Leontimn
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Leoninische Verse
491 vor Chr. den Thron. AlsXerxeS, König von Persien , mit einem ungeheuernHeer in Griechenland einfiel, waren von den größten Staaten Athen und Sparta die einzigen, die sich zum Widerstand entschlossen. Die Spartaner gaben denOberbefehl ihrer Kriegsmacht dem Leonidas , der (im I. 189) mit 300 M. nachThermopvlä zog. Sein Heer beließ sich mit den Hülfsvölkcrn nur auf 7000 M.;allein er wußte es so geschickt aufzustellen, daß die Perser, als sie bei dem Engpässeankamen, alsbald die Schwierigkeit einsahen, ihn mit Gewalt zu nehmen. Xerxes machte daher einen Versuch, L. zu gewinnen, und trug ihm die Herrschaft überganz Griechenland an. Als dieser Vorschlag mit Verachtung zurückgewiesen wor-den, sandte der Despot einen Herold mit der Auffoderung an die Griechen, ihreWaffen auszuliefern. „Er komme und hole fiel" war die Antwort des spartani-schen Königs. Drei Mal drangen die Perser mit großer Macht gegen den Engpaßvor, aber drei Mal wurden sie mit großem Verluste zurückgeschlagen. Zur selbenZeit führte der verrätherische Grieche Epialtes eine erlesene Truppe von 10,000Persern auf einem geheimen Wege über die Gebirge, welche, nachdem sie die we-nigen ihnen entgegenstehenden Phocenser in die Flucht geschlagen, im Rücken desL. erschienen. Der Held sah, daß Alles verloren sei; da beschloß er, durch eindenkwürdiges Beispiel zu zeigen, was die Griechen zu thun vermöchten, wenn dasVaterland sie dazu auffodere. Dazu kam noch, wie man sagt, der Orakelspruch,daß Sparta nur durch den Tod eines seiner Könige gerettet werden kenne. Umunnützes Blutvergießen zu vermeiden, entließ L. den größer» Theil seiner Truppenund behielt nur die 300 Spartaner, 700 Thespier lind 100 Thebaner bei sich;Letztere gewissermaßen als Geiseln für die Treue ihrer Landsleute, die Thespier aber, weil sie durch nichts zu bewegen waren, ihre spartanischen Bundesgenossenzu verlassen. Sobald Lerres den glücklichen Übergang des von Epialtes geführtenHeeres vernommen hatte, warf er sich mit seiner ganzen Macht auf den Emgangdes Passes. Aber L. drang vor Tagesanbruch in das persische Laaer ein. Nachdemer den Sieg den Persern lange streitig gemacht hatte, fiel der Held, von erschla-genen Feinden umringt. Die Seinen vertheidigten s. Leichnam, bis sie, von vornund hinten angegriffen, sämmtlich das Schlachtfeld deckten. Die Griechen er-richteten den Gefallenen ein Denkmal und verordneten die Feier jährlicher Kriegs-spiele über ihren Gräbern.
LeoninischeVerse heißen von einem Dichter des Mittelalters, NamensLeo, nach And. vom Papste Leo >l. (680), die zu jener Zeit nicht ungewöhnlichenHexameter und Pentameter, in denen Mitte und Schluß mit einander reimen,und in denen oft lange Gedichte abgefaßt wurden. Sie sind als eine geschmackloseAusartung zu betrachten.
Leo ninischerVcr trag (incletas lenin»-,. Löwengesellschaft; nach deräsopischen Fabel), ein Gesellschaftsvertrag, wo ein Theilhaber allen etwaigen Nach-theil allein trägt, und der andre allen Nutzen allein zieht. Eine solche Übereinkunftist als Societät nach den Rechten ungültig, da sie vielmehr eine Schenkung ist.
Leonische oder LionscheGold-undSilberarbeiten. DasIronische oder unechte Gold ist eine Mischung aus dem reinsten cementirten Kupferund dem reinsten Zink; das Silber aber wird aus Kupferstangen verfertigt, die mitDlaktsilber versilbert sind. Man macht dann leonischen Draht daraus, und ausdiesem Waaren, besonders Spitzen, Borten, Tressen u. s. w., die den echten zwarziemlich ähnlich sind, an der Luft aber anlaufen und bald unscheinbar werden.Der Zettel ist dabei von Zwirn, der Eintrag aber von cementirtcm oder versilber-tem Kupferdraht genommen. Zn Deutschland sind Fabriken der Art in Nürnberg ,Wien, Berlin, Hamburg, Breslau, Freiberg an der Mulde u. s. w.
Leontium (Leontia), eine Hetaire, die Schülerin und Geliebte desEpikur. Nach Einigen war sie die rechtmäßige Gemahlin, nach Andern die Ge-