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Siebenter Band. M bis N.
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Magen

unzählbare Menge kurzer Hervorragungen, welche ihr ein sammrtartigeü Ansehengeben und lauter Enden zarter (besäße sind, welche zwischen der dritten und vierte»Haut liegen und unter der letzter» hervorstehen. Auch sind an der innern Flächeder Haut eine Menge äußerst seiner -Öffnungen befindlich, welche theils Mündun-gen der einsaugenden Gesäße, theils Ausgänge der aushauchenden kleine» Arterienund der kleinen Schleimdrüsen sind, welche alle in dem zeitigen Gewebe zwischenbeiden letzter» Häuten liegen. An dem rechten Ende des Magens, wo er in denZwölffingerdarm übergeht, bilden die zwei innern Häute, durch ringförmige Ver-längerung der Falten, eine Art von Klappe, welche mit Muskelfasern versehen istund die -veffnung verschließen kann, ffdaß ter Speisedrei aus dem Darme nicht wie-der in den Magen zurückkommen kann. Der Magen ist mit vielen Blutgefäßenversehen, welche theils an dem kleinen, theils an dem großen Bogen desselben hin-laufen, ihn von allen Seiten umgeben, sich netzartig mit einander verbinden undzwischen ftinen Häuten ein Gefüßnetz bilden, aus welchem sich die zur Verdauungnokhtvendigen Flüssigkeiten (der Magensaft, so auch der Schleim in den Schleim-bälgen) absondern, die sich durch die schon bemerkten feinen Hautöffnungen in denMagen ergießen. Auch mit Nerven ist der Magen reichlich versehen, welche theilsmit den Arterien kaufen und die Absonderungen in den Capillargefäßen beherrschen,theils sich in der Muskelhaut verlieren und die Bewegung derselben erregen.Diese Bewegung nennt man die wnrmförmige Bewegung (»»>tu--,» > i^taliu >^),indem der Magen sich unaufhörlich, besonders aber während und kurz nach derVerdauung, Wechselsweise nach der verschiedenen Richtung der sich zusammenziehen-den Muskelbündel bald verkürzt, bald verengert. (S. Verdauung.) Magen-krankheiten sind solche, welche den Magen ganz allein betreffen, oder doch ur-sprünglich von ihm ausgehen. Sie sind verschieden, je nachdem ein Svstem dessel-ben vorzüglich leidet. Ist das arterielle Gefäßnetz desselben nn entzündlichen Zu-stande, so entsteht Mag enentzündung, die sich durch brennenden Schmerz mitstetem Ausbrechen alles Genossenen, selbst des mildesten Getränkes, äußert. Ist dasNervengewebe bei Schwäche (Laxitäl) der Muskelfasern des Magens in zu empsind-lichem erregten Zustande, so gibt diesDcranlassung zum Ma ge n k ram pf, der sichdurch ein Gefühl von ängstlicher Zusammenziehung in der Magengegend äußert.Ist das absondernde Capillargefäßnetz zwischen den Häuten des Magens in regclwidrigem, geschwächtem Zustande, so entsteht fehlerhafte Absonderung deSMagen-saftes, welcher meistens alsMagensäure erscheint. Ist der Zustand eine, fehler-haften Absonderung oder einer mangelhaften und verdorbenen Verdauung mir allge-meinem Fieber verbunden, so nennt man es Magensieber oder gastrisches F>eber; wicwol die letztere Benennung mehre Fnberarten umfaßt, welche in dem Sy-steme des Unterleibes ihrenSitz haben. Magenschwäche, derMangcl an Kraftdes ihm zugehörigen Nervensvstems, sodass die Absonderung des Magensaftes unddie Verdauung der Nahrungsmittel nicht gehörig von statten gehen. Au den Ma-gen Mitteln, welche der geschwächten Thätigkeit des Magens aufhelfen und dieVerdauung befördern sollen, gehören vorzüglich die Magerielirire, welche bittere,gewürzhafte, gemeiniglich in geringer Gabe schon wirksame Mittel, z. B. Aus-lösung von bittern Extrakten, mir bittern und aromatischen Tinkturen sind. Ehe-mals gebrauchte man auch die Maqenbürste, um den Magen von seinen angebäus-ten llnreinigkeiten, unverdauten Speisen oder von «Lchleini zu reinigen und ihnim eigentlichen Sinne des Works auszubürsten. Sie wurde von zarten Bocks-haaren gemacht, war ungefähr eine halbe Hand lang, eirund und an einem ausge-glühten, doppelt zusammengedrehten und mit Seide umwundenen Draht befestigt.Vor ihrer Anwendung trank der Kranke ein Gläschen Branntwein und alsdann e>»Nösel Wasser, hierauf fuhr man mit der Bürste durch den Schlund in den Magen,bewegte sie hin und her, machte auch verschiedene Bewegungen des Körpers, bis