieser für beide Theile ehrenvolle Kampf abgebrochen. Na-poleon langte während dieses Treffens von Düben her an; seine Garden trafengegen Abend ein. Am 15. Oct. musterte er das Heer und wies den Feldherrenihre Bestimmungen an. Seine ganze Macht betrug gegen 80 — 90,000 M., dadie Corps von Ney und Regnier noch unterwegs oder dazu verwendet waren, unterMarmont die Gegend nach Norden zu decken; im Fall eines Übeln Ausgangssollte das Corps von Bertrand den Paß von Lindenau sichern. Der Plan des Für-sten Schwarzenberg , der den Oberbefehl führte, obschon die drei Monarchenvon Astreich, Rußland und Preußen zugegen waren, beabsichtigte einen Angriffin drei Colonnen gegen die Stellung der Franzosen . Der rechte Flügel derselbenunter Poniatowski lehnte sich an die Dörfer Delitz und Markkleeberg und war durchdie Pleiße mit ihren abgeleiteten Armen und durch ein schwieriges Terrain gut ge-deckt; die Stellung zog sich dann gegen Wachau, den Hauptpunkt der Mitte,welche die Corps von Augereau und Victor bildeten, bis zum Flecken Liebertwolk-witz , als dem Stützpunkte des linken Flügels, wo Lauriston mit dem 5. Corpsstand. Es sollte nun die Colonne des linken Flügels der Verbündeten auf demlinken Ufer der Pleiße hinunter rücken, zwischen Lösnig und Konnewitz den Flußüberschreiten und so den feindlichen rechten Flügel umgehen. Die nächsten Re-serven sollten diese Bewegung unterstützen. Die mittlere Colonne hatte Befehl,auf dem rechten Ufer der Pleiße herabzuziehen und gegen Wachau zu rücken; diedritte Colonne nahm auf der Landstraße »ach Liebertwolkwitz diesen Ort selbst zumRichtpunkte. Beide letztere Colonnen hatten dann die Franzosen in der Fronte zubeschäftigen und dadurch die Bewegung der ersten, durch welche Napoleon eigent-lich von Leipzig und allen seinen Rückzugspunktcn abgeschnitten werden konnte, zubegünstigen. Endlich war noch das Corps des General Giulay, 10,000 M.stark, bestimmt, Lindenau zu nehmen, während der Schlacht in Leipzig einzu-dringen und somit die Vernichtung des Feindes zu vollenden. Es kam allerdingsnun auch daraus an, wie sich unterdessen die Verhältnisse bei der Nvrdarmee ge-palten würden. Napoleon hatte sie durch seine Bewegungen zu täuschen gehofft,<zher sie ließen sich dyrt nicht lange irre machen und anstatt sich aus Berlin zurück-zuziehen, um es zu decken, nahmen Blücher und Karl Johann ihre Richtungnach Halle^ um am 16. Oct. gleichfalls nach Leipzig vorzudringen. An diesemTage, früh um 7 Uhr, setzten sich die verbündeten Truppen in Bewegung, triebendie stanz. Vorposten aus den Dörfern Markkleeberg, Wachau , und drückten merk-lich auf die feindliche Stellung. Das Victor sche Corps mußte Liebertwolkwitz anden General Klenau überlassen. Uin 9 Uhr war der Kampf schon allgemein, undder Donner einer zahllosen Menge Geschützes selbst von den ältesten Kriegernkaum je so stark, so ununterbrochen gehört worden. Beide Theil« zeigten glän-zenden Muth und unerschütterliche Tapferkeit. Die Bewegung der Colonne vom