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Licht (in der Malerei) Lichtenberg
Theorie des Lichts, der Finsterniß, der Farben und der Wärme", Jena 1808, 4.);aber Ferdinand Runge in Hamburg hat das Verdienst, die ersten wissenschaftlichenGrundzüge Oken'S zur Theorie des Lichts berichtigend weiter ausgebildet zu haben.Vgl. den Aussatz dieses Philosophen in Kiefer s „Archiv für den thierischen Ma-gnetismus" (Bd. 8, St. 2, und Bd. 10, Vt. 1): „Die Genesis des menschlichenMagnetismus".
L i ch t (das) in der Malerei, bestimmt nach seiner Stärke auch den Schattenund tue Fal ben, Ersterer aber hängt ab von der Reinheit desselben und deni Me-dium, durch welches es fällt, sowie von der Stellung der Körper gegen das Licht,sein Einfallen und seine Verbreitung, (S. Beleuchtung, Schatten undHaltung.) — Abgedämpftes Licht ist dasjenige, welches dunkler ist als dasHauprlicht im Bilde. Dies geschieht dadurch, daß entweder ein Gegenstand deinAuge entfernter oder dein Lichtstrahl in weniger gerader Richtung ausgesetzt ist, wodas Licht nur streift, wodurch Schlagschatten entstehen. Lichter, in der Mehr-zahl, heißen in der Malerei diejenigen Stellen, welche das einfallende Licht in sei-ner vollen Stärke empfangen. Die Anordnung und Vertheilung der Lichter imGemälde hängt mit Perspektive zusammen.
Licl >4 „ berg (i^eorg Christoph), einer der größten Physiker und witzigstenSchriftsteller der Deutschen, geb. 1,712 zu Ober-Ramstädt bei Darmstadt , wardas jüngste, achtzehnte Kind seiner Ältern. Er erhielt schon durch den Unterrichtseines Vaters einige physikalische Kenntnisse und besuchte nach dem Tode desselbendas Gymnasium zu Darmstadt . Bis in sein 8. I. war er gesund und wohlqebil-detz aber von dieser Zeit an zeigten sich die Folgen der Unvorsichtigkeit einer Wär-terin, die ihm das Rückgrath verrenkt hakte, und er bekam einen verwachsenen Kör-per. Die Sternkunde hatte einen besondern Reiz für ihn, und schon als Schülerhielt er einem s. Mitschüler Vorlesungen über Kästner'S „Anfangsgründe der Ma-thematik". Landgraf Ludwig VI II. unterstützte den fleißigen Jüngling. Die Redein deutschen Versen, bei seinem Abgänge vom Gymnasium, welche von der wahrenPhilosophie und der philosophischen Schwärmerei handelte, erwarb ihm viele Gön-ner. 1763 ging er nach Göttingen , wo er anfing sich den astronomischen Beobach-tungen zu widmen. Er beobachtete z. B. das Erdbeben 1767, ferner mit Käst-ner den Durchgang der Venus durch die Sonne am 19. Juni 1769, die Ko-meten von 1770 und 1771, sowie auch den von 1773, dessen Gang durch dieSternbilder er verzeichnete und der göttingischen Societät derWissensch. überreichte.Auch verfertigte er Mondcharten, auf denen die Flecken so verzeichnet sind, wie sieder Rechnung zufolge nc-ch und nach von dem Erdschatten bedeckt werden müssen.1770 sollte er Pros. der Mathematik in Gießen werden. Aber man bot ihm inGöttingen eine Professur an, die L. in seinem 28. I. antrat. Im Mai dessel-ben I. hatte er zwei junge Engländer von Stande nach London begleitet, wo ernicht allein den engl. Astronomen, sondern dem Könige selbst, der ihn auszeichnete,bekannt wurde. Als Professor in Göttingen zeigte er seine Vorlesungen durch einProgramm an, welches von der Schwierigkeit in der Berechnung der Wahrschein-lichkeit des Spiels handelte. Als der König die astronomische Bestimmung nieh-rer Städte seiner deutschen Staaten außer Göttingen verlangte, so maß L. 1772und 1773 die Lage von Hanover, Osnabrück und Stade , und legte der So-cietät zu Göttingen , deren Mitglied er 1774 geworden war, Rechenschaft vonseiner Arbeit ab. Hierauf gab er Tob. Mayer s Werke mit Erläuterungen heraus,und fügte eine Mondcharte und ein Verzeichniß der Mondflecken hinzu; doch ist da-von nur der erste Bond erschienen. Seine Liebe für England und die Lichtung, dieihm der König bewies, veranlaßte 1774 seine zweite Reise dahin. Auch dieserAufenthalt wirkte unverkennbar auf seine vielseitige philosophische und ästhetischeAusbildung. Ein Beweis davon sind die trefflichen Briefe über Ggrrick und das