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engl. Theater. Nur auf diese Weise konnte sich der Mann bilden, der uns nach-her einen Commentar zuHogarth'S Kupfern lieferte, wie ihn dieser-Seelenmalerunter seinen eignen Landsleuten nicht gefunden hatte. Indessen blieb die ernsteWissenschaft fein Hauptaugenmerk. Den beiden Förster, Vater und Sohn, schloßer sich auf das engste an. Er ward auch die« Mal von dem Könige mit der ausge-zeichnetsten Aufmerksamkeit behandelt und kehrte 1778 nach Göttingen zurück.Von nun an las er, da Erz-leben gestochen war, über Experimentalphysik nachdem Handbuche desselben, welches er 4 Mal, immer vielfach bereichert, bis zur 6.Ausg., auflegen ließ. Seine Vorlesungen über die Experimentalphvsik waren vonausgezeichnetem Werthe, und sein Apparat wurde von Kennern für königlich erach-tet. Schon 1789 kauft? die Universität diese Sammlung von Instrumenten füreine Leibrente von 200 Thlr., welche bei L.'s Tode auf die Kinder desselben über-tragen wurde. Entdecker in der Phvsik wurde er durch die Bemerkung der elektri-schen Figuren, welche sich auf elektrisieren Körpern bilden, und die er hervorbrin-gen und festhalten lehrte, sodaß sie auch nach ihm benannt word n sind. 1780schrieb er eine Fortsetz. seiner Beobachtung über die Berechnung der Wahrscheinlich-keit des Spiels. Außerdem stattete er den „Göttinzischen Almanach", seit 1778,jährl. mit interessanten Gegenständen aus. Als Lavater durch seine „Physiognomik"Aufmerksamkeit erregt hatte, schrieb L. 1773 die witzige Flugschrift: „Timorus,d. i. Vertheidigung zweier Isiaeliten, die durch die Kräftigtest der Lavater'schenBeweisgründe und der göttinzischen Mettwürste bewogen, den wahren Glaubenangenommen haben, von Konrad Photorin, der Theos und lic-Ist-« l.etirr, Ccm-didaten". «VeineSatyre verfolgte die Physiognomiker weiter in dem Aufsätze „Überdie Physiognomik wider die Physiognomen, zur B-förderung der Menschenliebeund Menschenkenntniß". Aimmermann in Hanover hatte Partei für Lavater ge-nommen und wurde durch L.'S Ausfall auf denselben in Feuer gesetzt. Es ent-stand zwischen Beiden eine literarische Fehde, die von L. mit Witz, van Zimmer-mann aber mit Bitterkeit und Persönlichkeit geführt wurde. Als Lavater 1778seinen Eohn nach Göttingen auf die Universität brachte und seinen dortigen Geg-ner besuchte, wurde er freundlich von ihm aufgenommen, und Beide söhnten sichvollkommen mit einander aus. Auf eine Veranlassung, die der Nachdrucker Tob.Göbhard in Bamberg gab, stellte L. in zwei an denselben gerichteten Episteln mitseinem gewöhnlichen Witze die Zunft der Nachdrucker in ihrer ganzen Blöße dar.Hierauf unternahm er mit Georg Förster die Herausgabe des „Göttingischen Ma-gazins der Wissenschaft und Literatur". Während dieser Zeit gerieth er mit Voßüber dessen Orthographie griechischer Eigennamen, und mit dein LduperintendentenZiehen in Zellerfeld über dessen Weissagung des nahen Untergangs eines großenTheils von Deutschland in Streit, den er mit dem ihm beiwohnenden Witze führte.Sein Sinn für Charakterdarstellung in der bildenden Kunst wurde durch den genia-len Hogarth unglaublich angezogen. Er hatte sonst längst dem göttinzischenTaschenbuch« einige Blätter verkleinerter Hogarth scher Köpfe beigefügt und sieMit einem sehr witzigen und geistreichen Commentar begleitet. Der Beifall, denletzterer fand, veranlaßte die „Ausführt. Erklärung rer Hogarrh'schen KupfersticheMit verkleinerten, aber vollstänt. Copien ders. von Riepenhausrn", wovon L. 4Lieferungen besorgte (die 7 spätern Liefer. hat Böltiger bis zur 11., die letzte hatBouterweck herauSgeg.). In den siebenziger Jahren, in weichen die verunglücktenNachahmungen Göthe'S, Klopstock s und Shakspeare's erschienen, stellte er sichdieser Nachahmungswukh in dem Buche: „Parakletor, oder Trostgründe für die Un-glücklichen, die keine Originalgenies sind", und bald nachher auch in der „Bittschriftder Wahnsinnigen" entgegen; das Ganze ist aber ebenso wenig vollendet als eineandre salyrische Schrift: „Das Leben KunkelS, eines ehemaligen göttingischen Anti-quorius". In den letzten I. seines Lebens ward L. hypochondrisch und fastmenschen-