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rufen. Burmann in Amsterdam , der damals die von Paul Hermann hinterlassenenSchätze zu ordnen und zu beschreiben hatte, nahm L. als Gehülfen dieser wichtigenArbeit zu sich. L. verlebte hier 6 Monate, während welcher Zeit er die Ltammlun-gen und literarischen Schätze seines Freundes auf das eifrigste benutzte. Jetzt er-hielt er auf Empfehlung Boerhaave's und Bumiann's bei dein reichen Bewind-hebber der ostind. Handelsgesellschaft, Elifford, die Stelle als Hausarzt und alsAufseher über s. herrlichen Garten zu Hartecamp bei Harlem unter voriheilhaftenBedingungen. Im Frühling 1136 zog er nach Hartecamp, wo er 1- I. in derangenehmsten Beschäftigung zubrachte. Seinem „8v.-item-> naiurao" folgten1136 die „d'unclunx-ntu Irol-Hiiru", zu welchen er in der Folge in s. „Wilnün-)>l,i-, botaniV-a" den Eommentar gab, s. „Iliblmibec-, I>c> 1 , 11 ,und 1131 dasköstliche Werk: „llo, lu8 (Uitl'oi lianns", mit3lKpfn., welche die von dem be-rühmten Ehret gemalten seltenen Pflanzen des Gartens zu Hartecamp darstellen.Eine kleinere, meisterhafte Beschreibung des blühenden und fruchttragenden Pi-sangs („älus.i Lliilo, tiun.i", 1136) war schon vorausgegangen. Hierauf gab ers. plann»,u,»" heraus, worin 935 Gattungen nach allen ihren Kenn-
zeichen bestimmt sind. Trotz der lichtvollen Conseguen; und Einheit dieses Werksblieben jedoch noch immer viele Charaktere in demselben zweifelhaft. Unter demNamen „lAitix, l»ii.>,nou" gab er 1151 einen Eommentar über mehre Apho-rismen der „l'uucl.nix-niu l>!>i.>ui<'u" heraus. Endlich erschienen 1131 s.j.I.'nit.,, um", eine Zusammenstellung aller bis dahin bekannt gewordenen Systeme.Während seiner Anstellung in Hartecamp halte L. auch Gelegenheit, England zubesuchen. Bei seiner Rückkehr nach Holland arbeitete er für Adrian v. Roycn, demBoerhaave die Aufsicht des botanischen Gartens abgetreten hakte, und der diesenganz umsehaffen wollte, ein Ltvstem aus, welches, ungeachtet es ihm sowol an Ein-heit der Grundlage als an Folgerichtigkeit durchaus fehlte, doch von Männern, wieGmeün und einigen Andern, angenommen wurde. Es ist eine Art von natürlichemSysteme, dessen Hauptnorm die Zahl der Sanienlappen ist. Dies System gabRoyen 1110 in dem „l',,i,I>>>u>u8 llxme l.< V>leu8x" heraus. 1133 verließ L.Holland, ging zuerst nach Paris , um dort Iussieu, Gneitard u. a. berühmte Bo-taniker kennen zu lernen, und kam im Sept. zu Stockbolm an. Anfangs kümmertesich Niemand um ihn, und nothdüi ftig erwarb er durch AuSi'ckung der Arznnkundes. Unterhalt. Als aber seine glückliche Behandlung der Brustschwäche bei Hofe be-kannt wurde, nahm ihn die Königin Ulrica Eleonora an, und nun strömten ihm dievornehmste» und reichsten Kranken zu. Er ward Arzt bei der Admiralität undkönigl. BotanicuS. 1111 ward auf dem Reichstage beschlossen, Schweden innaturhistorischer Hinsicht aufmerksamer, als bisher geschehen war, bereisen zu lastsen, und L. zum Anführer der Reisegesellschaft gewählt. Die Beschreibung dieserReise gab er 1145 heraus. Aber trotz seiner glücklichen Lage in Lttockholm sehnteer sich nach einer Stelle, in der er sich ausschließend seiner eigentlichen Wissenschaftwidmen könnte; diese fand er endlich in Upsista, wo er 1142 zum Pros. der Bo-tanik ernannt wurde. Kurz vorher hakte ihm Haller in Göttingen , mit dem erfrüher in Streit, nachher aber in freundschaftlichen Verhältnissen gelebt, mit selte-nem Edelmuthe seine eigne Stelle angetragen; der Brief war ober erst angekom-men, nachdem sich L. bereits für Upiala entschieden hatte. Seine vornehmste Sorgeging hier auf die Einrichtung und Verbesserung des botanischen Gartens, von demer, u. d. T. „llortus ckpsalirnsti;", 1148 eine Beschreibung herausgab. Vonjetzt an lebte L. einförmig, doch rühmlich und nützlich, bereiste Westgoihland undSchonen, welche beide Reisen er in eignen Werke» beschrieb. Seine „I l»,a 8»e-doa" erschien 1145 (2. Aufl. 1155). Darauf folgte s. „I'auiu, 8ueeic.>". Dien. Aufl. s. frühern Werke abgerechnet, verfaßte er in Upsala fast 200 akad. Schrif-ten, ungemein viele Abhandl. in den Schriften der stockholmer Akad., der upsalaer