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Siebenter Band. M bis N.
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Magen

vorn 31. März an mußt« er 5 Monate lang in St.-Iulian überwintern. Baldzeigte sich Unzufriedenheit unter den Officieren, welche einem abtrünnigen Portu-giesen nicht gehorchen mochten. Ihre Meuterei ward jedoch von M. kräftig unter-drückt. Er befand sich dam. 's an der Küste von Patagonien, und seine erste Reiftenthält Nachrichten von der Riesengröße der Einwohner, worüber in der Folge soviel gestritten worden. Gegen Ende OctoberS 152V erreichten sie ein Vorgebirge,das sie ckc in, V i, Kiiit-, nannten, und das am Eingänge der Meerenge liegt, welchenachher den Namen der magcllanischen Straße erhalten hat. Der Befehlshabermußte sein ganzes Anshen anwenden, um die Mannschaft zu bewegen, sich indiese unbekannte Straße zu wagen, mit der Aussicht, jenseits einen tveiten Oceanzu finden, indem ihre nur noch für 3 Monate hinreichenden Lebensmittel ausgehenmöchten. Wirklich verließ ihn auch eins seiner Schiffe und steuerte nach Europa zurück. Die übrigen fuhren weiter und entdeckten am 27. Nov. die Südfte. Siebegaben sich in dieses jetzt zum ersten Mal von den Europäern besuchte Meer, undwaren der Hungersnolh nahe, als sie zwei wüste und unfruchtbare Znseln entdeck-ten. Das Wetter war indeß so anhaltend mild und ruhig, daß sie dem Meere denNamen des stillen Oceans beilegten. Am K. März 1521 wurden sie der Ladronenansichtig, so von ihnen benannt wegen der Neigung der Bewohner zur Dieberei,Von da kamen sie zudem Archipelagus von Vt.-Lazarus, nachher die Philippinen genannt. Auf einer dieser Inseln, Namens Zebu , erlangte M. die Bekehrungdes Königs zum Christenthum , blieb aber in einem Gefechte gegen den Beherrscherder Insel Matan den 2V. April 1521. Ohne dies unglückliche Ereigniß würde erden Ruhm des ersten Welkumseglers erworben haben, den jetzt Cano sich zueignete,welcher sein Wchiff glücklich über Ostindien zurückbrachte und am 7. Sept, 1522 inSan-Lucar einlief. Ein Auszug aus M.'s Reisetagebuche steht in Namusio'SSammlung; vollständig ist seine Reisebeschreibung erst 1811 vom Abt Amorettizu Mailand herausgegeben worden. — Ein Abkömmling M.'s, der NaturforscherIoh. Hyacinth, ehemals Augustinei Mönch zu Lissabon (gest.dcn7, Febr,179v,58 I. alt, zu Islington bei London ) erfand die Schwängerung des Wassers mitfixer Luft, also die Kunst, mineralische Wasser zu verfertigen. Er besaß großeSprachkenmniffe, war viel gereist, verließ den kathol. Glauben und wurde Mit-glied der königl. Gesellschaft der Wissenschaften zu London .

Magen, der, das zur Aufnahme und Verdauung der Nahrungsmittel be-stimmte Eingeweide, liegt bei dem Menschen unter dem ZwerchmuSkel und denfalsche» Rippen der linken Seite, bildet einen länglich runden Sack, der an, wei-testen an der linken Eeite, wo die -L-peiseröhre in ihn übergeht (der Magenmundgenannt), etwas enger gegen das rechte Ende ist, wo der Magen in den Zwölf-fingerdarm (Duodenum) übergeht (der Pförtner genannt). Wenn der Magenleer ist, so bilden sich zwischen beide» Enden desselben zwei Ränder oder Bogen, derobere kleiner und der untere größer. Der obere ist concav und nimmt einen Theilder Leber auf, der untere größere liegt dem Grimmdarme zunächst. Wird aber derMagen angefüllt, so hebt er sich in die Höhe, so daß der untere Bogen vorwärtsgegen die Bauchmuskeln, der obere Bogen hinterwärts gerichtet wird. Der Ma-gen besteht aus einer vierfachen Lage von Häuten. Die äußere Hülle desselben wirdvon der Baiichhaut gebildet, welche den ganzen Umfang des Magens bedeckt, aberan dem Bogen desselben sich entfernt, theils um die Netze, tbeils die Bänder zu seinerBefestigung zu bilden. Dann kommt die fleischige oder Muskelhaut, welche ausmehren Lagen sich kreuzender Muskelbündel besteht. Die dritte, die Gefäßhaut,ist sehr fest und von weißer Farbe. Die vierte, die innere Haut, ist sehr gerunzelt,sodaß mehre Falten nach verschiedenen Richtungen entstehen, in deren Awischenräu-men sich wieder kleinere Falten bilden. Aus der innern Seite dieser Haut bestehtdie innere Fläche des Magens, welche aber nicht glatt ist, denn es zeigen sich eine