Der Canal isl nun gebaut, die Linth legt ihr Geschiebe in den See nieder und kommtmit der Maag als klarer Fluß aus ihn, heraus. Das Bett der Maag ist gesenktworden, der See ist wieder 10 Fuß niedriger, und die Ländereien und Wiesen sinddem Versumpfen entrissen. Dieses große Unternehmen hat 300,000 Thlr. gekostet,die auf Actien, jede von 50 Fr., beigebracht wurden. Die Aktien werden gedeckt 1)aus dem Verkaufe der versumpften und wiedergewonnenen Ländereien; 2) aus einerAbgabe von 1 bis 11 Batzen aus die Ruthe derjenigen Ländereien, welche der Gefahrdes Versumpfens entrissen wurden. S. Benzenberg's „Briefe über die Schweiz ".Dem edeln kürzlich verst. Esther wird jetzt ein Denkmal errichtet. 1ip>
Linz, Hauptstadt in Oberöstreich, an der Donau , wo der Traunfluß sich indieselbe ergießt, mit einer 400 Schritt langen hölzernen Brücke, ist wohl gebaut.Die Zahl der Einw., ohne Militair, beträgt 18,100 in 1000 Häusern, die, obwolgrößtentheils mit Schindeln gedeckt, doch ein recht gutes Aussehen haben. DieWollenzeuchmanufactur, die größte in allen östr. Staaten, in welcher besonders vor-treffliche Fußteppiche verfertigt werden, nährt in der Stadt und Umgegend viele tau-send Menschen. Auch wird gutes Schießpulver verfertigt. Die übrigen Fabriken,sowie der Handel, vorzüglich der Speditionshandel, sind nicht unbedeutend. Nochsind zu bemerken das daselbst 1184 eingesetzte BiSthum und das Lyceum, welchesLeopold l. 1614 errichtet. Es hat gleich einer hohen Schule das Recht, das Magi-sieriuin und Baccalaureat in der Philosoph. Fakultät zu ertheilen, wovon es jedochnie Gebrauch gemacht. Seit 1824 befindet sich hier eine Taubstummen - und eineBlindenlehranstalt. Das nordische Stift ist ein Institut für Katholiken aus Nord-deutschland.
Liparische (bei den Alten Aolische) Inseln, 11 an ^er Zahl, immittelländ. Meere an der Nordseite von Sicilien ; sie gehören zu Sicilien. Dievorzüglichsten sind: Lipari, die vornehmste, Vulcano , Panaria, Skromboli undFelicuta. Alle scheinen durch ein unterirdisches Feuer entstanden zu sein; „daherlegten die alten Dichter hieher Vulcan's Werkstätte, auch die Wohnung des AoluS .Den Akten waren nur sieben bekannt. Lipari hat eine kleine, schlecht gebauteNtadtgl. N., mit einem BlSthume, zwei Häfen, einem Castell auf einem Berge und14,000 Einw. in der Stadt und auf dem Lande. Von dem vortrefflichen Malva-sierwein, welcher hier wächst, werden jährl. 2000 Fäßchen versandt. Der Campo-bianco, ein'hoher, kegelförmiger Berg auf Lipari , besteht aus vielen Schichten vonweißlichem Bimssteine, welcher einen Handelsgegenstand abgibt. Zu Lipari ist auchder Handel mit Südfrüchten, vorzüglich mit Weinbeeren und Feigen, beträchtlich;Vulcano und Srromboli haben feuerspeiende Berge; besonders wirft letzterer dasganze Jahr hindurch Feuer und glühende Steine aus, deren schein bei Nacht ingroßer Ferne gesehen wird. Die genaueste Beschreibung dieser Inseln hat Dolo-mit» geliefert.
Lipinski (Karl), einer der größten jetzt lebenden Violinspieler, erster kön.polnischer Concertmeister, geb. 1190 zu Radzyn in Polen , erhielrvom 6. I. anUnterricht in der Musik von seinem Vater und spielte im 8. I. ohne Vorübung dieQuartetten von Pleyl. Vorn 12. I. an widmete er sich dem Violonccll mit sol-chem Erfolge, daß er die Concerte von B. Romberg und Lamare mit vollem Toneund richtigem Ausdruck öffentlich spielte. Als er 1810 die Stelle eines Musik-direktors beim lemßerger deutschen Theater erhielt, wo er als erster Geiger die Solo-partien vortragen mußte, gab er das Bioloncell auf und vervollkommnete sich aufder Violine. Spohr's Anwesenheit 1814 in Wien zog L. so an, daß er seine D»--rectorstelle niederlegte, um diesen Künstler in Wien zu hören. Er suchte sich p.undessen Vortrag ganz anzueignen, kehrte dann in sein Vaterland zurück und 'lebtehier ohne Anstellung, bis er 1811 nach Italien reiste, um den berühmten Äiolin-spielcr Paganini zu hören. Er traf ihn in Piacenza und theilte mit ihm den Beifall