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schon alles unnütze Fuhrwerk nach Lützen jagte. Zn der Mitte seiner Garden beiProbstheida befand sich Napoleon , um jedem bedrängten Punkte Hülfe senden unddas Ganze leiten zu können. Die Verbündeten bezweckten durch ihren Plan vornlöten nun auch die Vereinigung mikBenningsen und der Ncrdarmee; sie befandensich bald genug auf günstigerm Terrain, um ihr Geschütz - und Gewehrfeuer ganzwirken zu lassen. Blucher griff Schönfeld und die nördliche Vorstadt Leipzigs an;Karl Johann setzte bei Plaußig, Grastorf und Taucha über die Parde und rücktegegen Paunsdorf und ebenfalls gegen Schönfeld. Zhm näherte sich Benningsenaufder grimmaischen Straße her und trieb Macdonald von Holzhausen nach Stöt-teritz. Gegen Probstheida drängten die Corps der großen verbündeten Armee, undder Prinz von HessemHomburg versuchte abermals die Plciße zu gewinnen. Aberaller Anstrengung ungeachtet und durch Gmlay und die Reserven unterstützt, konnteer hier seinen Zweck wiederum nicht erreichen, und es ward mit sehr abwechselndemGlücke gefochten. Poniatowski bewährte seinen Hcldenmuth, und seine Kriegereine sparttvusche Tapferkeit. Dagegen gelang es gegen Mittag, das Vorwerk Meus-dorffzu nM»m, wodurch die Erstürmung vonProbsihuda, wo der heftigste Kampfwurde. Auch Blüchers Versuche wurden zurückgewiesen unddurch sch^Mgeö Terrain aufgehalten. Nur die Schweden hatten leichteres Spiel,zumal das gegen sie stehende Regnier'sche Corps, durch die Sachsen und Wüi tcm-berger gebildet, nach und nach die Reihen der Franzosen verließ und sich der SachederVerbündelen anschloß. So ward die DerbindungBenningsen'S mit den Schwe»den leichter, Paunsdorf mit geringer Mühe erstürmt und der Fall von Schönfelddurch Längeren erzwungen, die Eroberung von Probstheida, obwol nach langem,schwankendem Kampfe, endlich erreicht. Bei alle dem wußte Napoleon noch immerdie Lücken auszufüllen, die Nachtheile auszugleichen; noch war seine Linie nirgendsdurchbrochen, er nirgends im Rücken genommen; die Kräfte der Verbündeten er-schöpften sich nach und nach, und es schien den Franzosen ein erträglicher Rückzugnoch immer möglich. Aber er wurde schwer durch den Mangel an freien Colonnen-wegen, da alle, die nach der westliche» Vorstadt Leipzigs und weiter auf den Engpaßnach Lindenau führen, a it fliehendem Gepäck und Truppen in großer Verwirrungbedeckt, und keine Brücken über die Pleiße für solchen Fall geschlagen, auch sonst keineVorkehrungen getroffen worden waren. Nur Leipzig selbst war kurze Zeit vorhereinigermaßen gegen einen ersten Anlauf gesichert, die Gartenmauern der Vorstädteund ähnliche Gegenstände zu einer Vertheidigung eingerichtet. Nun wurden Ponia-toweki und Macdonald bestimmt, hier den Rückzug zu decken, der beim Anbruch desTages am 19. Dct. stattfand. Kaum bemerkten die Verbündeten, daß die Stellun-gen der Franzosen verlassen waren, so trafen sie Anstalten, in Leipzig von allen Sei-ten einzudringen. Die Preußen warfen sich in die grimmaische Vorstadt; aber hart-näckig war der Kampf amSteinwcge; die französ. Truppen hielrev >hn fest, undnur erst, als es gelang, durch mehre aufs Feld führende Gärten zu dringen, konntensich die Preußen im grimmaischen Thore behaupten. Ebenso standhaft wurde dasThor nach >Lchönfeld lange vertheidigt. Russische Jäger erstürmten endlich dasGerberihor, was Blücher am Tage vorher vergeblich unternehmen ließ. Er hattesich auf dje Anhöhen von Möckern und Eurritzlch gezogen und Pork s Corps nachder Saale entsendet, um den zu erwartenden Rückzug der Franzosen in der Flankezu beunruhigen. Ein anschauliches Bild von der grauelvollen Verwirrung diesesRückzugs durch die Stadr und ihre nächsten Umgebungen zu entwerfen, würde dieGrenzen der Möglichkeit übersteigen. Mit jedem Augenblicke stieg die Unordnungher Fliehenden, und als durch eine Übereilung die einzige Brücke über die Elster zuzeitig gesprengt worden war, ging die Flucht in wilde Verzweiflung über. Kurz vor-her hatte Napoleon selbst, nachdem er von dem König von Sachsen und dessen Fa-Miiss Abschied genpipmeii, nur mit Muhe und auf Umwegcn, durch die ranstädter