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5icht
rialität oder räumliche Existenz bestehen (s. Geist), denn die Thätigkeit einesDings fthr notbwendiq die andrer Dinge voraus, gegen die sie sich richtet oder mitwelchen sie in Wechselwirkung "°"t, s>ch gegen sie z» behaupten. Thätigkeit istnicht ohne Widerstand, Wirkung nicht ohne Gegenwirkung; jeder Punkt, jedejrTheil einesDmgS ist mit dem andern in Wechselwirkung, oder jedem Moment se -ner Thätigkeit entsmicht gleichzeitig das Moment einer andern Thätigkeit. Unddieses gleichzeitige Nebeneinanders-in der Thätigkeiten oder diese wechselwirkendeGleichzeitigkeit der Kräfte ist ja eben das räumliche Bestehen der Dinge, ihre Ma-terialität. Es kennen aber nicht gleiche Kräfte oder Tätigkeiten neben einandersein oder gegen einander wirken (da völlige Gleichst it Einheit ist, nicht Zweiheitoder Vielheit), sondern nur verschiedene. Durch die Verschiedenheit nur ist die Ent-gegensetzung der Dinge, Kräfte oder Thätigkeiten (ihr polares Verhältniß) bedingtund mit der Entgegensetzung ihrer Wechselwirkung gegeben. Wenden wir nundiese Principien auf die Natur (den Ursprung) desjenigen Weltphänomens an, daswir Licht nennen, so ist klar, daß mit der Entstehung des Sonnensystems der kos-mische Gegensatz zwischen der Sonne und den Planeren gegeben war, die sich wieCeniru,» und Peripherie, oder wie das Haupt des Svstems zu dessen Gliedern ver-halten. Wo aber Gegensatz ist, da ist auch Wechselwirkung. So».,e und Pla-neten stehen daher von dem Augenblick ihrer Entstehung an mit einander in fort-währender Wechselwirkung, deren erste ursprünglichste Erscheinung das Licht ist.Nicht die Sonne für sich allein alft kann Licht geben oder zeugen, sondern letztere«ist das Erzeugnis, des Streites zwischen der Sonne und den Planeten. Das Lichtist Sonnenthätigkeit (Sonnenacnon), modisicirt durch die Gegenrhätigkeit (Reac-tion) des Planeren. Was im thierischen Organismus (dem Mikrokosmus) dieNervenihätigkeit, das isr im Weliorganismus (dem Sonnensystem) das Licht.(D nn auch die Nerventhätigke't ist durch Gegensatz bedingt, z. D. zwischen Ner»und Muskel, deren Wechselwirkung als Beweggrund erscheint, oder zwischen denSmnesnerve» und der Außenwelt, deren Wechselwirkung die sinnliche Wahrneh-mung erzeugt.) Wenn also das Licht a'S die Erscheinung der wechselwirkendenSonne»-und Planeientbärigkeiren erklärt wird, so ist in dem Worte Erscheinungschon angedeutet, daß in dieser Erklärung das Licht nicht bloß ideell (als reine Thä-tigkeit), sonder» zngl.ich reell (als Stoff) gesetzt ist. Wie jede Thätigkeit sich noth-wendig materialisi!en (stoffig werden) muß, so auch das Licht. Und darum ist derRaum zwischen der Sonne und den Planeten nicht leer (der leere oder reine Raumist eristenzlos, ein bloßes Abstractum), /andern mit der ätherischen Atmosphäre derSonne und Planeten erfüllt. Der Äther ist daher das materielle Product derWechselwirkung zwischen Sonne und Planeten. Wer diese Ansicht nicht fassenkann, der halte sich an die bekannten Meinungen, z. B. die Sonne sei ein anseiner Oberstäche brennender oder wenigstens phoSphorcScirender Körper, oder einidioelektrischer, der durch seine Rotation und die dadurch entstehende Reibung anseiner Atmosphäre elektrisches Licht erzeugt, oder sie sei ein Lichtmagnet, der au«den Räumen des Himmels Licht anzieht, einsaugt und wieder nach allen Seitenzu abstoßt. Diese und ähnliche Hypothesen setzen freilich das Licht als schon fertigvoraus, oder sie sprechen nur von zufälligen Umständen, unter welchen das Lichtentstehen kann, während sie (die Hvpothesen) die Frage nach der Natur (dem We-sen, dem Ursprünge) des LichiS gar nicht berühren. Es konnte hier nur vom kos-mischen (dem sogenannten Sonnen.) Lichte und dessen Ursprung die Rede sein,denn davon hängt alsdann die richtig" Erklärung der besondern Gattungen desLichts, z. B. des elektrischen, phosphorischen, des denn Verbrennen entstehendenLichtes u. s. w. im Wesentlichen ab. (S. die entsprechenden Art.) Die obige Auf-klärung über das Wesen und den Ursp ung des Lichts verdanken wir zunächst Oken (s. dessen „Lehrbuch der Naturphilosophie", 1. Thl., auch dessen „Erste Ideen zur