Band 
Sechster Band. K bis L.
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gen und ebenfalls mit überflüssigen Anmerk. verunziert), der Grimm derTuriali-flen gegen ihn aufs Höchste stieg, mußte der Greis, dem eben das von Schwarzenbeherrschte Haiti eine Lehrerstelle angetragen hatte, im strengen Winter 1822 bin-nen 3Tagen Paris und in kürzester Zeit Frankreich verlassen. Man gestattete nichteinmal dem alten Manne einen Rasttag; so starb er erschöpft wenige Tage nach sei-ner Ankunft in Madrid — wo damals noch dieCorteS von 182V geboten und woman ihn ehrenvoll aufnahm—, den 5. Febr. 1823, als ein Opfer derDerfol-gungssucht des 19, Jahrh. Während seines Aufenthalts in Frankreich gab L.

„lHomoire! ^ourservir ü I'Iiistoire cle I» Involution ü'bl!pignc, aveccke! pie-oes ju5tit>c!itiv»" u. d.N. II. diellelo (das Anagramm von Llorente), in 3 Bdn.(Paris 1815) heraus; ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung der Katastrophe inSpanien von 1808, Noch schrieb er eine Selbstbiographie („Xoticii bioxrs-Ho» cle 0.1, ,1. blorente", Paris 1818) und „Xloriüno! politicos"; ferner„viscursossobre uns conslituoion relibins.i" (eigentlich von einem AmerikanerVerfaßt, von L- aber geordnet und herauSgeg.); auch veranstaltete er eine AuSg.der „Oouvror conijileie! tlo liirtliälem^ cle 1 , 1 ! 6a!i!" (Paris 1822). S< die„Zeitgenossen", N. Reihe, Heft XII (Leipzig 1823),

Llond (Heinrich), ein berühmter Taktiker, geb. 1129 in der GrafschaftWales (in England), wo sein Vater Landprediger war. Da ihm seine Armuth wenigGlückim engl. Militärdienste, wo die Officierstelle» erkauft werden, versprach, sobegleitete er, ungefähr 17 I. alt, die jungen Herzoge v, Drummond als Gesell-schafter nach Flandern , wohnte mit ihnen als Freiwilliger der Schlacht von Fonte-noy bei und machte eine Reise durch Deutschland , wobei sein Hauptaugenmerk dieBeobachtung der Einrichtung und Manoeuvres der verschiedenen Armeen diesesLandes war, L. konnte diese Reise nur in Folge eines geheimen Auftrages und mitfremder Unterstützung unternehmen, da seine eignen Mittel ihm nicht erlaubten,einen so bedeutenden Aufwand selbst zu machen. Seine taktischen Kenntnisse undsein militairischer Blick erwarben ihm baldGönner; nach einigen Jahren Aufent-halt in Östreich ward er zum Adjutanten des Generals Lascy ernannt. Er machteeinen Theil des siebenjährigen Krieges mit und stieg bis zum Oberstlieutenant.Händel , die er sich durch seinen rauhen Charakter zuzog, hinderten seine Beförde-rung; er verließ die östr. Dienste und trat, obschon er erklärt hatte, er würde demKönige von Preußen nicht dienen, unter die Fahnen dieses Monarchen und wurdeGeneraladjutant des Herzogs von Braunschweig . Nach dem hubertsburger Frie-den nahm er seinen Abschied und begann in geheimen diplomatischen Geschäften zureisen. An der Verbindung des Khnigs Georg l>1. von England mit einer mecklen-burger Prinzessin hatte L. großen Antheil und erhielt dafür eine Pension von jährk.KOOPf.St. Aksspäter der Krieg zwischen Rußland und derPforte ausbrach, be-gab er sich nach Petersburg, wo ihm Katharina II. ein Commando übertrug. Hierzeichnete er sich bei derBekagerungvonSikistria (1774) sy aus, daß man eben imBegriff stand, ihm das Commando über eine Armee von 3V.VVV Mann in Finn-land zu übertragen, als Friede mit Schweden geschlossen wurde. Darauf ver-ließ L- plötzlich die russischen Dienste, ohne irgend eine Belohnung (nicht einmaleinen Orden, den er doch sehr wünschte, und der ihm unter dem Dorwande seiner ge-ringen Geburtabgeschlagen wurde) zu erhalten; es ist wahrscheinlich, daß an dieserschnellen Entlassung die Entdeckung der zweideutigen politischen Rolle Schuld war,welche er durchs, ganzes Leben spielte. Er fing nun sein früheresUmhertreiben wie-der an und besuchte Italien, Spanien und Portugal. Zn Gibraltar gab er demCommandanten Ellior Rathschläge zur Vertheidigung dieses Platzes, deren Benu-tzung deinsi lben so viel Ehre erwarb. Hierauf beschäftigte er sich in England mirAusarbeitung von Memoiren, die ihm jedoch von den Ministern dieses Landes unterder Bedingung, sie nie öffentlich erscheinen zu lasse», im Manuscript um ziemlich