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Köpfe ab, bis auf den unsterblichen, welchen er in die Erde vergrub und mit einemgroßen Felsenstücke bedeckte. Dann tauchte er seine Pfeile in das giftige Blut desUngeheuers, um damit unheilbare und tbdrliche Wunden machen zu können. Nachandern Sagen soll sich Hercules bei diesem Kampf eines goldenen, sichelförmigenSchwerts bedient baben; auch soll die Hydra geflügelt gewesen sein.
Lesage (Alain Rene), Vers. des „Gil Blas von Santillana" geb. um1668 zu Sarznau, einer kleinen Stadt auf der Halbinsel Ruys, 4 Stundenvon Vannes in Bretagne , verlor seine Ältern früh und kam durch einen Onkeluni sein kleines Vermögen. In dem Collegüun der Jesuiten zu Vannes zeichneteer sich durch seinen Fleiß aus, ward aber von den Vatern der Gesellschaft Jesu , dieihn auf ihren Meierhöfen in der Bretagne anstellten, so wenig gut behandelt, daßer seine Function verließ, seitdem einen tiefen Widerwillen gegen die Gleisnereiderselben empfand und sich später durch seine geistreichen Schriften an ihnen fürdas Unrecht rächte, das sie ihm mochten erwiesen haben. 1692 kam er nach Pari«,theils um seine Lüudien fortzusetzen, theils sich ein Unterkommen zu verschaffen.Er fand Zutritt in guten Häusern, und eine reiche Dame, deren Herz er gewonnenhatte, unterstützte ihn. Nach Auflösung dieser Verbindung heirathete er, nachdemer die bischöfl. Erlaubniß dazu erlangt hatte, die Tochter des Bürgers Huyard zuParis , im Sept. 1694. Don jetzt an widmete sich L., der sich anfänglich alsÄdvocat beim Parlament hatte einregistriren lassen, ganz der Literatur. Seinerstes Werk, was jedoch eine kühle Aufnahme fand, war eine Übersetzung deroriech. Briefe des Aristcnät (1695). Durch einen Freund, den Abbö de Lyonne,der ihm eine Rente von 600 Livres aussetzte, mit der spanischen Literatur vertrautgeworden, fing L. nun an, Lustspiele von Lopez de Vega, Francesco de Ropasu. A. zu bearbeiten, und 1704 — 6 erschien seine Übersetzung von Tervantes's„Don Quixote ". Diese Arbeiten sowol wie der von ihm ein Jahr daraus her»ausgeg. „Dibble Iioltcux" (nach „UI Nable» cojvulv", von Don Louis Velez deGuevara, s. d.) gründeten seinen Ruf, der durch den 1715 zum ersten Mal ausLicht tretenden „Gil Blas von Santillana" die größte Ausbreitung erhielt. Auchauf der Bühne machten s. Arbeiten Glück, vorzüglich „Oinpiu, ,ival de so,»,»>.>»>,c" und „!'»ie-a,e't". Der fleißige Schriftsteller, der, außer einer Mengeandrer Romane und Theaterstücke, eine nicht uninteressante Sammlung von Anek-doten und geschichtlichen Charakterzügen, auch eine Übersetzung von Bojardo's„( >> >!,,,du iunaiouralu" herausgab, sah, in glücklichen häuslichen Verhältnissenlebend, einem ruhigen Alter entgegen, das nur durch 2 seiner Söhne, die sich ge-gen seinen Willen dem Theater widmeten, getrübt wurde. Doch glich sich dieses Miß-verhältniß durch die Verwendung seines zweiten Sohnes, der sich dem geistlichenStande gewidmet und ein Kanonikal zu Boulogne erhalten hatte, aus, und L.verzieh, hingerissen von der Küiistlcrschaft seines ältesten Lwhnes, welcher sich alsSchauspieler Monmienil nannte. Beiden. Der Tod dieses -Lohnes wirkte so tiefauf den Greis, daß er sich mit seiner Gattin aus den gewohnten Kreisen in derHauptstadt zurückzog und nach Boulogne wandte, wo er i» den Armen derSeinen, beinah 80 I. alt, den 17. Nov. 1747 starb. L. empfand die letzteZeit seines Lebens einen besondern Einfluß des Sonnenlichts auf seinen Körper.Sobald nämlich dies Gestirn sich deni Meridian näherte, fühlte er sich wohl, kräf-tig und leicht; wenn aber der Tag sich zu neigen begann, fiel er in einen Zustandvon Schwäche und Abspannung, der regelmäßig bis zum Wiederanbruche desneuen Tages dauerte.
L e s b o S, jetzt Metelin (von der ehemal. Hauptst. Mitylene, einst die ein-same Wohnung des Aristoteles, jetzt eine türk. Festung), eine griech. Insel (1100Stadien im Umfange, 121IDM., 40,000 E., meistens Türken), in dem nördl,Winkel des ägäischen Meeres (des Archipelagus), an der asiatischen Küste, derSage