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Lemot .
dem Sturze der Bergpartei zurück. Damalsgaber,tieferschüttertvon dem Unglück,welches seine Vaterstadt betroffen hatte, seine schönende: „bc-, ruiue» »I« 1v<>»>",heraus. Später zog er sich ins Privatleben zurück, bereiste Italien, gab in Paris mehre dichterische Arbeiten heraus und schrieb verschiedene Opern und Romane.1804 übertrug die Regierung ihm und 2 andern Gelehrtendie Censur der Theater-schriften, ein undankbares Amt, das er anfangs mit vieler Umsicht verwaltete, inwelchem er sich aber später den Tadel der Autoren zuzog. Nach der Restaurationerhielt er den Orden der Ehrenlegion und das Amt einesGeneraldirectors desBuch-handels; auch kam er 1819 an Morellet's Stelle in die Akademie. — Von seinenSchriften nennen wir den in Stcrne's Meist geschriebenen Roman: „I.« 1-,,»iIIe»In ckni.n, on lronL-iion; a l'ari; ?" (verf. bei Gelegenheit von Napoleons Thron-besteigung), der in 4 Monaten 4 starke Zlufl. erlebte, und den (jetzt sehr gesuchten)„b.Sdai ,<>ur I'clublissornent rnnnarok.iguo clo chnuis XIV." (sein Meisterwerk,kühn und wahr), der ein Vorläufer seiner nicht vollendeten „Uistcni o lle la I'rnnceklrziui, lu »inst ils I.oiii» xlv." war. Von seinen Opern machte „I'al,,>.i, ou Is->r>v,iZo ri, Oreoe" während der Revolution großes Glück, da er darin den Wan-dalismus jener Zeit, die Zerstörung der Kunstdenkmale Frankreichs unter deni Schil-de republikanischen Civismus, muthig angriff. 12.
Lemor (Fram o>s Frkdcric), Mitglied des Instituts, Bildhauer, Professoran der k. Akademie der schönen Künste in Paris, geb. 1713 zu Lyon , widmete sichauf der 'Akademie zu Besaneon der Baukunst, und setzte kaum 12 I. alt, seineStudien in Paris fort. Der Änblick der Meisterwerke der Skulptur in der Haupt-stadt weckte in ihm die Liebe zu dieser Kunst. Eines Tages zeichnete er im Parkvon Sceaux die Statue des Hercules von Puget, als eben einige Akademiker, dar-unter der Bildhauer Dejoux, sich dort befanden. Erstaunt, einen Knaben vonseinem Alter so vertieft zu sehen, ließen sie sich mit ihm in ein Gespräch ein, und dasie hörten, daß er zu Fuß in die Hauptstadt gekommen sei, um Unterricht zu suchen,so nahm sich Dejoux seiner an. L.'s Talent entwickelte sich so schnell, daß er 1790,kaum 17 I. alt, für ein von ihm gearbeitetes Basrelief den Preis von der Akade-mie erhielt. Ludwig X VI. gab ihm ein Iahrgehalt, damit er sich in Rom ausbil-dete. Aber in Folge der Revolution hörte diese Unterstützung auf, und L. gingvon Rom, dem größten Mangel preisgeg-ben, nach Neap-l, dann nach Florenz .Endlich wagte er es, auf den Rath des sranz. Ministers in Florenz , Cacault, insein Vaterland zurückzukehren, um bei der damaligen Regierung für sich und mehrejunge Landslcuie — Künstler, und in Noth wie er — Hülfe zu suchen. Untergroßen Gefahren (denn man bewachtere ihn in Italien als Revolutionnair und inFrankreich als Emigrant) erreichte er Paris ; aber nur für Andre erhielt er, was erbat; er selbst mußte als «oldar zur Rheinarmee abgehen, wo er unter Pichegru focht. Eben stand er auf den Vorposten, als der Befehl aus der Hauptstadt kam,er solle zurückkehren und ein Modell zu einer bronzenen, 50 Fuß hohen Statue ent-werfen, welche man auf dem Platze bei Pomneuferrichten wollte. Diese Statuesollte das sranz. Volk unter dem Bilde des Hercules darstellen. Die deßhalb nie-dergesetzte Commission billigte L.'s Modell. Politische Verhältnisse verhindertenindeß die Ausführung; doch hatte L. sich mit der Kunst, Bildwerke in Metall zugießen, vertraut gemacht, was ihm später bei Verfertigung der Statue Hein-richs IV., die er auf Befehl Ludwigs XVIII. ausführte, große Dienste leistete.L.'s vorzüglichste Werke sind seine Statuen, Lykurg, Solon und Cicero, in Mar-mor , seine beiden für den Saal der Pairskammer verfertigten Basreliefs, seine ko-lossale Büste von Jean Bart, eine Hebe, die dem Jupiter die gefüllte Schale reicht,eine Statue des Königs Joachim Murat , der große Fronton an der Colonnade desLouvre, eine schlafende Jungfrau, der Siegeswagen und die Victorie, die bis zurZurückgabe der eroberten Kunstschätze, mit den Pferden vom Markucplatz in Ve-