Band 
Sechster Band. K bis L.
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Lcinoine

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Lrmontcy

lagus (dem ägäikchen Meere) zwischen dem Hellespont und dem Berge Athos (7(IM., 8000 Emw.), lstieich an Wein, Weizen ». s w. )lufihr befand sichehemals ein feuerspeiender Berg, Meschika, den man für VulcanS Werkstätte hielt.Die Mythe läßt hierdcnVulcan, (der daher auch I.e,,>>>>,,8 hecht) wohnen, nachdeniihn Jupiter aus dem Olymp geschleudert hatte. Verschiedene auf dieser Insel verübleGräuelthaten (s. Hypsipile ) gaben im Alterthum Anlaß, ähnliche Verbrechenlemnische Handlungen zu nennen. Zu den Merkwürdigkeiten gehört ein sogen. La-byrinth und die len.i l.anini-, oder Siegelerde (s. d.).

Lemoine (Franz), Geschichtmaler, geb. 1688 zu Paris , kam im 13. I.zu dem Maler Gallosche, bei welchem er 12 I. blieb, während welcher Zeit er be-sonders die Werke von Carlo Maratti und Pietro de Cortona studirte. Er ward1718 Mitglied der Akademie. Weil die Unruhen des spanischen Erbfolgekriegs dieUnterhaltung von Kunstzöglingen in Rom verhinderten, so mußte er seinen Wunsch,Italien zu besuchen, aufgeben, bis endlich ein reicher Kunstfreund, Namens Ver-zier, 1723 ihn zu seinem Begleiter nahm; doch konnte ein Aufenthalt von 6 Mo-naten in Italien zu einer Zeit, wo sich sein Talent schon ausgebildet hatte, ihmnicht so nützlich sein, als es früher eine Beschäftigung mit Roms Kunstschätzen ge-wesen sein würde. Er vollendete jedoch eins seiner besten Gemälde, eine ins Badsteigende Frau, während seines Aufenthaltes in Bologna, Venedig und Rom .Nach seiner Rückkehr zum Professor an der Akademie ernannt, fand er bald Ge-legenheit, sein Talent in demGemälde derCapelle der heil. Jungfrau in der KircheSt.-«ulpice zu zeigen, dessen Gegenstand die Himmelfahrt ist, wiewol das Bildhinsichtlich der Composition gegründeten Tadel erfuhr. Seit es 1780 von Calletvöllig hergestellt worden ist, kann es nicht mehr für L.'s Werk gelten. Sparermalte L. die Decke im Herculessaale zu Versailles, das größte Gemälde in Europa ,da es 64 Fuß lang und 54 breit ist, ohne von irgend einer architektonischen Unter-brechung getheilt zu sein. Es hat 142 Figuren. Er hatte die Arbeit beinahe voll-endet, als er bemerkte, daß die Hauptgruppe ein wenig zu tief stand, und er besannsich nicht, sie höher zu rücken, wodurch aber fast in allen andern Gruppen Änderun-gen nothwendig wurden. Die Anstrengungen bei dieser 5jährigen Arbeit haltenseine Gesundheit geschwächt; dazu kamen häusliche Unfälle, die seine von Naturschwermüthige Stimmung erhöhten, und Empfindlichkeit über die Gunsibeweift, diegeringere Künstler erhielten; alle diese Umstände wirkten vereint, seinen Verstandzu zerrütten. In einem Anfalle von Wahnsinn nahm er sich 1737 das Leben. Beiunbefangener Würdigung seiner Arbeiten kann man nicht läugnen, daß hauptsäch-lich durch ihn die franz. Schule in Verfall gerieth. Seine Zeichnung ist unrichtig,seine Formen sind manierirt: Fehler, die gut geordnete Gruppen und blendendes,wenn auch nicht wahres Colorit nicht verdecken können.

Lemontey (Pierre Eduard), Mitglied der franz. Akademie, Rechtsgclehr-ter und Dichter (geb. 1762 zu Lyon, gest. den 27. Juni 1826 zu Paris ), trugbei der Zusammenberufung der Stände 1789 durch seine Schrift: „Ob ei» Pro-testant zu der Ständeversammlung wählen und auch selbst gewählt werden könne",wesentlich dazu bei, daß endlich dieser zahlreichen Classe von Staatsbürgern die bür-gerlichen Rechte zurückgegeben wurden. Später zum Abgeordneten des Rhone -depart. ernannt, schloß er sich der constitutionnellen monarchischen Partei an undsuchte, so viel er vermochte, die ausschweifenden Maßregeln der wilden Demagogenzu mäßigen. Auch gelang es seinem Eifer, eine Menge abwesender Gelehrten,Künstler und Reisenden, die man ohne Untersuchung mit jenen Emigranten, dienur darum ihre Heimakh verließen, um die Waffen fremder Feinde ins Land zuführen, den Emigralionsgesetzen unterwerfen wollte, zu retten. Bei den Verhand-lungen über Ludwig XVI. benahm er sich ebenso menschlich als brav. Als dasSchreckenssysten herrschte, flüchtete sich L. nach der Schweiz und kehrte erst nachConversationj-Lericon. Bd. VI. 55