Band 
Sechster Band. K bis L.
Seite
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Lenoir ('Alexander)

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Augen verfertigten Merke: ,,s)ö>uil »ur guiügue.? ßtnl>li,l««n»-iu> cko l« «3le >I<!?i,i > 8. <!«-x>!i»(Iä p:w 8. dl. I. !a r< ine ,In Ilon^ri,.-" (Paris 1780). was durch ihnund von ihm für die Verbesserung der Hospltzler, Gefängnisse, der Waisen-, und Für-,delhäuser, der Feuer-, RettungS- und Reinlichkeitsanstalken, kurz für alles Das ge-than wurde, was zu einer guten Polizeiverwaltung gehört. Außerdem ward nochvon ihm eine Backanstalt, die Bedeckung der Korn und Leinwandhalle, die Errich-tung einer Leibbank und die Verbesserung der Straßenbeleuchtung betrieben, sowieer auch seine Sorgfalt dahin richtete, daß die bei den Milchverkäufen üblichen Ku-pfergefäße abgeschafft, Hallen zum Verkauf des Fleisches und andrer Nahrungsmittelerbaut, und die mitten in der Stadt befindlichen Kirchhöfe außerhalb derselben ver-legt wurden. Endlich hatte er großen Antheil an der Abschaffung der Folter in Frank-reich . Trotz dieser trefflichen Verwaltung seines schweren Amtes wurde L., nachNiederlequng seiner Stelle und nachdem er den Posen eines Bibliothekars beimKönig überkommen, in öffentlichen Druckschriften angegriffen; doch fanden sei»Verdienst und seine Rechtschaffenheit bald allgemeine Anerkennung. Beim Aus-bruch der Revolution begab er sich nach der Schweiz, dann nach Wien , wo ihnKaiserPaul 1. von Rußland für seine Dienste zu gewinnen suchte. Der Tod dieses Mon-archen brach die Unterhandlungen ab, und L. kehrte 1802 in sein Vaterland zurück,wo er über mehre Punkte der Verwaltung zu Rathe gezogen wurde und den Poli-zeiminister Fouchü in Erstaunen setzte, als er ihm bewies, mit wie wenig Kosten ereinst die Verwaltung der Polizei in Paris bestriltcn habe. Da L. fast sei» ganzes,ohnedies nur mäßiges Dernrögen in der Revolution verloren hatte, so ward ihm vondem von ihm gestifteten Uout-üe-l'i. iü ein Iahrgeld von 4000 Fr. ausgesetzt, undein Mann, deni er in früherer Zeit einen Dienst erwiesen hatte, und der uMerdessenreich geworden war, übergab ihm ein Landhaus in der Nähe von Paris zum lebens-lünglichen Gebrauche. Don hier kam L., die letzten Tage seines Daseins in Ruheverlebend, oft in die Hauptstadt, woselbst er 1807 im 75. I. seines Alters starb.

Lenoir (Alexander), geb. den 26. Der. 1762 zu Paris , erwarb sich als Di-rector des franz. Museums der Alterthümer um die Erhaltung der KunstdenkmaleFrankreichs die größten Verdienste. Er machte seine LAudien im Eollegium Maza-rin, dann auf der Kunstakademie zu Paris . Später widmete er sich unter des Hof-malers Doyen Leitung bis 1790 der Malerei. Um diese Zeit erhob sich in Folge derdurch Revolution und Reaction aufgeregten Leidenschaften jener Vandalismus, derViel« der schönsten, in Klöstern imd Palästen aufbewahrten Kunstwerke vernichtete,aus Haß gegen die frühere Willkürherrschaft in Staat und Kirche. Da faßte L. denPlan, zu retten, was möglich sei. Er schlug durch Bailly (damals ersten Mairevon Paris ) vor, man solle alle Kunstschähe aus Klöstern u. dgl. in ein große« Na-tionalmuseum vereinigen. L., mit der Ausführung dieses Unternehmens beauf-tragt, ließ sich die Sache so angelegen sein, daß er mehrmals bei seinem Bestreben,dergl. Kunstschätze der Wuth der neuenBilderstürmer zu entziehen, in Lebensgefahrgerielh. Da er für denselben Zweck ganz Frankreich bereiste, so gelang es ihm, derNachwelt einen großen Theil jener Denkmale zu erhalten, die dem Künstler Gele-genheit geben, die Fortschritte der Kunst in dieser oder jener Periode kennen zu ler-nen. Durch die Vereinigung des Geretteten entstand das berühmte Museum derfranz. Kunstdenkmale in der Straße sie? l'<-!i t8-.1i,xi>rln>r, dem L. fast 30 Jahrehindurch mit ununterbrochenem Fleiße vorstand, sod.iß man mit Recht sagen kann,ihm verdankt Frankreich Alles, was es in dieser Art besitzt. Nach der Restaurationward auf königl. Befehl 1816 das Gesammelte den frühern Besitzern, d. h. denKirchen und wiedererstandenen Klöstern, zurückgegeben, und somit dies National-muftum aufgelöst, L. aber zum Aufseher der Kunstschähe der Kathedrale von S t.-Denis ernannt. Man schätzt s. „Untersuchung über die CostumeS und Gebräucheder Vorzeit", und eine andre über die Kunstdenkmale des Abend- und des Morgen-