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Leo
Leonidas
in der-Schweiz, an dem Hofe zu Dresden und an andern deutschen Höfen, vollzogeine Sendung PiuS's Vll. an Ludwig XVIU. und war zuletzt Generalvicar vonRom . Als Papst ernannte er den Card. Sommaglia zum StaatSsecretair, später denCard. Pacca, zuletzt den Card. Bernetti. Er machte sich durch Erlas mancher Ab-gaben, durch Milde, durch persönliche Prüfung der öffentlichen Armen-und Kran-kenanstalten und der Gefängnisse bei dem Volke beliebt. Da er fest auf den Rech-ten der römischen Curie bestand, so traten 1824 Spannungen mit der franz. undmit der Östreich. Regierung ein. Am HimmelfahrtStage 1824 kündigte er das Ju-beljahr 1825 an. Sein encyklischeö schreiben an die Christenheit über dasselbe ent-hielt einen heftigen Ausfall auf die Bibelgesellschaften. Am 17. Mai 1824 über-gab er den Jesuiten und ihrem (1829 verstarb.) General Louis Forsts das römischeCollegium, wie sie es bis 1773 gehabt hatten, nebst der Kirche des heil. Ignatius ,dem Oratorium, dem Museum, der Bibliothek, dem Observatorium, damit siesich ganz der Erziehung der Jugend weihen könnten. Auch knüpfte Leo XII . dieVerbindung des apostol. Stuhls mit den spanisch-amerikanischen Republiken an,namentlich mit Chile . Übrigens suchte er dem Räuber-und Banditenwesen im Kir-chenstaate mit Strenge Einhalt zu thun, sowie die Überreste des Carbonarismus zuunterdrücken. 1825 ließ er die Gefängnisse der Inquisition wiederherstellen; auchsorgte er für die Wiedererbauung der St. Paulskirche . Endlich stellte er viele Miß-bräuche in dem Bureaudienste, z. B. in der ab. Daß übri-
gens von Rom die Fäden der sogen, thepkrastfchen Faction auSlaufen, ist begreiflich;indeß billigte L. keineswegs fanatische Umtriebe. Seine Entscheidung machte demUnwesen mit dem fanatischen Kreuze in Frankreich ein Ende, und die königl. franz.-Ordonnanzen vom I. 1828 gegen die Congregation der Jesuiten wurden von ihmgutgeheißen. Leo XII. starb den 10. Febr. 1829, worauf, wie es während derErledigung des apostol. Stuhles üblich ist, der Secretair des Cardinalscollegiumsdas Staatssecretariat übernahm. Leo's Nachfolger ward den 31. März 1829 derCard. Franc. Saverio Castiglioni u. d. N. Pius VIII .
Leo (Leonardo), zuletzt Capellmeister am Conservatorio St.-Onofrio undPrivatcomponist beider königl.Capelle zuNeapel, geb. 1694 (nach Piccmi 1701)zu Neapel, soll unter Scarlatti studirt haben. Ihm, Pergolesi , und einigen andernComponisten s. Zeit gebührt der Ruhm, die neapolitanische Schule über ganz Eu-ropa verbreitet zu haben. Unter s. Schülern zeichnen sich Piccini, Sacchini, Per-golesi, Traetta u. A. aus. Er übertraf alle seine Vorgänger und galt, da er alle Gat-tungen der Composition in einem gleich vollendeten Grade ausbildete, für einen dergrößten Meister Italiens . Alle s. Werke werden von den ital. Tonkünstlern mitEhrfurcht studirt. Ungeachtet L. besonders für das Leidenschaftliche, Große undErhabene geschaffen war, so gelang ihm doch das Naive, Zarte und Scherzbastenicht minder, wie dies s. komische Oper „II eine" (Das heißt) beweist. L. istübrigens der erste Componist, der sich in seinen komischen Opern der Form der Ron-dos bedient har. Er starb 1742. Seine vorzüglichsten Operncomposiiionen sind:,.8olc>ni«bu" (1718, nach Burney seine erste Oper); „Olimpi-»!«:" (worin dasDuett: Xei gstorui tuoi leüci, und die Arie: Xo» 50 llonile vieur, vorzüglichbewundert werden); „bn olomonrs cli lit»" (1735)- „,4uI>i!Ie iu 8<-ir<>"(1740). Zwei Oratorien: „8->nlu Lien.a.->> calvai io", nach Metastasio s Tept,und „ba morte ll'Xbclv". Unter s. Kirchenstücken sind die vorzüglichsten s. „ Vvvhlsri-i"und ein „ölirercro" c.ipell.i. Letzteres zeichnet sich durch seinen er-habenen, das Innerste ergreifenden Styl, durch seine wunderbare harmonische undcontrapunktische Arbeit und durch Adel und Klarheit der Schreibart aus. (Überihn s. Heinse s „Hildegard von Hohenthal", Bd. 1, S. 149 fg.)
LeonardodaVinci, s. Vinci.
Leonidas, König von Sparta, Sohn des Königs Anaxandrideö, bestieg